Smartes Kautionshandling: Von der Mietkautionsbürgschaft profitieren Mieter und Vermieter

Die Suche nach einer neuen Wohnung ist für Wohnungssuchende insbesondere in Regionen mit einem aufgeheizten Mietmarkt eine langwierige Angelegenheit. Aber auch für Vermieter ist eine Menge Zeitaufwand damit verbunden. Insbesondere mit dem 2015 in Kraft tretenden Besteller-Prinzip werden Eigentümer zunehmend davon absehen, professionelle Makler zu beauftragen und das Thema Vermietung selbst in die Hand nehmen. Es müssen Besichtigungstermine organisiert, Unterlagen gesichtet und ein Vertrag aufgesetzt werden. Da ist es im beiderseitigen Interesse, dass, wenn der Traummieter seine Traumwohnung gefunden hat, die Unterzeichnung des Vertrages nicht an der Mietkaution scheitert.

Sicherheitsleistung für den einen, notwendiges Übel für den anderen

Für Vermieter stellt die Mietkaution eine Sicherheitsleistung dar, die sie vor dem Abwohnen der Immobilie sowie vor hohen Renovierungskosten und nachzuzahlenden Nebenkosten schützt. Für den Mieter ist sie vielmehr ein notwendiges Übel. Denn er muss in einer äußerst kostenintensiven Zeit, wie dem Umzug, noch einen Großteil seines Budgets beim Vermieter hinterlegen, ohne selbst einen Nutzen davon zu haben. Vermietern wird eine maximale Mietkaution in Höhe von drei Nettokaltmieten eingeräumt. Bei einer Miete von 500 Euro – ohne Nebenkosten – beläuft sich die zu leistende Sicherheitssumme dann auf 1.500 Euro. Damit nimmt die Mietkaution einen Löwenanteil des Umzugsbudgets ein. Viel Geld, auf das man so ohne weiteres nur äußerst ungern verzichtet. Ganz im Gegenteil: Um genügend Bares für Möbel oder andere Einrichtungsgegenstände übrig zu haben, wird häufig der Dispokredit strapaziert – bei einer Verzinsung von rund 13 Prozent eine teure Angelegenheit. Um sich aus den roten Zahlen wieder herauszuarbeiten, kann es Wochen oder sogar Monate dauern. Da erstaunt es nicht, dass Mieter sich immer mehr nach einer Alternative zur Barkaution umschauen.

Die Mietkautionsbürgschaft: Urkunde statt Geld

Mietern bietet die Mietkautionsbürgschaft eine spürbare Entlastung ihres Umzugsbudgets. Dank dieser können sie sich schon mal überlegen, wofür sie das gedanklich für die Mietkaution zurückgelegte Geld lieber ausgeben wollen. Denn anstatt einer großen Summe, bezahlen Mieter hierbei lediglich einen geringen jährlichen Beitrag und erhalten dafür im Gegenzug eine Bürgschaftsurkunde, die sie dem Vermieter zu seiner Absicherung aushändigen müssen. Sobald das Mietverhältnis beendet ist, gibt der Eigentümer die Urkunde einfach an seinen ehemaligen Mieter zurück. Der große Vorteil dabei ist, dass der Mieter nach seinem Auszug nicht erst lange auf die Rückzahlung der hinterlegten Summe zuzüglich Zins und Zinseszins warten muss. Da Vermieter das hinterlegte Geld nach Vertragsende sechs Monate und darüber hinaus behalten dürfen, führt dieser Aspekt nicht selten zu langwierigen und nervenaufreibenden Auseinandersetzungen der beiden Parteien.

