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So verkaufen Sie Ihr Haus in drei Monaten

Der Verkauf einer Wohnimmobilie sollte nicht mehr als drei Monate dauern, wenn man einen angemessenen Preis erzielen möchte. Als Faustregel kann man sagen, je schneller eine Immobile verkauft wird, umso besser ist der Kaufpreis, den man erzielen kann. Denn auch die potentiellen Käufer beobachten den Immobilienmarkt genau und oft über einen recht langen Zeitraum hinweg, bis sie ihre Traumimmobilie gefunden haben und ein vermeintlicher Ladenhüter, der seit Monaten angeboten wird, macht keinen guten Eindruck. Dabei kann mit dem Haus sogar alles in Ordnung sein jedoch ist es oft einfach nur nicht richtig am Markt platziert und verkauft sich deshalb nicht. Häuser werden im Schnitt innerhalb von 5 Monaten in Deutschland verkauft. Mit diesen fünf einfachen Tipps, wissen Sie wie Sie Ihr Haus in nur drei Monaten zum optimalen Preis verkaufen können.

Tipp Nr.1: Die Marktanalyse

Unser erster Tipp ist zugleich auch einer der wichtigsten: Finden Sie den passenden Preis für Ihr Haus. Verkaufen Sie zu günstig, verkaufen Sie vielleicht zu schnell, verlieren aber dabei Geld. Vielleicht verkaufen Sie aber auch gar nicht, weil der niedrige Preis dem Interessenten suggeriert, dass mit dem Haus etwas nicht stimmt und er deswegen lieber ganz die Finger davon lässt. Setzen Sie den Preis dagegen zu hoch an, verschrecken Sie viele potentielle Käufer. Auch wenn das Haus für Sie persönlich einen höheren ideellen Wert hat, muss der perfekte Verkaufspreis ganz sachlich und nüchtern an die Marktlage angepasst sein. Und die kennen auch die potentiellen Käufer ganz genau, denn meist sind sie schon seit einer Weile auf der Suche nach der richtigen Immobilie und kennen die Preise für vergleichbare Objekte in der Region. Um den optimalen Verkaufspreis für Ihr Haus herauszufinden, müssen Sie dessen Marktwert bestimmen.
Der Marktwert oder auch Verkehrswert ist der Preis, der für eine Immobilie unter Berücksichtigung aller Faktoren am Tag der Bestimmung des Marktwertes sicher erzielt werden könnte. Dazu wird die angebotene Immobilie im Rahmen einer Objektbesichtigung hinsichtlich der Größe, des Baujahrs und des Zustands mit anderen Immobilien verglichen, aber auch die Lage spielt eine große Rolle. Mit Hilfe dieser Daten ermittelt man einen realistischen, marktüblichen Verkaufspreis, mit dem man sein Haus optimal am Markt platzieren kann. Dazu suchen Sie am besten einen passenden Gutachter, welcher Ihre Immobilie für Sie genau bewertet und Ihnen dabei hilft den genauen Marktpreis zu ermitteln. Der Verkaufspreis sollte sich an diesem Marktwert orientieren und sich innerhalb einer Verkaufspreisspanne von +/- 15% befinden.

Tipp Nr.2: Lassen Sie sich von einem Experten helfen

Nachdem Sie einen Gutachter gefunden haben, welcher Ihnen Ihre Immobilie unabhängig genau bewerten hat ist es an der Zeit, dass Sie sich einen Immobilienmakler suchen. Am besten lassen Sie sich einen Makler empfehlen, mit dem Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte schon gute Erfahrungen gemacht haben.
Der Makler ist ein perfekter Vermittler zwischen dem Verkäufer und dem Kaufinteressenten und im Idealfall hat er bereits Kunden, die genau so ein Objekt suchen. Falls nicht, hat der Makler viele Kontakte und wird seine Marketing-Instrumente dazu einsetzen, Ihr Haus so vorteilhaft wie möglich und so vielen Interessenten wie möglich zu präsentieren. Auch kann er die Interessenten umfassend beraten und das Potential der Immobilie positiv herausstellen. Viele Interessenten fühlen sich bei der Hausbesichtigung übrigens wohler, wenn der Eigentümer nicht dabei ist. So fällt es ihnen leichter, sich umzusehen und sich dem Makler gegenüber offen zu äußern. Lassen Sie den Makler also seine Arbeit tun, halten Sie sich für eventuelle Fragen bereit, aber verlassen Sie während der Besichtigung ruhig das Haus.

