Diese 8 Städtenamen werden erstaunlich oft falsch geschrieben

Städte erzählen ihre eigenen Geschichten. Sie entwickeln sich weiter oder sind immer noch so schön verträumt, wie man es aus Büchern kennt. So eigen wie Städte sind, so sind auch ihre Namen. Denn Städtenamen dienen dazu, dass man einen Ort eindeutig wiedererkennt. Manche Städtenamen änderten sich mit der Zeit, manche überstanden unverändert jeden Reformversuch. Fakt jedoch ist: Städtenamen werden so geschrieben, wie sie von der Stadt vorgeschlagen werden. Es gibt Städtenamen, die einfach falsch geschrieben werden. Wir haben uns die Sucheingaben bei Google angeschaut und festgestellt, dass Städtenamen häufiger falsch geschrieben werden als man denkt. Besonders acht bemerkenswerte Städtenamen haben wir hier zusammengestellt.

8. Abensberg

Die nieder-bayrische Stadt Abensberg, die etwa 30 Kilometer südwestlich von Regensburg liegt, wird fälschlicherweise Abendsberg geschrieben, was ja auf den ersten Blick auch irgendwie richtig aussieht. Ihren Namen verdankt sie jedoch der Abens, einem rechten Nebenfluss der Donau und nicht etwa einem abendlichen Berg. In Abensberg steht übrigens der zumindest bei Bierliebhabern bekannte Kuchlbauer Turm, ein Architekturprojekt des weltbekannten Künstlers Friedensreich Hundertwasser. Wenn Sie den Turm noch nicht kennen, vielleicht begeben Sie sich ja eines Abends mal auf die Reise … nach Abensberg.

7. Lörrach

Lörrach ist eine baden-württembergische Kreisstadt. Ja genau, Lörrach, mit Doppel-R. Eins der beiden R bleibt jedoch bei drei Prozent aller Suchanfragen auf der Strecke, gesucht wird also stattdessen nach Lörach. Ist das vielleicht eine Verwechslung mit dem alemannischen Namen der Stadt, Lörech? Beim Alemannischen handelt es sich um einen in Baden-Württemberg oft gesprochenen Dialekt, der für Unkundige sehr schwer zu verstehen ist und wie eine komplett fremde Sprache klingt. Im Hochdeutschen wird die direkt am Dreiländereck Deutschland – Frankreich – Schweiz gelegene 50.000 Einwohnerstadt jedoch mit Doppel-R geschrieben.

6. Rudolstadt

Na, welcher Buchstabe fehlt da? Rudolfstadt gibt es zwar wirklich, aber die Stadt liegt in der Tschechischen Republik. Die an der Saale gelegene Stadt in Thüringen dagegen heißt wirklich Rudolstadt, regional wird sie auch Rudelstadt oder im Dialekt Rolschte genannt. Einem Rudolf verdankt die Stadt aber trotzdem ihren Namen, denn bei der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 776 hieß die Stadt noch Rudolfestat, was soviel wie Siedlungsstätte des Rudolf bedeutete, jedoch ist das F im Laufe der Jahre verloren gegangen.

5. Bremerhaven

Jetzt werden einige sagen: Aber Hafen schreibt man doch mit F! Richtig. Das beschauliche Bremerhaven schreibt man aber mit mit V. Hier wird wie in den Städtenamen Cuxhaven oder Wilhelmshaven der altdeutsche Einschlag sichtbar, als man noch „haven” schrieb. Besonders deutlich wird das bei der Schreibweise der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, die auf Dänisch København – also mit V – geschrieben wird. Die Seestadt, wie das direkt an der Wesermündung gelegene und zu Freien Hansestadt Bremen gehörende Bremerhaven sich selbst nennt, hält sich da also eher an die traditionelle Schreibweise.

4. Abenberg

Hier läuft man nicht nur Gefahr, nach Abendberg zu suchen, nein, jetzt kann man auch noch Abensberg mit Abenberg verwechseln. Oder Abendberg und Abendsberg? Die Verwirrung ist perfekt. Abenberg liegt in Mittelfranken etwa 25 Kilometer südwestlich von Nürnberg. Der Name des kleinen 5.000 Einwohnerstädtchens am nördlichen Rand des fränkischen Seenlands hat ebenfalls nichts mit einem Abend zu tun, vielmehr leitet sich der Ortsname her aus dem Wort Berg und dem Personennamen Abo. Abenberg bedeutet also soviel wie Siedlung zum Berg eines Mannes namens Abo. Kommen Sie noch mit?

3. Berlin-Neukölln

Nein, Berlin schreiben alle noch weiterhin Berlin. Doch mit dem Berliner Stadtteil Neukölln tun sich die Nutzer noch etwas schwer: Wer Neukölln hört, der denkt an Köln am Rhein und vergisst dabei schnell mal ein L. Aber keine Angst, der Kölner Dom muss nicht umziehen, denn Neukölln hat überhaupt nichts mit Köln zu tun. Cölln war vielmehr der Name einer Stadt, die auf einer Spreeinsel gegenüber dem mittelalterlichen Berlin lag. Im Spätmittelalter wuchsen die beiden Städte zu der Doppelstadt Berlin-Cölln zusammen, aus der sich schließlich die heutige Landeshauptstadt Berlin entwickelte. Im 19. Jahrhundert umfasste der Berliner Stadtteil Cölln die gesamte Spreeinsel, im Jahr 1920 ging er jedoch im neugegründeten Bezirk Berlin Mitte auf. Neu-Cölln, das bis 1912 Rixdorf hieß, erhielt seinen Namen, da es nahe der Neu-Cöllner Siedlungen lag, die südlich des alten Berlin-Cölln entstanden waren. Und Rixdorf brauchte einen neuen Namen, da es sich einen zweifelhaften Ruf als Zentrum frivoler Unterhaltungskünste erarbeitet hatte, der dem Ort in den Augen vieler Bürger ein äußerst negatives  Erscheinungsbild gab. Getreu dem Motto „neuer Name, neues Image” wurde der Name also von Rixdorf in Neukölln geändert, womit auch das leicht anrüchige Schmuddel-Image abgelegt werden sollte.

2. Hemmoor

Hemmoor ist ein Ort, dessen Namen selbst die Einwohner oft falsch schreiben. Kann man da überhaupt noch von einem Fehler sprechen oder kann man hier Sprache im Wandel erleben? Zwei M, zwei O und das direkt hintereinander, da kann schon mal ein Buchstabe auf der Strecke bleiben. Die Kleinstadt im Landkreis Cuxhaven, die zwischen Cuxhaven und Stade am Westufer der Oste liegt, war lange Zeit Sitz einer der weltweit größten Firmen der Zementproduktion, aus der unter anderem der Zement für bekannte Bauten in der Hansestadt Hamburg stammt, so zum Beispiel der alte Elbtunnel von 1911, das Chilehaus von 1924 und das Hotel Atlantic aus dem Jahre 1909. Aber auch der Zement für den Sockel der amerikanischen Freiheitsstatue soll aus Hemmoor stammen, obwohl es historisch darüber Uneinigkeiten gibt. Grund genug, sich zu merken, dass man Hemmoor (noch) mit Doppel-M und Doppel-O schreibt, ist es allemal.

1. Haßloch

Haßloch in Rheinland-Pfalz ist unser persönlicher Liebling. Im Fall der 20.000 Einwohner zählenden Gemeinde nahe dem Ballungszentrum Mannheim/Ludwigshafen kann sich hier die neue Rechtschreibung einfach nicht durchsetzten: Haßloch wird weiterhin mit scharfem S statt mit Doppel-S geschrieben. Der als staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort touristisch nicht unbedeutende Ort wird auch oft als „größtes Dorf von Rheinland-Pfalz“ bezeichnet, zum einen da die verbandsfreie Gemeinde keine Stadtrechte besitzt und zum anderen, weil die alten Fachwerkhäuser, die liebevoll restaurierten Höfe und die gemütliche Geschäftigkeit des Ortes eher an ein Dorf als an eine Stadt erinnern. Mit dem Namen „Hasalaha”, unter dem Haßloch in den Jahren 773 und 774 erstmals urkundlich erwähnt wurde, hätte es aber vermutlich noch mehr schriftsprachliche Verwirrungen gegeben als mit der heutigen Uneinigkeit über ß oder Doppel-S.

Haßloch ist seit 1986 das Forschungsgebiet der Gesellschaft für Konsumforschung GfK. Keine andere Stadt in Deutschland ist so perfekt durchschnittlich wie Haßloch. In Haßloch gibt es daher Produkte in den Supermärkten zu kaufen, die es eigentlich noch gar nicht im Handel gibt. Auch auf manchen Fernsehgeräten werden den Haßlochern eigene Fernsehspots vorgespielt, die nur sie sehen.

Welche Städtenamen kennen Sie, die auch ganz oft falsch geschrieben werden? Wir freuen uns über Ihren Vorschlag

„Ich bin ja nicht nach Berlin gekommen, um mit meiner Frau Ameisen zu zählen.”

“Zu den Zierden Deutschlands gehören seine Städte. Unter ihnen ist Berlin weder die älteste noch die schönste. Unerreicht aber ist seine Lebendigkeit.” – Richard von Weizsäcker

Mit Richard von Weizsäcker verliert Berlin einen seiner größten Mitbürger. Er sei 1994 nach Berlin gekommen, um sich am hiesigen Leben zu beteiligen – menschlich, kulturell und politisch, so der Staatsmann beim Einzug in die Dahlemer Privatgemächer. Und dass das keine leeren Worte waren, bewies er auf zahlreichen Premieren, Konzerten und Empfängen der Berliner Gesellschaft. „Zu den Zierden Deutschlands gehören seine Städte. Unter ihnen ist Berlin weder die älteste noch die schönste. Unerreicht aber ist seine Lebendigkeit.”, schwärmte  – Richard von Weizsäcker einst über seine Stadt.

Das Ehepaar wurde mitte der 90er Jahre zu Berlins prominentensten Neubürgern. Als Staatsoberhaupt außer Dienst bezieht Richard von Weizsäcker sogar ein Büro im Magnus-Haus am Kupfergraben gegenüber dem Pergamon-Museum. Schon im 19. Jahrhundert wohnte, forschte und lehrte der Physiker Heinrich Gustav Magnus an diesem ehrwürdigen Ort. Auch nach seiner Zeit als Bundespräsident verstummte sein Schaffen nicht. Seine Meinung wurde nach wie vor geschätzt und er erhielt weitere Auszeichnungen, wie den Mendelssohnpreis im Jahre 2013.

Am 31. Januar 2015 starb Richard von Weizsäcker, er hinterlässt wunderschöne Erinnerungen an ein Jahrhundert des Grauens, des Wandels und der Hoffnung. Vielen Dank Herr Weizsäcker für Ihren Verdienst an der Bundesrepublik.

