Checkliste Eigentumswohnung kaufen: Die Checkliste, die jeder Eigentümer braucht

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Wer eine Eigentumswohnung kaufen möchte, sollte einige wichtige Dinge auf jeden Fall beachten. Damit nichts übersehen oder vergessen wird, sollte man sich unbedingt eine „Checkliste Eigentumswohnung kaufen“ machen, auf der man die wichtigsten Punkte festhält. Was genau ist zu beachten beim Kauf einer Eigentumswohnung und was gehört auf die „Checkliste Eigentumswohnung kaufen“, das möchten wir Ihnen in diesem Artikel erläutern. Zunächst einmal muss man die passende Eigentumswohnung finden, doch wie sucht man richtig danach? Und wo?

So suchen Sie richtig im Internet

Immobilienanzeigen findet man auf Immobilienportalen im Internet, in Tageszeitungen, Zeitschriften oder beim Makler. Wichtig ist, dass man sich bereits bei der Suche darüber klar ist, was man sucht, denn wer nicht weiß, was er sucht, wird niemals das Richtige finden. An erster Stelle steht, wie so oft, das liebe Geld. Denn was nützt die perfekte Wohnung, wenn Sie sie sich nicht leisten können? Machen Sie also einen Kassensturz und legen Sie ihre Kaufpreis-Obergrenze fest. Dabei dürfen Sie auch die Nebenkosten, die beim Kauf einer Immobilie entstehen, nicht außer Acht lassen. Rechnen Sie jeweils etwa 5 % des Kaufpreises für Steuern und Gebühren sowie für den Makler auf den Kaufpreis auf, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Wenn Sie wissen, in welchem preislichen Rahmen Sie sich bewegen, sollten Sie sich Gedanken darum machen, wo Sie wohnen möchten und wie Sie wohnen möchten. Eine Immobilie ist immer eine langfristige Investition, denken Sie also mindestens zehn oder besser 20 Jahre voraus: Sind noch Kinder geplant? Würden Sie in 10 oder 20 Jahren vielleicht lieber ebenerdig und barrierefrei leben? Daher müssen Sie auch das gewünschte Wohnumfeld in Ihre Überlegung mit einbeziehen. Welche Art Infrastruktur brauchen sie? Jetzt und in den nächsten Jahren? Möchten Sie auf dem Land leben oder in der Stadt? Ist die Familienplanung noch nicht abgeschlossen, werden Kindergärten und Schulen in erreichbarer Nähe in Zukunft wichtig sein, sind Sie schon etwas älter, könnte es wichtig sein, eine ärztliche Versorgung in der Nähe zu wissen. Haben Sie diese Fragen beantwortet, können Sie gezielt anfangen, nach Ihrer Wunschimmobilie zu suchen.