Ohne Papierkrieg entspannt vermieten

Vermieter profitieren darüber hinaus von einer Reihe weiterer Vorzüge: Um bei der Auswahl des Mieters nach dem Abschluss des Mietvertrages kein blaues Wunder zu erleben, nehmen die Anbieter einen kostenlosen Bonitätscheck vor. Erweist sich der Interessent als nicht liquide, kommt eine Inanspruchnahme der Mietkautionsbürgschaft gar nicht erst infrage und der Vermieter weiß, wie es um die Zahlungsmoral des Wohnungssuchenden bestellt ist. Zudem erfordert die Barkaution von Vermietern über das Jahr weitere Zusatzaktivitäten. Neben der Einrichtung eines gesonderten Kautionskontos kommen Berechnungen zur Kapitalertrags- und Kirchensteuer sowie zum Solidaritätszuschlag auf ihn zu, über die der Mieter regelmäßig auf dem Laufenden gehalten werden will. Mit der Mietkautionsbürgschaft spart er sich diesen Zusatzaufwand und das Porto für den Versand der Benachrichtigungen. Das finanzielle Einsparpotenzial beläuft sich für den Vermieter mit der Mietkautionsbürgschaft, infolge des reduzierten Verwaltungsaufwandes, auf mindestens zehn Prozent.

Die wesentlichen Vorteile für Mieter in Kürze:
•    Mehr Geld für die persönliche finanzielle Freiheit
•    Es fallen keine unnötigen Gebühren an
•    Keine Auseinandersetzungen beim Zurückholen der Mietkaution

Die wesentlichen Vorteile für Vermieter in Kürze:
•    Mehr Zeit durch Einsparung des Verwaltungsaufwandes
•    Mehr Effizienz, da die Mietabschlüsse schneller erfolgen
•    Vollumfänglicher Vermieterschutz durch maximale Mietsicherheit

Über viele Jahre hat sich die Barkaution aufgrund mangelnder echter Alternativen als Sicherheitsleistung der Wahl bei den Vermietern etabliert. Dementsprechend haben ca. 50 Millionen Mieter in 22 Millionen Mietverhältnissen in Deutschland ihre Mietkaution, bis auf wenige Ausnahmen, an ihren Vermieter in bar gezahlt oder auf einem Mietkautionskonto blockiert. Multipliziert mit der durchschnittlichen Kautionssumme ergibt sich eine Summe von 33 Milliarden Euro, die ein nahezu unverzinstes Dasein auf deutschen Mietkautionskonten fristen. Mit dem Angebot der Mietkautionsbürgschaft sind jedoch mittlerweile Hunderttausende Mieter vertraut und sehr zufrieden, wie objektive Kundenfeedbacks bestätigen. Auch die Akzeptanz bei Vermietern und Hausverwaltern ist bis heute deutlich gestiegen, sodass sich dieser Trend in Deutschland mittlerweile als festes Modell für die Mietsicherheit etabliert hat. Schließlich bietet die Mietkautionsbürgschaft eine Win-Win-Situation, von der sowohl smarte Mieter als auch professionelle Vermieter profitieren.

Mietkaution sparen – für private und gewerbliche Mieter

Die alternative Mietsicherheit ist nicht nur auf private Mietverhältnisse beschränkt. Auch Gewerbetreibenden kommt diese Art der Mietsicherheit zugute, denn im Gegensatz zur gesetzlich fest geregelten privaten Mietkaution, gibt es bei der Gewerbemietkaution keine rechtlichen Regelungen. So belaufen sich die zu erbringenden Sicherheitsleistungen nicht selten auf bis zu sechs Nettokalt- bzw. Bruttowarmmieten, da diese Höhe nicht zu beanstanden ist (OLG Düsseldorf GE 2009, 1043 – Quelle: Ratgeber Gewerbemietkaution). Insbesondere jungen Unternehmen kann eine solch große Summe das Genick brechen, da Geld fest angelegt ist, welches nicht für den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg genutzt werden kann. Existenzgründer und Jungunternehmer können mit einer Gewerbemietkautionsbürgschaft ihren Investitionsrahmen für die Geschäftsgründung deutlich erweitern.

Ein interessantes und sehr ausführliches Interview hierzu gibt es auf BusinessOn: Zum Artikel

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