Jetzt wird‘s brenzlig – die Feuermelderpflicht kommt

Ein Wohnungsbrand kann jederzeit ausbrechen und besonders des Nachts, wenn im Schlaf die Rauchgase nicht bemerkt werden, wird es gefährlich. In Deutschland verlieren jährlich bis zu 500 Menschen bei Wohnungsbränden ihr Leben, viele weitere werden verletzt oder verlieren ihr gesamtes Hab und Gut. Angesichts dieser Zahlen ist es für die Feuerwehren, aber auch die großen Versicherungsverbände seit langem nicht nachvollziehbar, warum im sonst so sicherheitsbewussten Deutschland keine allgemeine Rauchmelderpflicht herrscht.

Aber in den letzten Jahren ist Bewegung in das Thema gekommen und in diesem Jahr gehen viele Bundesländer den letzten Schritt und führen eine flächendeckende Rauchmelderpflicht für Wohnungen ein. Noch sind die Regelungen uneinheitlich, in einigen Bundesländern besteht die Pflicht, Rauchmelder in allen Wohnungen, also auch in Altbauten, zu installieren, bereits, in anderen wird sie in diesem oder den kommenden Jahren eingeführt und in einigen Ländern herrscht noch keine Rauchmelderpflicht.
Hier sehen Sie, welche Bestimmungen für Ihr Bundesland gelten:

Länder mit bereits bestehender Rauchmelderpflicht:

  • Baden-Württemberg, für Neu-und Umbauten bereits seit 2013, für bestehende Wohnungen bis zum 31.12.2014
  • Hamburg, für Neu-und Umbauten bereits seit 2006, für bestehende Wohnungen bis zum 31.12.2010
  • Hessen, für Neu-und Umbauten bereits seit 2005, für bestehende Wohnungen bis zum 31.12.2014
  • Mecklenburg-Vorpommern, für Neu-und Umbauten bereits seit 2006, für bestehende Wohnungen bis zum 31.12.2009
  • Rheinland-Pfalz, für Neu-und Umbauten bereits seit 2003, für bestehende Wohnungen bis zum 12.07.2012
  • Schleswig-Holstein, für Neu-und Umbauten bereits seit 2005, für bestehende Wohnungen bis zum 31.12.2010

Länder in denen die Rauchmelderpflicht in diesem oder den kommenden Jahren eingeführt wird:

  • Bayern, für Neu-und Umbauten bereits seit 2013, für bestehende Wohnungen bis zum 31.12.2017
  • Bremen, für Neu-und Umbauten bereits seit 2010, für bestehende Wohnungen bis zum 31.12.2015
  • Niedersachsen, für Neu-und Umbauten bereits seit 2010, für bestehende Wohnungen bis zum 31.12.2015
  • Nordrhein-Westfalen, für Neubauten bereits seit 2013, für bestehende Wohnungen bis zum 31.12.2016
  • Sachsen-Anhalt, für Neu-und Umbauten bereits seit 2009, für bestehende Wohnungen bis zum 31.12.2015
  • Thüringen, für Neu-und Umbauten bereits seit 2008, für bestehende Wohnungen bis zum 31.12.2018

Einzig in Berlin, Brandenburg und Sachsen besteht derzeit noch keine Rauchmelderpflicht, im Saarland bezieht sich die Rauchmelderpflicht nur auf Neu- und Umbauten, die nach dem 18.02.2004 erstellt wurden. Allerdings ist bereits absehbar, dass die Landesregierungen nachziehen werden und auch in diesen Bundesländern über kurz oder lang eine Rauchmelderpflicht eingeführt werden wird.
Einig sind sich die Länder darin, wo die Rauchmelder zu installieren sind: in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen. Mit Aufenthaltsräumen sind hier alle Räume gemeint, in denen man sich in der Wohnung aufhält, wie zum Beispiel das Wohnzimmer. Führt ein Flur nur zu einer Vorratskammer, einer Waschküche oder einem Kellerraum, muss dort nicht extra ein Rauchmelder installiert werden.
Einigkeit herrscht in der Gesetzeslage ebenfalls darüber, dass der Eigentümer beziehungsweise der Vermieter für den Einbau der Rauchmelder zuständig ist.
Bei der Frage, wer für die Betriebsbereitschaft der Rauchmelder zuständig ist, scheiden sich die Geister allerdings wieder.
Nachfolgend sehen Sie eine Auflistung der Länder, in denen der Mieter, Pächter bzw. der unmittelbare Nutzer der Wohnung für die Betriebsbereitschaft des Rauchmelders zuständig ist:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Bremen
  • Hessen
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Schleswig-Holstein

In den anderen Ländern obliegt es dem Eigentümer beziehungsweise dem Vermieter, für die Betriebsbereitschaft des Rauchmelders zu sorgen.
Die Rauchmelderpflicht bezieht sich außerdem nicht nur auf vermietete, sondern auch auf vom Eigentümer selbst bewohnte Wohnungen.
Versäumt der Vermieter die von dem Gesetz zur Rauchmelderpflicht vorgesehen Fristen zum Einbau der Rauchmelder, kann das böse Folgen haben. Zwar wird es keine flächendeckende Kontrolle geben, jedoch droht bei bekanntgewordenem Verstoß gegen die Rauchmelderpflicht ein empfindliches Bußgeld, das in seiner Höhe wiederum von Land zu Land variiert und zwischen 50.000 und mehreren 100.000 Euro liegt. Noch schlimmer wird es allerdings im Fall eines Brandes, kommt beispielsweise ein Mieter durch einen nächtlichen Brand ums Leben und kann nachgewiesen werden, dass der Todesfall durch einen Rauchmelder hätte verhindert werden können, so drohen dem Vermieter bis zu fünf Jahre Haft wegen fahrlässiger Tötung. Aber auch Verletzungen der Mieter oder Sachbeschädigungen an ihrem Eigentum, die sich durch einen Rauchmelder hätten vermeiden lassen, können zu strafrechtlichen Konsequenzen für den Vermieter führen.
Die Feuerwehren, Eigentümer- und Versicherungsverbände sowie die Länder setzen daher auf die Vernunft und Einsicht der Eigentümer.
Schließlich geht es bei der Rauchmelderpflicht nicht nur darum, einem abstrakten Gesetz Genüge zu tun, sondern durch den Einsatz eines Rauchmelders können aktiv Leben gerettet und schwere Verletzungen vermieden werden.

Während des Schlafs wird der Brandgeruch nicht wahrgenommen und es genügen bereits zwei tiefe Atemzüge, um eine Bewusstlosigkeit herbeizuführen, zwei weitere Atemzüge können zum Tod führen. Daher ist ein Rauchmelder oft die letzte Rettung für die Bewohner einer brennenden Wohnung. Sein durchdringender Piepton, der schon auf kleinste Rauchpartikel in der Luft reagiert, weckt die Bewohner und bewahrt sie so davor, im Schlaf an den tödlichen Rauchgasen zu ersticken. Auch in Kinderzimmern, wo es immer wieder vorkommt, dass Kinder mit Feuer spielen und zündeln, ist ein Rauchmelder ein absolutes Muss, um rechtzeitig reagieren zu können und die Kinder in Sicherheit zu bringen. Schlimme Brandkatastrophen der letzten Jahre haben immer wieder gezeigt, dass für die Kinder, obwohl sie nicht allein im Haus waren, die Hilfe trotzdem zu spät kam, weil der Brand von den Eltern zu spät bemerkt wurde.
Aus diesem Grund ist es durchaus empfehlenswert, Wohnungen auch in den Bundesländern, in denen die Rauchmelderpflicht nicht oder noch nicht gilt, mit Rauchmeldern auszustatten und zwar besser heute als morgen, denn wann ein Feuer ausbricht, kann man natürlich nie vorhersagen.

Deutschland ist übrigens international nicht das Schlusslicht was die Rauchmelderpflicht angeht, im Nachbarland Österreich gilt die Pflicht nur für Neubauten, die Schweiz kennt gar keine gesetzliche Rauchmelderpflicht und in Luxemburg beschränkt sich die Rauchmelderpflicht auf öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten oder Sporthallen. Von den Wohnungen sind dort nur etwa 10 % mit Rauchmeldern ausgerüstet, während es in Deutschland immerhin bereits mehr als die Hälfte, nämlich 59 % sind.
Ist ein Rauchmelder installiert, ist es natürlich auch wichtig, dass er reibungslos funktioniert. Daher sollte man beim Kauf eines Rauchmelders unbedingt auf die Qualität achten. Der Rauchmelder sollte immer eine CE-Kennzeichnung sowie eine Zertifikatsnummer und die Angabe EN 14604 aufweisen, damit sichergestellt ist, dass das Gerät von einem unabhängigen Prüfinstitut getestet wurde. Feuerwehren raten außerdem, beim Rauchmelder eher zu einem teureren Markenartikel zu greifen, nicht etwa weil die billigeren Geräte nicht funktionieren würden, sondern weil sie oft Fehlalarme auslösen, die schlußendlich dazu führen, dass sie ausgeschaltet oder wieder abgebaut werden und dann in einer Schublade ihr Dasein fristen.
Rauchmelder sind in Baumärkten und Fachmärkten erhältlich, in den meisten Gemeinden bietet die Feuerwehr eine Beratung und Informationsmaterial zum Thema Rauchmelder an.

3 Baumaterialien der Zukunft – Wie der Bauboom genutzt werden kann

Der weltweite Bauboom hält unverändert an. Nicht nur in deutschen Großstädten, auch in den schnell wachsenden Metropolen gerade der Schwellen- und Entwicklungsländer wird mehr gebaut denn je. Oft wird dort jedoch ohne jegliche Planungsverfahren gebaut, die Städte wachsen informell, was große Probleme in Bezug auf die Abfallbeseitigung, die Wasserversorgung und das Abwassermanagement mit sich bringt.

Die Bundesregierung beteiligt sich an dem internationalen Forschungsprojekt „Rapid Planning – nachhaltiges Infrastruktur-, Umwelt- und Ressourcenmanagement für hochdynamische Metropolregionen“, das in den Beispielstädten Kigali in Ruanda, Da Nang in Vietnam und Assiut in Ägypten anhand praktischer Erfahrungen schnell umsetzbare, praktikable Lösungen in den Bereichen Energie, Wasser und Abwasser, Abfallbeseitigung und urbane Landwirtschaft erarbeitet. Dazu werden auch Erfahrungen aus der deutschen Referenzstadt Frankfurt am Main mit eingebunden, die unter anderem ausgewählt wurde, da sie es sich zur Aufgabe gemacht hat, als moderner Finanz- und Wirtschaftsstandort und als europäisches Handelszentrum das Ziel „100 Prozent Klimaschutz bis zum Jahr 2050“ zu erreichen.

