Kategorie-Archiv: Energie sparen

Fußbodenheizung vs. Heizkörper – der Vergleich

Obwohl sich das seltsam anhören mag, so hat die Fußbodenheizung eine wesentlich ältere Geschichte als die Heizkörpersysteme. Schon vor Christi Geburt ließen römische Architekten in den Villen ihrer Auftraggeber Rohre aus Ton, die unter dem Fußboden verlegt wurden, mit heißem Dampf oder auch Rauch befüllen und sorgten so für Wärme in den Räumen. Gerade in Norditalien kann es zur Winterzeit genau so kalt werden wie etwa in Köln oder München. In der Neuzeit waren es dann Heizkörper, die überwiegend die Erwärmung von Wohnungen und Häusern übernahmen und heute hat ein Bauherr oder eine Bauherrin die Qual der Wahl zwischen Heizkörper und Fußbodenheizung.

Die Vor- und Nachteile einer Fußbodenheizung

Mit einer Fußbodenheizung wird im Raum eine gleichmäßige, von unten abstrahlende und flächige Wärme erzeugt. Die Menschen, die sich im Raum aufhalten, werden idealerweise zuerst an den Füssen erwärmt und sie behalten einen kühlen Kopf, im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Fußbodenheizung hat noch heute mit Vorurteilen zu kämpfen, benötigt aufgrund der Flächenverteilung aber tatsächlich nur wenig Energie.
Die Nachteile einer Fußbodenheizung liegen in den Investitionskosten, die relativ hoch sind, und im Falle eines Schadens kann die Reparatur sehr aufwendig werden. Ein weiterer Nachteil ist die sehr trockene Raumluft durch die Flächenbeheizung.

+ Gleichmäßige Wärme
+ Gleichmäßig verteilte, aufsteigende Wärme
+ Niedrige Betriebskosten
– Hohe Investitionen
– Hohe Reparaturkosten
– Trockene Raumluft

Die Vor- und Nachteile von Heizkörpern

Ein Heizkörper wird in einem Raum üblicherweise unter dem größten vorhandenen Fenster montiert. Die vom Heizkörper aufsteigende Wärme beheizt die Frischluft und lässt diese im Raum zirkulieren. Idealerweise wandert dabei die Warmluft durch den oberen Bereich des Raumes und sinkt auf der gegenüberliegenden Seite wieder ab. Solange diese Zirkulation nicht durch zu viele oder falsch positionierte Möbel unterbrochen wird, ergibt sich ein angenehmes Raumklima mit ausreichender Luftfeuchtigkeit. Heizkörper benötigen relativ wenige Investitionskosten aufgrund des geringen Montageaufwands.
Die Nachteile des Heizkörpers liegen in der punktuellen Wärmeabgabe. Gerade bei sehr gut isolierten Fenstern ist die Frischluftzufuhr nur gering und die Zirkulation erfolgt mit bereits verbrauchter Luft. Zudem reagiert ein Heizkörper nur sehr träge auf Temperaturveränderungen, da ein kälter oder wärmer werdender Heizkörper immer nur von seinem Standpunkt aus reagieren kann, der im Verhältnis zum Raumvolumen gering ist.

+ Gutes Raumklima bei idealen Bedingungen
+ Geringe Investitionskosten
+ Geringe Reparaturkosten
– Punktuelle Wärmeabgabe
– Schlechte Energiebilanz bei hoher Wärmedämmung
– Unflexibel bei Temperaturänderung

Für welches System sich Bauherrin oder Bauherr entscheidet, sollte vom Bauvorhaben abhängig gemacht werden und welche Heizung die Passende dazu ist, kann auf unidomo.eu nachgesehen werden.

Ist Energiesparen in Wintergärten möglich?

Bild von: Sunshine GmbH

Bild von: Sunshine GmbH

Ein Wintergarten benötigt natürlich viel Energie. Es muss nicht nur Licht erzeugt werden, sondern auch die Beheizung des Wintergartens kann ganz schön ins Geld gehen. Damit der Wintergarten nicht zum Stromfresser wird, sollte man über Einsparmaßnahmen nachdenken.

Beim Bau, an Energiesparen denken

Auch im Wintergarten ist es möglich, Energie zu sparen (EnEV Energieeinsparverordnung) und somit die Kosten zu senken. Schon beim Bau des Wintergartens sollte auf die richtige Konstruktion geachtet werden. Ein verglastes Stahlskelett ist hierbei die richtige Wahl. Ebenfalls sollten doppelt verglaste Scheiben zum Einsatz kommen. Diese halten die Wärme länger im inneren und die Heizkosten werden gesenkt. Weiterhin kann der gesamte Wintergarten nach Süden ausgerichtet werden. Somit fängt der Wintergarten mehr Sonne ein und die Heizkosten fallen geringer aus. Neben einer hochwertigen Mehrfach-Verglasung, sollten diese auch senkrecht ausgerichtet werden. Dies ist wesentlich günstiger, der Wintergarten überhitzt im Sommer nicht und im Winter kann mehr Sonne durchdringen.

Hilfereiche Tipps zum Energiesparen

Selbstverständlich sollte ein Wintergarten nur in Maßen geheizt werden. Da Wintergärten, gerade im Winter zum Einsatz kommen, werden natürlich Heizungen mit eingebaut. Jedoch ist dies nicht immer notwendig. Man sollte auf die Kraft der Sonne setzen und die Isolationstechnik nutzen. Oftmals reicht dies aus, um genug Hitze zu erzeugen. Ebenso sollte der Wintergarten von angrenzenden Räumen abgetrennt werden. Somit besteht nicht die Gefahr, die gespeicherte Wärme zu verlieren. Eine gute Luftzirkulation ist darüber hinaus notwendig, wenn Energie gespart werden soll. Im Winter setzt sich somit keine Feuchtigkeit an und im Sommer heizt sich der Wintergarten nicht zu sehr auf. Auch die Wahl der Pflanzen ist beim Energiesparen wichtig. Man sollte auf tropische Pflanzenarten verzichten, da diese besonders viel Wärme benötigen. Eher sollte auf Pflanzen gesetzt werden, die auch bei 5 Grad Celsius überleben können. Gut geeignet sind dafür Fuchsie, Geldbaum, Lorbeer, Geranien oder auch Agaven. Sicherlich kann man somit einiges an Energie einsparen.