Das muss im Exposé stehen

Einige Ihrer Kriterien werden Sie gleich im Expose der Wohnung finden, achten Sie also darauf, dass Ihre Vorgaben auch erfüllt werden und lassen Sie sich nicht von schönen Bildern leiten, wenn das Umfeld und die Lage der Wohnung überhaupt nicht zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt. Ebenso wichtig ist der Zustand der Immobilie, wenn Sie nicht eine Menge zusätzliches Geld investieren können oder handwerklich sehr begabt sind, sollten Sie stark renovierungs- oder gar sanierungsbedürftige Objekte von der Liste streichen. Auch die Energieeffizienzklasse der Wohnung sollten Sie beachten, denn sie kann Aufschlüsse über die zu erwartenden Heizkosten geben. Haben Sie nun eine geeignete Immobilie gefunden, geht es an die erste Besichtigung. Diese wird viele Punkte zu Ihrer „Checkliste Eigentumswohnung kaufen“ hinzufügen. Als erstes gilt: Vereinbaren Sie einen Termin bei Tageslicht und nehmen Sie eine Begleitperson mit. Spielen Sie niemals mit dem Gedanken, eine Immobilie zu kaufen, die Sie nicht selbst eingehend besichtigt haben, egal was Ihnen die Anzeige, der Prospekt oder der Verkäufer versprechen. Stehen Sie nun in Ihrer Wunschimmobilie, schauen Sie sich den Zustand der Wohnung genau an. Achten Sie auf Schimmelflecken oder feuchte Stellen, überprüfen Sie den Zustand der Türen und Fenster und der Steckdosen. Auch das Treppenhaus, den Garten, Keller und Dachboden sollten Sie unter die Lupe nehmen. Öffnen Sie in der Wohnung auch einmal die Fenster und lassen Sie die Außengeräusche und etwaigen Straßenlärm auf sich wirken. Nicht unerheblich ist auch die Hausgemeinschaft. Als junge Familie mit Kindern wird man in einem Haus, das vorwiegend von Rentnern bewohnt wird, vielleicht nicht unbedingt glücklich und umgekehrt. Auch im Umfeld der Wohnung sollten Sie sich gut umschauen, machen Sie am besten einen kleinen Spaziergang durch das Viertel. Was gibt es an Infrastruktur und wie deckt es sich mit Ihren Bedürfnissen? Ist die erste Besichtigung zu Ihrer Zufriedenheit ausgefallen, sollten Sie unbedingt noch einen zweiten Termin ausmachen, diesmal mit einem Wohnungsgutachter.

Mit einem Gutachter sind Sie sicher

Der Wohnungsgutachter kann Ihnen nicht nur sagen, ob der Preis der Immobilie realistisch und gerechtfertigt ist und dem gängigen Marktwert entspricht, er kann mit seiner Erfahrung auch verdeckte Mängel und Schäden aufdecken, die dem Laien auf den ersten Blick gar nicht als solche auffallen. Auch in Punkto Reparaturen, Instandsetzungen und Renovierung kann der Wohnungsgutachter  viele Tipps und einen guten Überblick über die Kosten geben, die zusätzlich zum Kaufpreis noch auf Sie zukommen können. Und natürlich ist der Wohnungsgutachter objektiv, er beurteilt die Wohnung rein sachlich und mit viel Erfahrung und hat so schon manchen potentiellen Käufer vor teuren Konsequenzen beim Kauf einer vermeintlichen Schnäppchen-Immobilie bewahrt.

Finanzierung richtig finden

Gibt nun auch der Gutachter grünes Licht, geht es an die Finanzierung. Hier kommt es erst einmal darauf an, wie viel Eigenkapital vorhanden ist und wie viel finanziert werden muss. In den allermeisten Fällen ist der Kauf einer Immobilie ohne Finanzierung nicht möglich und üblicherweise dauert es mindestens 10, eher 20 Jahre, bis die Immobilie vollständig abbezahlt ist. Daher will die Finanzierung gut überlegt sein und es ist wichtig, auch in 10 oder 15 Jahren noch von günstigen Konditionen profitieren zu können. Generell gilt natürlich, je mehr Eigenkapital, desto besser und das Minimum sollte bei etwa einem Drittel des Kaufpreises liegen. Eine Finanzierung zu 100 % ist eine riskante und auch teure Angelegenheit, denn je höher der Beleihungswert ist, desto höher sind die Zinsen. Auch sollten Sie bei der Finanzierung niemals an Ihre finanziellen Grenzen gehen. Aber wo soll man nun das Darlehen aufnehmen? Wer bietet die besten Konditionen? Die Bank, eine Versicherung oder eine Kreditvermittlung? Die wichtigen Faktoren, die bei gleicher Darlehenshöhe verglichen werden müssen, um das günstigste Finanzierungsangebot zu finden, sind der Effektivzins, die Tilgungshöhe und die Laufzeit. Mit diesen Daten können Sie anhand der Restschuld ganz einfach das günstigste Angebot herausfiltern. Lassen Sie sich am besten jedes Angebot mit Zins- und Tilgungsplan schriftlich aushändigen, um es in Ruhe vergleichen zu können. Natürlich spielen auch die Zinsen eine große Rolle. Liegen sie niedrig, kann man für eine Monatsrate von beispielsweise 700,- Euro mehr Geld aufnehmen als bei einem höheren Zinssatz. Doch anstatt im Zinstief für eine gewisse monatliche Belastung mehr Geld aufzunehmen, ist es sicherer, die prozentuale monatliche Tilgung zu erhöhen, auch wenn manche Banken schon mit einer Tilgung von nur einem Prozent locken. So sinkt die Restschuld und die Immobilie ist schneller abbezahlt. Auch freiwillige Sondertilgungen sollte das Finanzierungsangebot beinhalten. Über die Laufzeit des Darlehens sichern Sie sich den Zinssatz bei Vertragsabschluss über viele Jahre, daher sollten Sie bei einem niedrigen Zinssatz eine möglichst lange Laufzeit von 10, 15 oder 20 Jahren wählen. Die Bank ist während der gesamten Laufzeit an den Vertrag gebunden. Als Kreditnehmer können Sie jedoch nach 10 Jahren aussteigen und die Restschuld tilgen oder sich einen günstigeren Kreditvertrag suchen.