Neue Möglichkeiten

Der anhaltende Bauboom bietet jedoch auch viele Möglichkeiten, altbekannte Wege zu verlassen und sich auf neue Materialien einzulassen, die gerade in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit viel Potential versprechen. Insbesondere der Anteil an Heizenergie, der in Deutschland 70 – 90 % des gesamten Energieverbrauchs ausmacht, kann durch den Einsatz neuer Baumaterialien signifikant gesenkt werden. So würde der Einsatz neuer Baumaterialien in hohem Maße dazu beitragen, die Umwelt zu entlasten. Baustoffe, die noch besser dämmen und damit viel Heizenergie sparen oder aber Gebäude, deren Baumaterialien das Haus zu seinem eigenständigen Energieträger lassen werden und neben den Heizkosten auch noch Strom sparen, sind geeignet, die gesamte Baubranche zu revolutionieren. Selbstverständlich kann man heute bereits Solarpanel auf seinem Dach anbringen, allerdings werden dafür nur Standardmodule angeboten und maßgeschneiderte Solarmodule müssen in Handarbeit angefertigt werden und sind sehr teuer. Das möchte das EU-Projekt „Smart-Flex“ ändern. Das ambitionierte Projekt möchte den weltweiten Bauboom nutzen und es möglich machen, dass Architekten in Zukunft mithilfe einer Software per Mausklick Solarmodule designen können, die nicht nur auf das Dach, sondern auch auf die gesamte Fassade eines Gebäudes montiert werden können. So sollen in Form und Farbe perfekt zum Gebäude passende Modul-Elemente entworfen und direkt an die Produktionslinie übermittelt werden können, um das gesamte Gebäude zur Stromerzeugung nutzen zu können.
Im litauischen Klaipeda wird derzeit auf der etwa 200 Quadratmeter großen Fläche eines Testgebäudes geprüft, welche Solarelemente und welches Montagesystem sich für das ehrgeizige Projekt am besten eignet. Am Ende der Forschung soll eine einfach zu installierende Plug & Play Lösung stehen, mit der die Möglichkeiten der gebäudeintegrierten Photovoltaik voll ausgeschöpft werden können.

Stromerzeugender Beton

Einen anderen Weg gehen Forscher der Universität Kassel, die einen Beton entwickelt haben, der ähnlich wie ein Solarmodul Strom aus Sonnenlicht gewinnen kann. Dieser Dyscrete genannte Baustoff ist ein leitfähiger Beton, der mit einer Farbstoffsolarzelle, auch Grätzelzelle genannt, beschichtet ist. Diese Grätzelzelle besteht unter anderem aus einer organischen Flüssigkeit, die ähnlich wie das Chlorophyll einer Pflanze das Sonnenlicht absorbiert.
Ein Vorteil gegenüber herkömmlichen Solarzellen sind die geringen Kosten, die Materialien sind günstig und einfach zu beschaffen und zudem umweltfreundlich und biologisch abbaubar. Anfangs arbeiteten die Forscher sogar mit Johannisbeersaft, inzwischen werden jedoch andere organische Flüssigkeiten genutzt. Der Preis einer Grätzelzelle liegt weit unter dem einer Silizium Photovoltaikzelle und ein weiterer Vorteil ist, dass die Grätzelzelle auch schon bei relativ wenig Licht zuverlässig Strom erzeugt. Ziel der Kasseler Forscher ist es, ein Material zu entwickeln, das im Baugewerbe für Fassadenelemente oder Fertigteile im Hochbau eingesetzt werden kann und gleichzeitig als Solarelement dient und so einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung leistet. Mit diesen neuen Baustoffen und einer umfassenden Nutzung aller Möglichkeiten, die die Photovoltaik mit sich bringt, kann der Bauboom dazu beitragen, dass das Haus der Zukunft zum eigenständigen Energieträger wird und sich nachhaltig und dezentral selbst mit umweltschonender Energie versorgt.

Isolierendes Glas – ein Baumaterial der Zukunft

Ein weiterer umweltverträglicher und nachhaltiger Baustoff, der seinen Siegeszug im Bauboom bereits angetreten hat, ist an sich keineswegs neu. Vor allem in den Großstädten, so zum Beispiel in der Hamburger Hafencity ist er überall zu sehen oder auch vielfach eben nicht zu sehen: die Rede ist natürlich von Glas.
Nicht nur steht Glas für Transparenz und Offenheit und sorgt für weite, licht- und sonnendurchflutete Räume, womit es der modernen, ästhetischen Optik heutiger Großstädte entspricht, das heute produzierte Glas hat auch überaus hohe Wärmedämmwerte, die die Werte älterer Steinmauern um ein Vielfaches übertreffen. Am besten zur Wärmedämmung geeignet ist eine Dreifachverglasung, hauchdünne, aufgedampfte Silberschichten sorgen außerdem dafür, dass die Räume sich durch die Sonneneinstrahlung nicht aufheizen und im Winter keine Wärme verloren geht. Mittels in das Glas integrierter Flüssigkeitskristalle ist es auch möglich, das Glas bei Bedarf zu verdunkeln und einen Jalousie-Effekt zu erzeugen. Auch um die Reinigung und die Sicherheit braucht man sich heute keine Gedanken mehr zu machen. Längst gibt es speziell beschichtetes Glas, an dem sich keine Schmutzpartikel festsetzen können, es ist also quasi selbstreinigend. Und Konstruktionen wie der Skywalk, die gläserne Aussichtsplattform, die in 1200 Meter Höhe über dem Colorado River 20 Meter weit in den Grand Canyon hinein ragt, beweisen, dass man auch in Sachen Sicherheit  bei heutigen Glasbauten keine Bedenken haben muss. Das verwendete Glas stammt übrigens von dem deutschen Hersteller Saint-Gobain und hält einer Belastung von 750 Kilogramm pro Quadratmeter stand. Auch in der Baustatik macht Glas traditionellen Materialien wie Stahl und Beton inzwischen Konkurenz, ein bereits im Jahr 2011 vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassenes spezielles Verbundsicherheitsglas wird inzwischen in der Baustatik eingesetzt und hat gegenüber Stahl und Beton den Vorteil, dass es bei sehr geringem Gewicht eine sehr hohe Sicherheit bietet. Ein weiterer und oft entscheidender Faktor, der für die Verwendung von Glas als Baumaterial spricht, ist der Preis. Bei seinen energetisch besseren Eigenschaften und seiner ästhetischen Optik ist es trotzdem um etwa ein Drittel günstiger als eine herkömmliche Klinkerfassade.
Gerade in Zeiten schwindender Rohstoffe, steigender Umweltbelastung und immer höherem Energieverbrauch ist es wichtig, auf umweltschonende und nachhaltige Baumaterialien zu setzen. Der Bauboom bietet eine gute Gelegenheit, durch den Einsatz neuer, umweltfreundlicher Baumaterialien und die umfassende Nutzung der Möglichkeiten der Photovoltaik einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten. Diese Chance darf man sich nicht entgehen lassen, vielmehr sollte man mit Blick auf die Zukunft neue Wege beschreiten.

Barrierefreiheit – Mit Vorausblick ins Eigenheim

In jungen Jahren tat es die schicke Stadtwohnung, die nah am Puls der Zeit lag. Freunde, Partys und die Uni waren fußläufig erreichbar. Später kam die etwas gediegenere Wohnung, in der Nähe zur Arbeit und dennoch in der Natur gelegen. Doch irgendwann wird der Drang zum Eigenheim größer. Manche erfüllen sich diesen Traum früher, andere wiederum erst im fortgeschrittenen Alter. Da wir alle nicht jünger werden ist es sinnvoll, schon beim Hauskauf oder dem Hausbau auf einige Faktoren zu achten, die im Alter zunehmend wichtig werden.

Was gilt es zu beachten?

Geregelt sind die Bestimmungen der Barrierefreiheit nach DIN 18040. Natürlich lässt sich fast jedes Objekt im Nachhinein barrierefrei umbauen. Dennoch ist es sinnvoll, einige größere Baustellen gleich im Vorfeld zu dezimieren. So reduzieren Sie im Nachhinein unnötige Mehrkosten und Umbaumaßnahmen. Schließlich möchten Sie in Ihrem neuen Heim alt werden, oder etwa nicht?
Fangen wir mit den Türen an. Diese sind bestenfalls breiter gebaut und einfach zu öffnen und zu schließen. Drehknäufe sind eher unvorteilhaft, u-förmige Griffe eignen sich hingegen hervorragend. Auch den Türschwellen geht es an den Kragen – lassen sich diese nicht ganz vermeiden, so sollten sie nicht höher als 2cm sein. So können Sie diese mit einem Rollstuhl ggf. leicht passieren und sie bieten ebenso keine Stolperfalle.

Das barrierefreie Badezimmer

Haben Sie mehrere Badezimmer, so reicht es aus, nur ein Badezimmer von vorne herein barrierefrei zu gestalten. Vorzugsweise liegt dieses Bad im Erdgeschoss. Die WC-Türe muss nach außen hin geöffnet werden können. Kommt es zu einem Sturz, kann der Helfer die Türe öffnen, ohne dass diese durch die gestürzte Person blockiert wird. Ebenso sollte die Türe auch von außen zu entriegeln sein. Genügend Bewegungsfläche ist außerdem von Vorteil. Es wird, für jeden Raum im Haus, geraten, eine Mindestfläche von 120cm x 120cm, für Rollstuhlfahrer sogar 150cm x 150cm, einzuhalten.
Die Badarmaturen sind als Einhebel- oder berührungslose Armaturen anzubringen. Ein anstrengendes Drehen, um das Wasser zum Laufen zu bringen, entfällt. Wird die Dusche ebenerdig gebaut, so bietet sie keine Stufen, die sich später als Stolperfalle oder Rollstuhlhindernis entpuppen können. Eine ausklappbare Sitzmöglichkeit dient in der Dusche ebenso als sehr nützliches Mobiliar. Übrigens: Barrierefreie Duschen machen Ihre Wohnung alles andere als „alt“ – einige moderne Duschen bieten Ebenerdigkeit, die sich im schicken Design präsentiert.