Tipp Nr.3: Halten Sie alle wichtigen Dokumente bereit

Kommt es zum Besichtigungstermin, halten Sie auf jeden Fall alle wichtigen Dokumente und Informationen für den Interessenten bereit. Natürlich will der potentielle Käufer so viel wie möglich über die Immobilie wissen und Ausflüchte wie „Das weiß ich gerade nicht“ oder „Das habe ich gerade nicht dabei“ machen einen schlechten Eindruck und können im schlimmsten Fall sogar dafür ausschlaggebend sein, dass der Interessent sich für ein anderes Objekt entscheidet. Wichtige Unterlagen, die man auf jeden Fall bereit halten sollte sind:

• der Grundbuchauszug und evtl. vorhandene Lasten
• die Flurkarte (Katasterkarte)
• grundrisszeichnungen der einzelnen Etagen
• die Wohnflächenberechnung
• der Energieausweis (Pflicht)
• nachweise über Reparaturen, Nebenkosten etc.

Tipp Nr.4: Sorgen Sie dafür, dass der Interessent sich wohlfühlt

Der Interessent, der sich Ihr Haus anschaut, möchte in den meisten Fällen später darin wohnen. Sorgen Sie daher von Anfang an dafür, dass er sich wohlfühlt. Räumen Sie Haus, Keller und Dachboden auf, mähen Sie den Rasen und befreien Sie das Grundstück von altem Gerümpel. Auch kleinere Renovierungsarbeiten und Reparaturen sollten vor dem ersten Besichtigungstermin durchgeführt werden. Kümmern Sie sich also um tropfende Wasserhähne, defekte Boden- oder Wandfliesen und schmuddelige Wände. Gedanken wie „Es ist ja bald nicht mehr mein Haus, also bin ich dafür nicht mehr zuständig, das kann der Käufer später machen“ führen nur dazu, dass das Haus noch sehr lange Ihr Haus bleiben wird oder Sie bares Geld beim Verkauf verlieren.

Tipp Nr.5: Versuchen Sie, das Haus möglichst neutral zu präsentieren

Je neutraler das Haus präsentiert wird, desto weniger hat der Interessent das Gefühl, in die Privatsphäre eines Fremden einzudringen und umso besser kann er sich seine eigenen Möbel und persönlichen Gegenstände in den Räumen vorstellen. Bewohnen Sie das Haus noch selbst, sorgen Sie für eine angenehme Wohnatmosphäre und versuchen Sie, die Räume möglichst neutral und groß, aber dennoch wohnlich wirken zu lassen. Ordnung und Sauberkeit sind hierbei selbstverständlich, räumen Sie nach Möglichkeit auch
persönliche Gegenstände wie Familienfotos weg und stellen sie vielleicht ein paar Möbel um, um die Räume größer wirken zu lassen. Schließlich geht es hier um die Präsentation des Hauses und nicht ihres persönlichen Einrichtungsstils. Steht das Haus bereits leer, putzen Sie es gründlich, dekorieren Sie es mit ein paar neutralen, ansprechenden Möbelstücken und Accessoires. Dieses auch unter dem Begriff „Homestaging“ bekannte Verfahren zur Aufwertung von Immobilien können Sie selbst vornehmen oder auch von einem Profi erledigen lassen.
Wenn Sie sich an diese einfachen Tipps halten, werden Sie Ihr Haus sicherlich innerhalb von drei Monaten verkaufen und einen angemessenen Preis dafür erzielen.