Aufgepasst beim Kaufvertrag

Steht nun auch die Finanzierung auf sicheren Füßen, geht es an den Kaufvertrag. Ganz gleich, ob Sie die Wohnung von Privat kaufen oder von einer Wohnungsgesellschaft, ohne einen ordentlichen Vertrag und einen Notar geht nichts. Die Faustformel lautet „Gekauft wie besehen“, daher muss vor Abschluss des Kaufvertrages besonders auf mögliche Mängel geachtet werden, denn stellen sich diese erst im Nachhinein heraus, bleibt der Käufer auf den Kosten sitzen. Auch aus diesem Grund ist die erneute Wohnungsbesichtigung mit dem Wohnungsgutachter so wichtig. Da der Kauf einer Immobile rechtlich kompliziert ist, kann er nur mit Hilfe eines Notars durchgeführt werden. Der Notar arbeitet den Vertrag aus und legt ihn dann beiden Parteien zur Unterzeichnung vor. Im Vorfeld wird der Notar Käufer und Verkäufer zu einem Termin einladen, um die Vertragsmodalitäten auszuhandeln. Da geht es beispielsweise um den genauen Kaufpreis, um den Übergabetermin, um bestehende Mietverhältnisse oder Grundbuchlasten. Dazu sollte dem Notar bereits bei dem Vorgespräch der Grundbuchauszug vorliegen. All diese Fragen müssen geklärt werden und fließen in den Kaufvertrag mit ein. Haben Sie Fragen, dürfen Sie an dieser Stelle nicht zögern, den Notar zu bitten, alles ganz genau zu erklären, denn schließlich müssen Sie ganz genau wissen, was Sie später beim alles entscheidenden Notartermin unterschreiben. Nach diesem Termin, wenn der Kaufvertrag unterschrieben ist, gibt es kein Zurück mehr, denn das Gesetz sieht beim Kauf einer Immobilie kein Widerrufsrecht vor. Daher ist es sinnvoll, sich den Vertragsentwurf rechtzeitig vor dem Notartermin aushändigen zu lassen und ihn von dem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Ihr Kreditgeber wird zu seiner Sicherheit eine Grundschuld ins Grundbuch eintragen lassen, bevor er den Darlehensbetrag auszahlt. Diese Eintragung muss ebenso wie der Kaufvertrag notariell beurkundet werden und üblicherweise finden diese beiden Schritte in einem Termin statt. Daher sollten dem Notar beim abschliessenden Termin auch alle für die Grundschuld relevanten Unterlagen des Kreditgebers vorliegen. Der Notar verliest während des abschließenden Termins den Vertrag und beantwortet noch einmal eventuell aufkommende Fragen. Sind alle Fragen geklärt, wird der Vertrag unterzeichnet und beglaubigt und Sie sind stolzer Eigentümer einer Immobilie. Im Kaufvertrag wird auch geklärt, wann es zur Schlüsselübergbe kommt. In manchen Fällen geschieht das direkt während des Notartermins, üblicherweise jedoch erst, wenn der Kaufpreis auf dem Konto des Verkäufers eingegangen ist und das kann noch einige Wochen bis Monate dauern. Nach etwa zwei Monaten sollte der Notar jedoch alles soweit geregelt haben.