Wohn- und Schlafräume – so sind Sie auf der sicheren Seite

Die Mindestbewegungsfläche, die Sie oben schon kennengelernt haben, empfiehlt sich auch hier. Generell ist es wichtig, vor einzelnen Möbelstücken einen gewissen Platz zu wahren. 90cm – 150cm haben sich als dienlich herausgestellt. Einen Lichtschalter in Nähe des Bettes zu haben, ist in jedem Alter wünschenswert – im fortgeschrittenen Alter jedoch unabdingbar. Sollte die Glühbirne im Nachtlicht kaputt gehen, so müssen Sie nicht lange im Dunkeln stehen oder gar im Dunkeln durch den Raum laufen.
Generell kann ein Haus sehr weitläufig sein. Noch ist dies ein schöner Zustand, mit zunehmenden Alter jedoch eine Hürde. Manche Räume liegen im oberen Geschoss. Wenn die Beine nicht mehr richtig mitmachen, empfiehlt es sich, einen Treppenlift einbauen zu lassen. Mit diesem können Sie problemlos in den Keller oder in andere Etagen fahren. So erlangen Sie ein Stück Bewegungsfreiheit zurück. Das Thema Treppen-, Plattform- und Außenlifte ist dabei eines, das viele Fragen aufwirft. Auf www.treppenlift-ratgeber.de finden Sie sämtliche Informationen rund um Zuschüsse, Technik und Alternativen.

Küchen und Flur – mit kleinen Kniffen barrierefrei

Achten Sie auch im Flur auf eine ausreichende Bewegungsfläche. Dieser Raum sollte mit einem Rollstuhl, oder mit Gehhilfen, problemlos passierbar sein. Die Flurbreite darf 120cm nicht unterbieten. Die Regel zur Mindestbewegungsfläche findet auch hier Anwendung. Sorgen Sie außerdem für ausreichende Helligkeit.
Die Küche ist ein Ort, in dem sich Hobbyköche gerne aufhalten. Hier zaubern wir allerlei kulinarische Leckereien. Auch hier ist eine ausreichende Beleuchtung der Arbeitsfläche maßgeblich für ein sicheres Arbeiten. Wenn Sie jetzt schon fürs Alter vorsorgen möchten, dann stellen Sie sicher, dass die Küchenschränke später in einer geringeren Höhe angebracht werden können. Glasfronten erlauben einen Blick auf den Schrankinhalt. Somit entfällt unnötiges und im Alter oft anstrengendes Öffnen und Schließen.
In einer vollständig barrierefreien Wohnung sollte es zudem auch möglich sein, im Rollstuhl oder sitzend zu Kochen, da vielen älteren Menschen ein langes Stehen unmöglich ist.

Der Hauseingang – keine unüberwindbare Höhe mehr

Im besten Fall ist Ihr Eingang zum Haus ebenerdig. Trifft dies nicht zu, so empfiehlt sich in aller Regel ein Geländer für die Treppenstufen anzubringen. Dieser Handlauf muss in einer Höhe von 85- 90cm angebracht werden und noch mindestens 30cm am Treppenpodest waagerecht weiterlaufen. Benötigen Sie später eine Rampe, so darf deren Neigung höchstens 6% betragen.

20 außergewöhnliche Hotels zum Träumen

Urlaub, das ist die schönste Zeit des Jahres und die Vorfreude hält sich kaum in Grenzen. Mittlerweile laufen die Telefonleitungen von Reisebüros heiß und ein jeder tippt sich die Finger wund auf der Suche nach einem neuen Urlaubsort im Internet. Lassen Sie sich von unseren Top 20, der außergöhnlichsten Hotels der Welt inspirieren. Vielleicht ist ja eines für Sie dabei.
Gönnen Sie sich doch also mal etwas ganz Besonderes, ein Erlebnis, dass Sie garantiert nicht vergessen werden und machen Sie Urlaub abseits der Bettenburgen und Ferienhaussiedlungen, abseits der Norm und des Alltags. Übernachten Sie doch einfach mal in einem Weinfass. Oder im Cockpit einer Boeing 747. Oder wollten sie schon immer mal ein Gefängnis von innen sehen, Indoor-Camping mitten in der Großstadt machen oder in einem wasserspeienden Vulkankegel im südamerikanischen Regenwald logieren? Oder noch verrückter, Urlaub in einem Darm machen, im Iglu wohnen oder in einer Steinhöhle leben wie Fred Feuerstein?
Wir stellen Ihnen die 20 außergewöhnlichsten Hotels der Welt vor – zum Träumen, zum Urlaub machen und zum nie wieder vergessen, wenn Sie einmal da waren.

Geschichte zum Anfassen gibt es im Ostel Hostel in Berlin Friedrichshain. In dem DDR-Design Hotel in einem original Plattenbau machen Sie eine Zeitreise in die DDR der 1970er und 1980er Jahre. Jeder Raum ist in einem anderen, original DDR Design gestaltet, DDR Möbel wie die Schrankwand „Karat“und Accessoires aus vergangenenen Jahrzehnten sorgen für ein authentisches Ambiente und einen unvergesslichen Aufenthalt  in der Vergangenheit. Zentral am Ostbahnhof gelegen, wurde das Ostel Hostel im Jahr 2010 vom Max City-Guide zu einem der besten Hostels in Berlin gewählt und bietet Einzel- und Doppelzimmer sowie eine Ferienwohnung…alles Original DDR, versteht sich!

19. Cas Anus

In einem Darm übernachten? Das klingt auf den Blick nicht sehr verheißungsvoll. In der Skulptur „Cas Anus“ des holländischen Künstlers Joep Van Lieshout kann man genau das tun. Das einem Dam nachempfundene Kunstwerk steht in der Nähe von Antwerpen auf einer kleinen Insel und bietet Platz für zwei Erwachsene. Sie finden hier ein Doppelbett, eine Heizung, eine Dusche und…Ruhe! Wer also schon immer einen ungewöhnlichen Platz abseits der Zivilisation gesucht hat, der ist hier genau richtig.

18. Malmaison Oxford

Genau das Richtige für Gruselfans ist das Malmaison in Oxford. Das ehemalige Gefängnis in einer mittelalterlichen Burg liegt mitten in einem von Oxfords ältesten und trendigsten Stadtviertel. 95 Einzel- und Doppelzimmer bieten einen Luxus, der in diesen Mauern nicht immer zu finden war. Die ehemals eher spartanisch eingerichteten Zellen haben sich in Luxusräume mit bequemen Betten, stimmungsvollem Licht, super schnellem WiFi Internet, digitalem TV Empfang und Bad mit Dusche und WC verwandelt. Eine gemütliche Brasserie und die stylische, neon-beleuchtete MalBar laden zu exzellentem Essen und Trinken ein. Und wer weiß, vielleicht treffen Sie ja sogar einen Geist?

17. Hotel Arctic

Sie mögen es gern etwas kälter? Dann sind Sie im Hotel Arctic in Grönland genau richtig! Kalt ist es natürlich nur draußen, denn die behaglichen Aluminium Iglus, die den klassischen Eskimo Iglus nachempfunden sind und Platz für zwei Personen bieten, sind natürlich beheizbar. Hier können Sie von Mai bis Oktober direkt am Rand des Fjords die spektakuläre arktische Landschaft bewundern und den Eisbergen zuschauen, wie sie langsam in der Diskobucht vorbei treiben. Die Iglus sind mit Telefon, TV und einer kleinen Teeküche sowie mit einer Dusche ausgestattet. Dieses besondere Erlebnis kann nur noch von einem Aufenthalt in einem richtigen Iglu getoppt werden.

16. Das andere Haus VIII

Schon zu DDR Zeiten wurde „Das andere Haus VIII“ ironisch „das Seehotel“ genannt. 1879 als „Arresthaus für männliche Corrigenden“ erbaut, diente das inzwischen unter Denkmalschutz stehende Gebäude in Berlin Rummelsburg zu DDR Zeiten als Krankenstation für das Gefängnis Rummelsburg. Damals galt eine Übernachtung in dem Gebäude wahrscheinlich als eher weniger wünschenswert, doch das hat sich grundlegend geändert. Die fünf ehemaligen Zellen wurden aufwändig restauriert und bieten Platz für ein oder zwei Erwachsene, in einer Doppelzelle gibt es ein zusätzliches Kinderbett. Drei der Zellen haben Blick auf das Wasser und alle Zellen verfügen über ein eigenes hochwertiges Bad mit Dusche und WC. Und das Beste an der Sache? Sie bekommen einen Schlüssel und können kommen und gehen wie Sie wollen und das in einem Gefängnis.

15. Eishotel Schweden

Wem der Iglu noch nicht kalt genug war, der sollte ins Eishotel im schwedischen Jukkasjärvi einchecken. Bei Temperaturen um -5° Celsius übernachten Sie hier in aus Eis gehauenen Räumen und auch die Einrichtung besteht hier aus Eis. Von simplen, eckigen Zimmern mit einem einfachen Bett über komfortable Räume mit einer kompletten Raumausstattung aus Eis bis hin zu den von Hand gestalteten Kunst-Suiten, die von handverlesenen Künstlern aus aller Welt gestaltet werden, finden Sie hier eine große Auswahl beeindruckender Übernachtungsmöglichkeiten. Besondere Highlights sind der Nordlicht Raum, in dem Lichteffekte, die der Aurora Borealis nachempfunden sind, an der Decke tanzen und die Deluxe Suite mit ihren atemberaubenden Eisskulpturen und Eisschnitzereien.

14. Jumbostay

Ebenfalls in Schweden befindet sich das Jumbostay, ein Hotel in einer ausgedienten Boeing 747. Es befindet sich am Eingang des Stockholmer Flughafen Arlanda, wo es mit seinen Glsvorbauten eine markante Landmarke bildet. Das im Stil eines Budget-Hostels gehaltene Jumbostay mit 27 individuell gestalteten Zimmern ist es sicherlich eins der ungewöhnlichsten Hotels der Welt. Die Zimmer bieten Platz für ein bis drei Personen und es gibt ein Vier-Bett Zimmer. Einige Zimmer haben ein eigenes kleines Bad mit Dusche und WC, für die anderen Räume gibt es gemeinschaftlich genutzte Sanitäranlagen. Die Luxus Suite des Jumbostay befindet sich im Cockpit der Maschine mit Panoramblick über den Flughafen. Für einen Flugzeug-Enthusiasten kann es wohl kaum ein aufregenderes Hotelzimmer geben.

13.Treehotel

Es scheint, als hätten die Schweden eine besondere Vorliebe für außergewöhnliche Hotels, denn auch das Treehotel befindet sich in Schweden, in einem kleinen Dorf im Nordosten des Landes etwa 100 Kilometer vom Flughafen Lulea entfernt. Wer als Kind gerne in Bumhäusern gespielt hat, den Wald und die Natur liebt, der ist im Treehotel genau richtig. Sieben verschiedene Treerooms warten im Treehotel auf die Besucher. Einer von ihnen ist das Birds Nest. Von außen gleicht er einem gigantischen Vogelnest, das sich trotz seiner Größe optimal in die Umgebung einfügt. Der Innenraum mit der runden Grundfläche bietet mit einem Doppelbett und zwei Etagenbetten Platz für zwei Erwachsene und zwei Kinder. Außerdem gibt es einen Wohnbereich und ein kleines Bad. Hier findet Urlaub ganz im Einklang mit der Natur statt.

12. Hüttenpalast

Camping mitten in Berlin, in Neukölln, Sommers wie Winters? Das geht! In dem wohl ungewöhnlichsten Hotel Berlins wird Indoor-Camping vom Feinsten angeboten. Hier können Sie in verschiedenen alten Kult-Campingwagen mit Namen wie Herzensbrecher, Schwalbennest oder Friedel, die ebenso kunstvoll wie liebevoll restauriert und zu Hotelzimmern umfunktioniert wurden, oder in einer ökologisch gestalteten Holzhütte eine oder mehrere Nächte verbringen. Der Clou dabei: die Wohnwagen und die Hütten stehen in zwei großen, alten Fabrikhallen, die gleichzeitig als Aufenthaltsraum für das Hotel dienen. In den Hallen gibt es kostenloses Wlan und wie auf jedem guten Campingplatz gibt es einen -geschlechtergetrennten- Sanitärbereich mit Toiletten und Duschen.

11. Gothic Temple

Aber auch England hat in Punkto außergewöhnliche Hotels einiges zu bieten. Der „Gothic Temple“ in Stowe, Buckinghamshire, erbaut im Jahr 1741, liegt inmitten eines der bekanntesten Landschaftgärten der Welt. Die Stowe Landscape Gardens wurden im 18. Jahrhundert gestaltet, der „Gothic Temple“ ist nur eins von 40 Gebäuden und Monumenten, die sich in der rund 26 Hektar großen Gartenanlage befinden. Mit seinen runden Grundrissen und der eindrucksvollen Wendeltreppe bietet der „Gothic Temple“ auf 2 Etagen Platz für vier Personen. Es gibt 2 Schlafräume mit je einem Doppelbett, ein Wohnzimmer, ein Bad und eine Küche. Inmitten dieser historischen Landschaft in absoluter Alleinlage das Spiel des sich verändernden Tageslichts auf den Monumenten zu beobachten, ist ein unvergleichliches Erlebnis der besonderen Art.

10. Martello Tower

Auf den Klippen über der Bucht von Dublin etwa eine Stunde von der irischen Metropole entfernt, liegt der Martello Tower Sutton, ein Wachturm aus dem Jahr 1804. Hier findet man Luxus, Ruhe und herrliche Natur. Der mächtige Turm mit seinen zwei bis vier Meter dicken, massiven Steinwänden bietet auf 2 Etagen Platz für vier Personen. In der oberen Etage befindet sich der Wohnbereich, in dem die naturbelassenen Steinwände eine unvergleichliche Atmosphäre erzeugen. Die Dachterasse bietet ein spektakulären Blick auf das Meer und auf das nahe gelegene Dublin. Über eine enge Steinreppe gelangt man hinunter in die erste Etage mit der Küche, dem Bad und den beiden Schlafräumen. Einen Aufenthalt in diesem einzigartigen Objekt wird man sicherlich nie vergessen.

9. Old Station Hotel

Nach denFlugzeugenthusiasten kommen nun auch die Liebhaber alter Eisenbahnen auf ihre Kosten. In der ehemaligen Petwort Railway Station, erbaut im Jahre 1892, kann man entweder im alten Bahnhofgebäude oder in einem der vier liebevoll restaurierten Pullmann Wagen übernachten. Pullmann, das weiß jeder Eisenbahnliebhaber, steht für Luxus pur. Und Luxus gibt es in den Wagons zur Genüge. Großzügige Schlafzimmer mit angrenzendem Vollbad sorgen für alle Annehmlichkeiten, die geschmackvolle und originalgetreue  Einrichtung der Wagons entführt Sie in die Vergangenheit in die Zeit des britischen Kolonialismus. Ein absolutes Muss für Eisenbahnfans und Liebhaber ausgefallener Hotels.

8. Le Cheval de Troie

In Belgien befindet sich ein sehr ungewöhnliches Hotel in Form einer trojanischen…Kuh. Der Sage von trojanischen Pferd nachempfunden, konstruierte der Hotelbesitzer und Architekt Noel eine hölzerne Kuh, in der die Hotelgäste übernachten können. Kunstvolles, liebevoll in Szene gesetztes Holzinterieur macht dieses Hotelzimmer zu einem wahren Erlebnis. Die trojanische Kuh ist übrigens Teil eines kompletten Themenhotels in der Nähe des verträumten Städtchens Durbuy, dessen Motto lautet: „Alles was du dir vorstellen kannst, ist real.“. Neben dem Trojanischen Pferd gibt es hier noch ein Weltraumzimmer, ein Trollzimmer und eine Mondlandschaft. Auch eine echte Meerjungfrau gibt es, sie wohnt im Yachtzimmer in einem Pool und leistet Ihnen gerne Gesellschaft.

 

7. Torre Prendiparte

Wollten Sie schon immer mal leben wie Rapunzel? In diesem mittelalterlichen Turm in Italien ist das möglich…Einst gab es etwa 100 dieser Türme im Zentrum der italienischen Universitätsstadt Bologna, heute stehen nur noch wenige von ihnen. Und in einem davon finden Sie einen exklusiven Zufluchtsort, an dem Sie  wie in einem Bed & Breakfast Hotel verweilen können, an dem aber auch Cocktail Partys, Gala Diners, Lesungen oder kleine Harfen-Konzerte organisiert werden können. Dieser Ort ist perfekt für Hochzeiten, Verlobungsfeiern, Jahrestage und andere romantische Gelegenheiten geeignet. Die ersten drei Stockwerke des Turms bilden die Suite, geschmackvoll eingerichtet im Stil des 19. Jahrhunderts, in der bis zu vier Personen Platz finden.

6. Kasbah Du Toubkal

Einen unvergesslichen Aufenthalt bietet das malerische Kloster mitten im marokkanischen Gebirge, dass mit seiner spektakulären Ausicht besticht. Die Architektur des alten Klosters und die üppigen Gärten mit den großen Terrassen garantieren eine ganz besondere Atmosphäre. Das Hotel Kasbah du Toubkal ist nur etwa 60 Kilometer von Marrakesh entfernt und gehört zu den besten Hotels des marrokanischen Hohen Atlas Gebirges. Genau unterhalb des Jbel Toubkal, mit 4167 Metern der höchste Berg Nord-Afrikas, steht es inmitten des Toubkal National Parks. Es befindet sich auf einem Hügel etwa 100 Meter über der Rezeption in Imlil. Das Kloster ist nur durch einen etwa 15 minütigen Fußmarsch zu erreichen, das Gepäck wird dabei von Mulis getragen.

5. Kagga Kamma

Im Kagga Kamma Nature Reserve in Südafrika, nicht allzu weit von Pretoria entfernt, können Sie wie Fred Feuerstein in Steinhöhlen nächtigen, allerdings wesentlich komfortabler als in der Steinzeit. Zehn Höhlen stehen hier zur Verfügung, die direkt in den Sandstein der Felsformationen gehauen wurden. Die Höhlen sind mit großen Fenstern ausgestattet und passen sich perfekt an ihre Umgebung an. Jede Höhle hat eine eigene Terrasse und ist mit einem bequemen Doppelbett und einem kleinen Bad eingerichtet.  In den Wintermonaten können die Steinhöhlen beheizt werden. Frühstück und Mittagessen werden im Restaurant der Lodge angeboten und abends kann mn auf der eigenen Terrasse unter einem spektakulären Sternenhimmel dinieren. Hier werden Sie garantiert unvergessliche Nächte verbringen.

4. Dog Bark Park Inn

Sind Sie schon auf den Hund gekommen? In diesem Bed & Breakfast Hotel im Westen der USA lässt sich das nicht vermeiden, denn im Dog Bark Park Inn haben die Hotelräume die Form gigantischer Hunde. Der Eigentümer ist ein Kettensägen-Künstler, der gemeinsam mit seiner Frau geschnitzte und gesägte Hundeskulpturen herstellt und verkauft und auch die Hotelräume selbst entworfen und gebaut hat. Im Inneren eines Hundes finden 4 Personen Platz, es gibt ein Vollbad, eine kleine Küchenecke mit Mikrowelle und Kaffeemaschine, kein Telefon oder TV, aber dafür eine Menge Bücher, Spiele und und Puzzles. Das perfekte Hotel für Hundeliebhaber, denn seine wohlerzogenen Vierbeiner darf man selbstverständlich auch mitbringen. Das ist ein wahrlich hundefreundliches Hotel.

3. EcoCamp Patagonien

So geht Öko-Tourismus: in ökologisch errichteten Kuppelbauten, die zwischen 10 und knapp 40 Quadratmeter groß sind, können Sie bequeme Nächte verbringen, während Sie tagsüber Land und Leute kennenlernen. Im Ecoccamp werden ausschließlich lokale Produkte verarbeitet und die Belegschaft besteht aus Einheimischen aus der Region. Nachhaltigkeit, soziales Engagement und die Bewahrung der patagonischen Kultur werden hier ganz groß geschrieben. Die 10 Quadatmeter großen Standard Domes bieten Platz für zwei Personen, Alleinreisende teilen sich aus Nachhaltigkeitsgründen den Dome mit einer gleichgeschlechtlichen Person. Die fast viermal so großen Suite Dome Lofts haben 2 Stockwerke, bieten Platz für vier Personen und sind ideal für Freunde oder Familien. Umweltschonender, ökologischer Tourismus vom Feinsten, hier macht man mit gutem Gewissen Urlaub.

2. Reserva Biológica Huilo Huilo

Dieses märchenhafte Hotel befindet sich im Regenwald Südamerikas, genauer gesagt in Chile. Die Montana Magica Lodge liegt tief im Regenwald in einen Unesco Naturreservat. Das Gebäude ist einem Vulkan nachempfunden, statt Feuer fließen jedoch kleine Wasserfälle die Seiten hinunter und versorgen das üppige Grün, dass sich auf dem gesamten Gebäude festgesetzt hat, mit der notwendigen Nahrung. 13 Zimmer gibt es in diesem magisch anmutenden Hotel, das von innen den Anschein eines lebendigen Regenwaldes macht. Großzügige Fensterfronten, die den Blick auf den Regenwald freigeben und viel Holz im Interieur erzeugen eine unvergleichliche Atmosphäre. Um das Hotel zu betreten sollten Sie übrigens schwindelfrei sein, der einzige Weg führt über eine freischwingende Hängebrücke.

1. Weinfass

Für manche, sicherlich auch für Gerard Depardieux, geht hier ein Traum in Erfüllung: Schlafen in einem Weinfass. Dieses einzigartige und unvergessliche Erlebnis wartet im Schwarzwald auf Sie. Eine „Weinfass-Wohneinheit“ besteht jeweils aus einem Schlaffass und einem Wohn- und WCfass. Insgesamt acht dieser Übernachtungsgelegenheiten gibt es auf von einander abgegrenzten Flächen auf dem Bauernhof bei Sasbachwalden. 8000 Liter oder zwei Personen fassen die großen Fässer, die liebvoll zu Wohn- und Schlafräumen ausgebaut wurden. Durch die großen Fenster erleben Sie Natur pur und atemberaubende Sonnenuntergänge, am besten genießen Sie die schönen Stunden bei einem guten Glas Wein.