Umzug richtig planen

Wenn jetzt keine umfangreichen Renovierungsarbeiten mehr nötig sind, kann es direkt an den Umzug gehen. Doch auch dabei gibt es einiges zu beachten. Einen Umzug zu organisieren, setzt eine gute Planung voraus, damit man nicht vollkommen im Chaos versinkt. Drei Monate vor dem feststehenden Umzugstermin sollten Sie Ihre Wohnung kündigen. Planen Sie dabei aber nicht zu eng, denn im schlimmsten Fall stehen Sie sonst einige Wochen ohne Bleibe da. Der Termin für den Umzug muss festgesetzt werden, je nachdem mit wessen Hilfe Sie umziehen wollen, müssen Sie einen Termin mit dem Umzugsunternehmen aushandeln oder Freunde und Verwandte bitten, sich den Termin freizuhalten. Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie sich spätestens jetzt um Schul- und Kindergartenplätze kümmern. Auch ein Telefonanschluss für die neue Wohnung muss beantragt werden, der alte muss abgemeldet werden. Bei der Post sollten Sie ab Ihrem Auszugstermin aus der alten Wohnung einen Nachsendeantrag stellen. Planen Sie genügend Zeit ein, um die alte Wohnung zu renovieren und um zu packen, oft kann es auch notwendig sein, für die Zeit des Umzugs Urlaub zu beantragen. Wichtig ist auch, sicherzustellen, dass alle Versicherungen für die neue Wohnung laufen, vereinbaren Sie also zwischen Vertragsunterzeichnung und Umzug besser noch einen Termin mit Ihrem Versicherungsmakler. Organisieren Sie eine Betreuung für Kinder und Haustiere am Umzugstag und halten Sie Getränke und Verpflegung für die Umzugshelfer bereit. Und vor allem: bewahren Sie die Nerven! Umzüge sind stressig und nur selten gehen sie ohne Chaos vonstatten, aber sie gehen vorbei und wenn Sie nach getaner Arbeit in Ihren eigenen vier Wänden sitzen, wird der Stress schnell vergessen sein.

Sagen Sie der Stadt bescheid

Nach dem Umzug dürfen Sie auf keinen Fall vergessen, sich umzumelden. Das geschieht beim Einwohnermeldeamt an Ihrem neuen Wohnsitz und Sie haben dazu sieben Tage Zeit, danach können Bußgelder drohen. Zum Ummelden benötigen Sie einen gültigen Personalausweis, auf dem dann auch Ihre neue Adresse vermerkt wird. Die Abmeldung vom alten Wohnort erfolgt automatisch mit der Ummeldung, Sie brauchen sich also nicht extra darum zu kümmen. Es gibt viel zu beachten beim Kauf einer Eigentumswohnung, aber wenn Sie alle oben angesprochenen Punkte beachten und in Ihre persönliche „Checkliste Eigentumswohnung kaufen“ übertragen, steht dem Abenteuer Immobilienkauf nichts mehr im Wege. Als kleine Hilfe haben wir die wichtigsten Punkte noch einmal für Sie zusammengefasst. Laden Sie sich einfach unsere kostenlose Checkliste herunter und der Wohnungskauf kann starten.

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