So verkaufen Sie Ihr Haus in drei Monaten

Der Verkauf einer Wohnimmobilie sollte nicht mehr als drei Monate dauern, wenn man einen angemessenen Preis erzielen möchte. Als Faustregel kann man sagen, je schneller eine Immobile verkauft wird, umso besser ist der Kaufpreis, den man erzielen kann. Denn auch die potentiellen Käufer beobachten den Immobilienmarkt genau und oft über einen recht langen Zeitraum hinweg, bis sie ihre Traumimmobilie gefunden haben und ein vermeintlicher Ladenhüter, der seit Monaten angeboten wird, macht keinen guten Eindruck. Dabei kann mit dem Haus sogar alles in Ordnung sein jedoch ist es oft einfach nur nicht richtig am Markt platziert und verkauft sich deshalb nicht. Häuser werden im Schnitt innerhalb von 5 Monaten in Deutschland verkauft. Mit diesen fünf einfachen Tipps, wissen Sie wie Sie Ihr Haus in nur drei Monaten zum optimalen Preis verkaufen können.

Tipp Nr.1: Die Marktanalyse

Unser erster Tipp ist zugleich auch einer der wichtigsten: Finden Sie den passenden Preis für Ihr Haus. Verkaufen Sie zu günstig, verkaufen Sie vielleicht zu schnell, verlieren aber dabei Geld. Vielleicht verkaufen Sie aber auch gar nicht, weil der niedrige Preis dem Interessenten suggeriert, dass mit dem Haus etwas nicht stimmt und er deswegen lieber ganz die Finger davon lässt. Setzen Sie den Preis dagegen zu hoch an, verschrecken Sie viele potentielle Käufer. Auch wenn das Haus für Sie persönlich einen höheren ideellen Wert hat, muss der perfekte Verkaufspreis ganz sachlich und nüchtern an die Marktlage angepasst sein. Und die kennen auch die potentiellen Käufer ganz genau, denn meist sind sie schon seit einer Weile auf der Suche nach der richtigen Immobilie und kennen die Preise für vergleichbare Objekte in der Region. Um den optimalen Verkaufspreis für Ihr Haus herauszufinden, müssen Sie dessen Marktwert bestimmen.
Der Marktwert oder auch Verkehrswert ist der Preis, der für eine Immobilie unter Berücksichtigung aller Faktoren am Tag der Bestimmung des Marktwertes sicher erzielt werden könnte. Dazu wird die angebotene Immobilie im Rahmen einer Objektbesichtigung hinsichtlich der Größe, des Baujahrs und des Zustands mit anderen Immobilien verglichen, aber auch die Lage spielt eine große Rolle. Mit Hilfe dieser Daten ermittelt man einen realistischen, marktüblichen Verkaufspreis, mit dem man sein Haus optimal am Markt platzieren kann. Dazu suchen Sie am besten einen passenden Gutachter, welcher Ihre Immobilie für Sie genau bewertet und Ihnen dabei hilft den genauen Marktpreis zu ermitteln. Der Verkaufspreis sollte sich an diesem Marktwert orientieren und sich innerhalb einer Verkaufspreisspanne von +/- 15% befinden.

Tipp Nr.2: Lassen Sie sich von einem Experten helfen

Nachdem Sie einen Gutachter gefunden haben, welcher Ihnen Ihre Immobilie unabhängig genau bewerten hat ist es an der Zeit, dass Sie sich einen Immobilienmakler suchen. Am besten lassen Sie sich einen Makler empfehlen, mit dem Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte schon gute Erfahrungen gemacht haben.
Der Makler ist ein perfekter Vermittler zwischen dem Verkäufer und dem Kaufinteressenten und im Idealfall hat er bereits Kunden, die genau so ein Objekt suchen. Falls nicht, hat der Makler viele Kontakte und wird seine Marketing-Instrumente dazu einsetzen, Ihr Haus so vorteilhaft wie möglich und so vielen Interessenten wie möglich zu präsentieren. Auch kann er die Interessenten umfassend beraten und das Potential der Immobilie positiv herausstellen. Viele Interessenten fühlen sich bei der Hausbesichtigung übrigens wohler, wenn der Eigentümer nicht dabei ist. So fällt es ihnen leichter, sich umzusehen und sich dem Makler gegenüber offen zu äußern. Lassen Sie den Makler also seine Arbeit tun, halten Sie sich für eventuelle Fragen bereit, aber verlassen Sie während der Besichtigung ruhig das Haus.

Tipp Nr.3: Halten Sie alle wichtigen Dokumente bereit

Kommt es zum Besichtigungstermin, halten Sie auf jeden Fall alle wichtigen Dokumente und Informationen für den Interessenten bereit. Natürlich will der potentielle Käufer so viel wie möglich über die Immobilie wissen und Ausflüchte wie „Das weiß ich gerade nicht“ oder „Das habe ich gerade nicht dabei“ machen einen schlechten Eindruck und können im schlimmsten Fall sogar dafür ausschlaggebend sein, dass der Interessent sich für ein anderes Objekt entscheidet. Wichtige Unterlagen, die man auf jeden Fall bereit halten sollte sind:

• der Grundbuchauszug und evtl. vorhandene Lasten
• die Flurkarte (Katasterkarte)
• grundrisszeichnungen der einzelnen Etagen
• die Wohnflächenberechnung
• der Energieausweis (Pflicht)
• nachweise über Reparaturen, Nebenkosten etc.

Tipp Nr.4: Sorgen Sie dafür, dass der Interessent sich wohlfühlt

Der Interessent, der sich Ihr Haus anschaut, möchte in den meisten Fällen später darin wohnen. Sorgen Sie daher von Anfang an dafür, dass er sich wohlfühlt. Räumen Sie Haus, Keller und Dachboden auf, mähen Sie den Rasen und befreien Sie das Grundstück von altem Gerümpel. Auch kleinere Renovierungsarbeiten und Reparaturen sollten vor dem ersten Besichtigungstermin durchgeführt werden. Kümmern Sie sich also um tropfende Wasserhähne, defekte Boden- oder Wandfliesen und schmuddelige Wände. Gedanken wie „Es ist ja bald nicht mehr mein Haus, also bin ich dafür nicht mehr zuständig, das kann der Käufer später machen“ führen nur dazu, dass das Haus noch sehr lange Ihr Haus bleiben wird oder Sie bares Geld beim Verkauf verlieren.

Tipp Nr.5: Versuchen Sie, das Haus möglichst neutral zu präsentieren

Je neutraler das Haus präsentiert wird, desto weniger hat der Interessent das Gefühl, in die Privatsphäre eines Fremden einzudringen und umso besser kann er sich seine eigenen Möbel und persönlichen Gegenstände in den Räumen vorstellen. Bewohnen Sie das Haus noch selbst, sorgen Sie für eine angenehme Wohnatmosphäre und versuchen Sie, die Räume möglichst neutral und groß, aber dennoch wohnlich wirken zu lassen. Ordnung und Sauberkeit sind hierbei selbstverständlich, räumen Sie nach Möglichkeit auch
persönliche Gegenstände wie Familienfotos weg und stellen sie vielleicht ein paar Möbel um, um die Räume größer wirken zu lassen. Schließlich geht es hier um die Präsentation des Hauses und nicht ihres persönlichen Einrichtungsstils. Steht das Haus bereits leer, putzen Sie es gründlich, dekorieren Sie es mit ein paar neutralen, ansprechenden Möbelstücken und Accessoires. Dieses auch unter dem Begriff „Homestaging“ bekannte Verfahren zur Aufwertung von Immobilien können Sie selbst vornehmen oder auch von einem Profi erledigen lassen.
Wenn Sie sich an diese einfachen Tipps halten, werden Sie Ihr Haus sicherlich innerhalb von drei Monaten verkaufen und einen angemessenen Preis dafür erzielen.

Weihnachten in aller Welt

Weihnachten naht mit großen Schritten, der Adventskranz ist längst aufgestellt, die Kartons mit dem Weihnachtsschmuck werden aus dem Keller oder vom Boden geholt und in den Fenstern und Vorgärten erstrahlen die Lichter. So manch einer hat schon die Tanne gekauft und die Weihnachtsgans geordert und die Kinder schreiben ihre Wunschzettel, je nach Region und Konfession an den Weihnachtsmann oder das Christkind. Doch wie sieht das Fest der Liebe in anderen Ländern der Welt aus? Wie wird dort geschmückt und gefeiert? Wir geben einen kleinen Einblick in fremde Weihnachtstraditionen.

In vielen Ländern, in denen Weihnachten gefeiert wird, werden die Straßen und Häuser mit Weihnachtsbeleuchtung dekoriert. Was hier in Deutschland meist weiß und etwas dezenter daherkommt, ist gerade in den USA oft bunt, blinkend und teilweise sogar mit zu Musik choreographierten Lichtshows zu bewundern. Auch hierzulande ist dieser Trend zu bunten Lichtern in den letzten Jahren zu beobachten und es gibt sogar ein paar „Weihnachtshäuser“, die ganz nach amerikanischem Vorbild eine mit Musik untermalte Lichtshow bieten.

Im Inneren der Häuser dominiert in vielen Wohnzimmern zu Weihnachten der Weihnachtsbaum. Der Weihnachtsbaum geht auf eine deutsche Tradition aus dem 15. Jahrhundert zurück und fand von hier aus seine Verbreitung in viele Länder der Welt. In vielen europäischen Ländern sowie in Nordamerika ist er fester Bestandteil der Weihnachtsdekoration sowohl im heimischen Wohnzimmer als auch auf öffentlichen Plätzen in den Städten. In Großbritannien wird er noch ergänzt durch geschmückte Zweige an den Wänden und einem Mistelzweig, der über der Tür aufgehängt wird. Begegnen sich nun zwei Menschen unter diesem Mistelzweig, so dürfen sie sich küssen.

Doch nicht überall auf der Welt wachsen Tannen und in Australien und den anderen Ländern der südlichen Hemisphäre findet Weihnachten im Hochsommer statt, daher gibt es rund um den Globus viele Bäume zu bestaunen, die kaum noch etwas mit der festlich geschmückten Tanne, so wie wir sie kennen, gemein haben. In Indien und Bangladesch übernehmen beispielsweise Bananenpalmen und Bananenblätter die Rolle von Tanne und Tannengrün und auch in afrikanischen Ländern wie Ghana und Liberia werden in Ermangelung von Tannen oft Palmen weihnachtlich geschmückt. Im Libanon gibt es einen für unsere Verhältnisse noch merkwürdiger anmutenden Brauch, der wohl die außergewöhnlichste Weihnachtsdekoration darstellt: Hier werden in der Vorweihnachtszeit auf Wattebäuschen Keimlinge aus Erbsen- oder Bohnensamen gezogen, die zu Weihnachten eine Größe von ca. 15 cm erreicht haben und zur Dekoration eingesetzt werden.

In vielen anderen Ländern wird einfach auf künstliche Weihnachtsbäume zurückgegriffen, wenn keine echten Tannen verfügbar sind. Kurios ist jedoch, dass auch dieser Brauch aus Deutschland stammt, wo eigentlich kein Mangel an Nadelbäumen herrscht, denn im 18. Jahrhundert wurde in Deutschland der erste künstliche Weihnachtsbaum aus grün gefärbten Gänsefedern hergestellt. Zwar sind die künstlichen Weihnachtsbäume heute eher aus Kunststoff, doch auch Exemplare aus Federn oder gar Metall sind durchaus gebräuchlich. In den USA und Kanada, in denen es eigentlich jede Menge Tannen gibt, sind die künstlichen Bäume beliebter als echte Tannen, in Afrika und Australien dienen sie eher als Ersatz für die dort nicht wachsenden Nadelgehölze.
Gerade in warmen Regionen werden die Bäume zudem gern mit Wattebäuschen geschmückt, was Schnee symbolisieren soll.

In China und Japan wird natürlich kein christliches Weihnachten gefeiert, dort ähnelt das Weihnachtsfest eher unserem Halloweenfest. Dennoch sind geschmückte Bäume, die dort Lichtbäume genannt werden, sehr beliebt. In vielen Ländern, wie zum Beispiel in Ägypten, wo ebenfalls künstliche Tannen geschmückt werden, feiert nur die christliche Minderheit Weihnachten, doch im überwiegend islamischen Senegal werden zu Ehren der christlichen Minderheit sogar in den Moscheen Weihnachtsbäume aufgestellt.

Schauen wir dagegen in den Norden Europas, so sind künstliche Bäume eher weniger beliebt. In Norwegen und anderen skandinavischen Ländern ist es sogar nicht ungewöhnlich, in den Wald zu gehen und seinen Weihnachtsbaum selbst zu schlagen.

Auch bei der Dekoration der Bäume gibt es natürlich ländertypische Eigenheiten. In Deutschland wird er traditionell in rot-gold oder etwas moderner elegant in blau-silber oder weiß geschmückt, mit vielen Kugeln und vorzugsweise mit echten Kerzen. Doch damit ist Deutschland auch so ziemlich das einzige Land, das eisern an der traditionellen Verwendung echter Kerzen festhält. In fast allen anderen Ländern werden stattdessen elektrische Lichterketten in weiß oder bunt verwendet. Zwar finden die elektrischen Lichterketten hier in Deutschland auch immer häufiger Verwendung, aber an den traditionellen Weihnachtsbaum gehören dennoch echte Kerzen, entweder in weiß oder rot oder gelbe Bienenwachskerzen. In Dänemark werden die Weihnachtsbäume in den Nationalfarben rot und weiß geschmückt und auch in den USA ist die Farbkombination, die der Nationalflagge entspricht, dort also rot, weiß und blau, sehr beliebt. In anderen Ländern, so zum Beispiel in den Balkanländern, dominieren selbstgebastelte Strohanhänger den Baumschmuck.

Auch was das Datum betrifft, an dem Weihnachten gefeiert wird und die Bescherung stattfindet, gibt es weltweit Unterschiede. Während hier der Weihnachtsmann relativ früh am Heiligen Abend die Geschenke bringt, kommt er in anderen Ländern erst spät in der Nacht und legt die Geschenke unter den Baum, die dann am nächsten Morgen, dem ersten Weihnachtstag, ausgepackt werden. Das ist beispielsweise in den USA, in Großbritannien und in Australien Brauch. In Russland gibt es die Geschenke, die dort von Väterchen Frost gebracht werden, sogar erst am 31. Dezember, wohingegen in den Niederlanden der Nikolaustag am 6. Dezember eine weit größere Rolle spielt als die eigentlichen Weihnachtstage, wie wir sie feiern.

In Frankreich werden die Geschenke vom Père Noel gebracht, während die Familie am Heiligen Abend in der Mitternachtsmesse ist. Die Kinder stellen dazu, wie hierzulande am Nikolaustag, extra ihre frisch geputzten Schuhe bereit. In den südeuropäischen Ländern wie Italien, Spanien oder Griechenland findet das Weihnachtsfest zu großen Teilen auf den Straßen statt und ist eher laut und fröhlich als still und besinnlich. In Griechenland ziehen die Kinder am 24. Dezember laut lärmend mit Glocken und Trommeln durch die Stadt und in Spanien treffen sich die Menschen nach der Mitternachtsmesse am Heiligen Abend zu einem großen Feuer auf dem Dorfplatz, wo getanzt und gesungen wird. Die Bescherung für die Kinder findet in Spanien erst am 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige statt, an diesem Tag kommt in Italien die Hexe La Befana zur Bescherung. Ganz wie der Weihnachtsmann kommt sie durch den Schornstein und lässt für die braven Kinder Süßigkeiten in den bereitgestellten Schuhen, die nicht so braven Kinder bekommen stattdessen Kohlestückchen .

So unterschiedlich die Bräuche und Traditionen zu Weihnachten auch sein mögen, wir wünschen ein frohes Fest und schöne Feiertage im Kreise der Familie oder umgeben von guten Freunden

Verrückt oder genial – so wollen Architekten die Wohnungsnot lindern

Die Überbevölkerung in den Städten führt zu einer immer größeren Wohnungsnot in den Ballungszentren, und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Die Menschen zieht es in die Städte, da auf dem Land die Arbeitsplätze fehlen, in China und Japan ebenso wie in den USA und in Europa.

Als Reaktion auf den knappen Wohnraum steigen die Mieten immer mehr und mehr an, so dass sie in den Großstädten kaum noch zu bezahlen sind. Auch in Deutschland sind die Mieten in den Großstädten stark angestiegen, in München bezahlt man bis zu 12 Euro pro Quadratmeter in einer 70qm Mietwohnung. Damit geht statistisch gesehen über ein Viertel des Einkommens für die Miete drauf, ganz zu schweigen von der Vielzahl an Menschen, die sich eine so hohe Miete gar nicht erst leisten können, denn besonders betroffen von der Wohnungsnot in den Städten sind Studenten, Rentner und einkommensschwache Familien. Längst schon schlagen daher die Mieterverbände Alarm und weisen auf die Wohnungsnot in deutschen Großstädten, Universitätsstädten und Ballungsräumen hin. Neben den Mieten steigen damit natürlich auch die Immobilienpreise an. Gerade die Preise für Eigentumswohnungen und Eigenheime in den Großstädten und Ballungsgebieten steigen seit Jahren kontinuierlich an. Zahlte man in Deutschland im Jahr 2011 noch durchschnittlich 1.520,60 € pro Quadratmeter für eine 60qm große Eigentumswohnung, so ist der Preis im Jahr 2014 auf 2.261,42 € pro Quadratmeter angestiegen. In München, dem derzeit teuersten Pflaster Deutschlands, zahlt man je nach Lage sogar bis zu 6.162,36 € pro Quadratmeter, wohingegen Berlin mit 2.495,35 € pro Quadratmeter nur etwas über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt.

Aber was kann man tun gegen diese Preisspirale, die sich immer weiter nach oben dreht?

Je geringer das Angebot, desto höher die Nachfrage, je höher die Nachfrage, desto höher der Preis. Neuer Wohnraum muss also geschaffen werden, um die Preise wieder zu senken. Einige Designer, Architekten und Wissenschaftler haben futuristische, teils waghalsige Projekte entwickelt, mit denen die steigende Wohnungsnot und damit die steigenden Immobilienpreise durch den Bau von Wohnraum bekämpft werden sollen. Für den Bau von Wohnraum braucht man in erster Linie Platz. Platz, der nahe den Ballungsgebieten und Großstädten, also dort wo die Menschen hin strömen, um Arbeit zu finden, bald nicht mehr vorhanden sein wird beziehungsweise in manchen Ländern schon jetzt nicht mehr vorhanden ist. Im extrem dicht besiedelten Japan, wo alle Großstädte förmlich aus den Nähten platzen, haben Wissenschaftler eine Art modernes Atlantis entworfen. In einer riesigen Kugel, die auf dem Wasser schwimmt und mit einer spiralförmigen Befestigung am Meeresboden am Abdriften gehindert wird, sollen bis zu 5.000 Menschen leben können. Neben Wohnraum soll es Hotels, Büros, Freizeiteinrichtungen und sogar Grünflächen geben. Temperaturdifferenzen des Meerwassers sollen zur Energiegewinnung genutzt werden und rund um die Kugel, die bei stürmischer See einfach verschlossen und untergetaucht werden soll, könnten Fischfarmen entstehen. Meerwasserentsalzungsanlagen sollen für Trinkwasser sorgen und die schwimmende Stadt damit unabhängiger vom Festland machen.

Auch China, das bevölkerungsreichste Land der Erde, plant ein Leben auf und unter dem Wasser. Ein Londoner Architekturbüro hat Pläne für eine „Floating City“, eine schwimmende Stadt entwickelt und steht eigenen Angaben zufolge in Verhandlung mit einer großen chinesischen Investment Gruppe, um eine mögliche Verwirklichung der Pläne zu prüfen. Die Floating City, konzipiert als eine 10 Quadratkilometer große Anordnung von schwimmenden, sechseckigen Strukturen, die untereinander mit einem Netzwerk aus Unterwassertunneln verbunden sind, soll möglicherweise zunächst in kleineren Dimensionen gebaut werden. Das umweltfreundliche Projekt ist als autarkes System mit einer eigenen Nahrungsproduktion, Energiegewinnung und Abfallbeseitigung geplant. Die Mobilität innerhalb der schwimmenden Stadt soll durch Elektro-Autos oder andere Fahrzeuge ohne Kohlenstoffemissionen gewährleistet werden. Ober- sowie unterhalb der Wasseroberfläche ist eine komplette Infrastruktur mit allen Angeboten einer modernen Stadt geplant. Viele Grünflächen sollen für saubere Luft und Erholung sorgen.

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Aber auch über eine Expansion nach oben denkt man im bevölkerungsreichen China nach. Das Projekt Cloud Citizen, in seiner Funktionsweise angelehnt an Stadtzentren wie London’s Canary Wharf oder Midtown Manhattan in New York, soll im Gegensatz zu diesen nur aus einem einzigen Gebäude bestehen, dessen vernetzte Strukturen bis zu 680 Meter in den Himmel ragen. Dadurch würden alle Wolkenkratzer der Welt, mit Ausnahme des 828 Meter hohen Burj Khalifa in Dubai, in den Schatten gestellt. Entstehen könnte diese Wolkenkratzer-Stadt in der Shenzhen Bay in China. Ein Team aus Architekten und Wissenschaftler aus Hongkong, China und Schweden hat die Pläne für das ehrgeizige Projekt entwickelt, das für einen Wettbewerb zur kreativen Gestaltung von Innenstädten entworfen wurde und dort den ersten Preis gewann.

Natürlich sind all diese Entwürfe, zumindest vorerst noch, Zukunftsmusik. Moderne Städteplanung hat jedoch einen großen Anteil daran, wie das Wohnen der Zukunft aussehen wird. Ein Ansatz, der bereits heute verfolgt wird, ist zum Beispiel der Gedanke der Smart City, der seit den 2000er Jahren als Sammelbegriff gilt für alles, was Städte umweltverträglicher, sozial inklusiver, technologisch fortgeschrittener und insgesamt effizienter macht. Dabei wird insbesondere auf die Nachhaltigkeit wert gelegt, also auf eine Städteplanung und –entwicklung, die die heutigen Bedürfnisse befriedigt, ohne die Bedürfnisse und Interessen kommender Generationen zu beeinträchtigen. Im Vordergrund stehen daher Themen wie die Nutzung erneuerbarer Ressourcen, regionale Kreislaufwirtschaft und eine minimale Transportintensität. Auch alternative Ideen und Ansätze zur Nahrungsmittelgewinnung, beispielsweise durch urbane Dach- oder Fassadengärten, spielen bei der lokalen Produktion und den möglichst kurzen Transportwegen von Gütern eine große Rolle. Aber es geht auch um den Menschen bei dem Konzept der Smart City. Es soll für die Bedürfnisse aller Bewohner mitgedacht werden und keine Bevölkerungsgruppe soll dabei ausgeschlossen bleiben. Die Zukunft wird zeigen, ob und welche dieser Projekte sich werden durchsetzen lassen. Vieles, was heute noch verrückt und unmöglich klingt, mag in der Zukunft durchaus Realität und Normalität werden, andere Pläne werden über das Reißbrett nie hinauskommen.

Fakt ist jedoch, dass die Antwort auf die Frage, wie das Problem der Wohnungsnot jetzt gelöst werden kann, recht simpel ist: Durch den Bau von erschwinglichen Immobilien, die in einem guten Preis-Leistungsverhältnis stehen und die die Menschen sich leisten können. Dazu braucht es aber keine bombastischen futuristischen Bauten.

Mollig warm im Winter – so heizt man richtig

Jeder freut sich im Winter, wenn es draußen richtig kalt ist, über eine behaglich warme Wohnung, doch der Gedanke an die nächste Heizkostenabrechnung kann einem einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Die Frage, die sich stellt ist, wie kann man seine Heizkosten senken und trotzdem dafür sorgen, dass es im Haus mollig warm bleibt? Da gibt es ein paar einfache Tricks.

Heizen nach Bedarf

Die Räume sollten immer nach Bedarf geheizt werden. Wenn man beispielsweise tagsüber auf der Arbeit ist, muss nicht das ganze Haus auf kuschelige 22° geheizt sein. Allerdings sollten die Temperaturen nicht unter 15° fallen, da sonst mehr Energie verbraucht wird, um die Räume wieder aufzuheizen, als durch die Absenkung eingespart wurde. Das gilt ebenso für Räume, die nicht oder nur wenig genutzt werden. Allerdings muss man dann darauf achten, die Türen zwischen geheizten und weniger geheizten Räumen geschlossen zu halten.

Räume nicht überheizen

Im Wohnzimmer ist meist eine Temperatur von 20° ausreichend, für das Schlafzimmer reichen 17° bis 18°. Im Badezimmer dürfen es dagegen auch 22° sein. Wichtig: Kinderzimmer von kleinen Kindern sollte man nicht unter 16° abkühlen lassen. Die Raumtemperaturen sollte man mittels eines Thermostats einstellen oder mit einem Thermometer überprüfen, denn immerhin werden pro eingespartem Grad Raumtemperatur ungefähr 6 % Heizkosten eingespart. Deshalb im Winter auch lieber in der Wohnung den Pulli anlassen oder zur kuscheligen Wolldecke greifen, als sich im T-Shirt aufs Sofa zu setzen.

Nachtabsenkung der Heizung

Nachts sollten auf jeden Fall die Temperaturen gedrosselt werden. Durch eine Temperaturabsenkung auf 16-18° lassen sich ca. 20-30 % Heizenergie sparen. Die Nachtabsenkung kann man an den meisten Heizungsanlagen direkt einstellen. Wer tagsüber regelmäßig außer Haus ist, kann die Nachtabsenkung auch tagsüber nutzen.

Heizung regelmäßig warten und kontrollieren

Vor Beginn der Heizperiode empfiehlt es sich, die Heizungsanlage warten zu lassen. In regelmäßigen Abständen sollte kontrolliert werden, ob genug Wasser und keine Luft im Heizkreislauf ist. Auch die Heizkörper selbst müssen hin und wieder entlüftet werden. Spätestens wenn die Heizung beginnt zu gluckern, sollte entlüftet werden. Wenn es im Heizungsraum oder –keller immer schön warm ist, sollte man die Heizungsrohre isolieren, da sonst zu viel Wärme auf dem Weg zu den Heizkörpern verloren geht.

Wände hinter den Heizkörpern dämmen

Die Wände direkt hinter den Heizkörpern sollten mit einer Isolationsschicht gedämmt werden. Das vermindert den Wärmeverlust über die Außenwand. Das nötige Material, das aus Styropor mit einer Aluminiumbeschichtung besteht, ist im Baumarkt erhältlich und lässt sich leicht selbst anbringen. Diese zusätzliche Dämmung kann über 10 % Wärmebedarf einsparen.

Wärmestau vor den Heizkörpern verhindern

Die Heizkörper sollten nicht durch Möbel oder schwere Vorhänge oder Verkleidungen verdeckt werden. Dadurch entsteht ein Wärmestau und die aufgeheizte Luft kann nicht mehr frei im Raum zirkulieren. Heizungen daher immer frei lassen, nicht mit Möbeln zu stellen und Vorhänge gegebenenfalls kürzen.

Fenster und Türen abdichten

Kleine Ritze, große Wirkung: durch Ritzen und Spalten in Tür- und Fensterdichtungen kann ein großer Teil an Wärme entweichen. Spalten und Ritzen sollten daher mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen aus dem Baumarkt geschlossen werden.

Rollos und Vorhänge nachts schließen

Fenster sind keine Wände, sie sind weitaus wärmedurchlässiger und speichern keine Wärme. Nachts sollten Rollos, Jalousien und Vorhänge daher immer geschlossen sein, um das Fenster zusätzlich zu isolieren. Der Wärmeverlust durch das geschlossene Fenster kann so um bis zu 20 % reduziert werden.

Richtig lüften

Richtiges Lüften im Winter ist das A und O, wenn es darum geht Schimmel zu vermeiden und keine Heizenergie zu verschwenden. Auf keinen Fall sollten Fenster bei eingeschalteter Heizung auf Kipp stehen gelassen werden. So heizt man eher den Garten, als dass man die Wohnung lüftet. Stattdessen sollte mehrmals am Tag per Stoßlüften die alte verbrauchte Luft gegen neue frische Luft ausgetauscht werden. Dabei ist es wichtig, die Fenster ganz aufzumachen, damit möglichst große Mengen an Luft ausgetauscht werden können. Am effektivsten ist das Querlüften: hier öffnet man zwei gegenüberliegende Fenster gleichzeitig. Je größer der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur ist, umso schneller geht das Lüften. In den Wintermonaten sind daher 5 Minuten völlig ausreichend. Die Heizkörper sollten während dieser Zeit ausgeschaltet werden.

Warmwasserverbrauch

Auch die Warmwasserbereitung kann viel zu einer hohen Heizkostenabrechnung beitragen. Hier kann man sparen, indem man zunächst an der Heizung selbst die Temperatur für das warme Wasser auf 60° begrenzt. Auch sollte man möglichst eher duschen als baden und zum Händewaschen reicht beispielsweise fast immer auch kaltes Wasser. Beherzigt man all diese einfachen Tipps, wird man mit einem wesentlich geringeren Energieverbrauch durch den Winter kommen, was sich auch auf der nächsten Heizkostenabrechnung bemerkbar machen wird. Aber nicht nur dort, auch die Umwelt freut sich über bewussteres Heizen, denn durch weniger Energieverbrauch wird weniger schädliches CO2 ausgestoßen.

Zum Schluss ein Hinweis für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, eine neue Wohnimmobilie zu kaufen oder auch zu verkaufen: Vergessen Sie den Energieausweis nicht! Seit dem 1. Mai 2014 sind die Verkäufer von Wohnimmobilien dazu verpflichtet, dem Interessenten einen Energieausweis vorzulegen, aus dem die Energieeffizienzklasse und der Energieverbrauch des Hauses oder der Wohnung hervor geht. Diesen Energieausweis gibt es in zwei Variationen, als Verbrauchsausweis und als Bedarfsausweis. Der in der Ausstellung etwas günstigere Verbrauchsausweis gibt den Energieverbrauch der Immobilie an Hand der tatsächlich verbrauchten Energiemenge der letzten drei Jahre wieder. Aufgrund dieser Daten wird die Immobilie in eine Energieeffizienzklasse von A bis H eingeordnet. Der etwas teurere, aber auch aussagekräftigere Bedarfsausweis zeigt den zu erwartenden Energiebedarf der Immobilie an. Um diesen Wert zu bestimmen, werden die Heizung, die Fenster, die Dämmung und andere energetische Werte der Immobilie gemessen. Der so ermittelte

Energiebedarf ist objektiver als der im Verbrauchsausweis angegebene Energieverbrauch, da dieser von sehr subjektiven Werten wie zum Beispiel dem Heizverhalten der Bewohner abhängig ist. Auch wenn der Energieausweis nicht voraussagen kann, wie viel Geld man tatsächlich fürs Heizen ausgeben wird, so bekommt man doch einen wichtigen Einblick in die Energieeffizienz des Gebäudes und darüber, ob das Geld, das man in die Heizung steckt auch in der Wohnung bleibt oder zum Fenster herausgeblasen wird. Das gilt übrigens für Mieter ebenso wie für Käufer. Auf Immobilienbesitzer, die dem Interessenten keinen Energieausweis vorlegen können, können empfindliche Geldstrafen zukommen. Wenn man sich für eine Wohnung oder ein Haus interessiert, sollte man also auf jeden Fall darauf bestehen, einen Energieausweis vorgelegt zu bekommen.