Archiv für den Monat: Dezember 2014

Weihnachten in aller Welt

Weihnachten naht mit großen Schritten, der Adventskranz ist längst aufgestellt, die Kartons mit dem Weihnachtsschmuck werden aus dem Keller oder vom Boden geholt und in den Fenstern und Vorgärten erstrahlen die Lichter. So manch einer hat schon die Tanne gekauft und die Weihnachtsgans geordert und die Kinder schreiben ihre Wunschzettel, je nach Region und Konfession an den Weihnachtsmann oder das Christkind. Doch wie sieht das Fest der Liebe in anderen Ländern der Welt aus? Wie wird dort geschmückt und gefeiert? Wir geben einen kleinen Einblick in fremde Weihnachtstraditionen.

In vielen Ländern, in denen Weihnachten gefeiert wird, werden die Straßen und Häuser mit Weihnachtsbeleuchtung dekoriert. Was hier in Deutschland meist weiß und etwas dezenter daherkommt, ist gerade in den USA oft bunt, blinkend und teilweise sogar mit zu Musik choreographierten Lichtshows zu bewundern. Auch hierzulande ist dieser Trend zu bunten Lichtern in den letzten Jahren zu beobachten und es gibt sogar ein paar „Weihnachtshäuser“, die ganz nach amerikanischem Vorbild eine mit Musik untermalte Lichtshow bieten.

Im Inneren der Häuser dominiert in vielen Wohnzimmern zu Weihnachten der Weihnachtsbaum. Der Weihnachtsbaum geht auf eine deutsche Tradition aus dem 15. Jahrhundert zurück und fand von hier aus seine Verbreitung in viele Länder der Welt. In vielen europäischen Ländern sowie in Nordamerika ist er fester Bestandteil der Weihnachtsdekoration sowohl im heimischen Wohnzimmer als auch auf öffentlichen Plätzen in den Städten. In Großbritannien wird er noch ergänzt durch geschmückte Zweige an den Wänden und einem Mistelzweig, der über der Tür aufgehängt wird. Begegnen sich nun zwei Menschen unter diesem Mistelzweig, so dürfen sie sich küssen.

Doch nicht überall auf der Welt wachsen Tannen und in Australien und den anderen Ländern der südlichen Hemisphäre findet Weihnachten im Hochsommer statt, daher gibt es rund um den Globus viele Bäume zu bestaunen, die kaum noch etwas mit der festlich geschmückten Tanne, so wie wir sie kennen, gemein haben. In Indien und Bangladesch übernehmen beispielsweise Bananenpalmen und Bananenblätter die Rolle von Tanne und Tannengrün und auch in afrikanischen Ländern wie Ghana und Liberia werden in Ermangelung von Tannen oft Palmen weihnachtlich geschmückt. Im Libanon gibt es einen für unsere Verhältnisse noch merkwürdiger anmutenden Brauch, der wohl die außergewöhnlichste Weihnachtsdekoration darstellt: Hier werden in der Vorweihnachtszeit auf Wattebäuschen Keimlinge aus Erbsen- oder Bohnensamen gezogen, die zu Weihnachten eine Größe von ca. 15 cm erreicht haben und zur Dekoration eingesetzt werden.

In vielen anderen Ländern wird einfach auf künstliche Weihnachtsbäume zurückgegriffen, wenn keine echten Tannen verfügbar sind. Kurios ist jedoch, dass auch dieser Brauch aus Deutschland stammt, wo eigentlich kein Mangel an Nadelbäumen herrscht, denn im 18. Jahrhundert wurde in Deutschland der erste künstliche Weihnachtsbaum aus grün gefärbten Gänsefedern hergestellt. Zwar sind die künstlichen Weihnachtsbäume heute eher aus Kunststoff, doch auch Exemplare aus Federn oder gar Metall sind durchaus gebräuchlich. In den USA und Kanada, in denen es eigentlich jede Menge Tannen gibt, sind die künstlichen Bäume beliebter als echte Tannen, in Afrika und Australien dienen sie eher als Ersatz für die dort nicht wachsenden Nadelgehölze.
Gerade in warmen Regionen werden die Bäume zudem gern mit Wattebäuschen geschmückt, was Schnee symbolisieren soll.

In China und Japan wird natürlich kein christliches Weihnachten gefeiert, dort ähnelt das Weihnachtsfest eher unserem Halloweenfest. Dennoch sind geschmückte Bäume, die dort Lichtbäume genannt werden, sehr beliebt. In vielen Ländern, wie zum Beispiel in Ägypten, wo ebenfalls künstliche Tannen geschmückt werden, feiert nur die christliche Minderheit Weihnachten, doch im überwiegend islamischen Senegal werden zu Ehren der christlichen Minderheit sogar in den Moscheen Weihnachtsbäume aufgestellt.

Schauen wir dagegen in den Norden Europas, so sind künstliche Bäume eher weniger beliebt. In Norwegen und anderen skandinavischen Ländern ist es sogar nicht ungewöhnlich, in den Wald zu gehen und seinen Weihnachtsbaum selbst zu schlagen.

Auch bei der Dekoration der Bäume gibt es natürlich ländertypische Eigenheiten. In Deutschland wird er traditionell in rot-gold oder etwas moderner elegant in blau-silber oder weiß geschmückt, mit vielen Kugeln und vorzugsweise mit echten Kerzen. Doch damit ist Deutschland auch so ziemlich das einzige Land, das eisern an der traditionellen Verwendung echter Kerzen festhält. In fast allen anderen Ländern werden stattdessen elektrische Lichterketten in weiß oder bunt verwendet. Zwar finden die elektrischen Lichterketten hier in Deutschland auch immer häufiger Verwendung, aber an den traditionellen Weihnachtsbaum gehören dennoch echte Kerzen, entweder in weiß oder rot oder gelbe Bienenwachskerzen. In Dänemark werden die Weihnachtsbäume in den Nationalfarben rot und weiß geschmückt und auch in den USA ist die Farbkombination, die der Nationalflagge entspricht, dort also rot, weiß und blau, sehr beliebt. In anderen Ländern, so zum Beispiel in den Balkanländern, dominieren selbstgebastelte Strohanhänger den Baumschmuck.

Auch was das Datum betrifft, an dem Weihnachten gefeiert wird und die Bescherung stattfindet, gibt es weltweit Unterschiede. Während hier der Weihnachtsmann relativ früh am Heiligen Abend die Geschenke bringt, kommt er in anderen Ländern erst spät in der Nacht und legt die Geschenke unter den Baum, die dann am nächsten Morgen, dem ersten Weihnachtstag, ausgepackt werden. Das ist beispielsweise in den USA, in Großbritannien und in Australien Brauch. In Russland gibt es die Geschenke, die dort von Väterchen Frost gebracht werden, sogar erst am 31. Dezember, wohingegen in den Niederlanden der Nikolaustag am 6. Dezember eine weit größere Rolle spielt als die eigentlichen Weihnachtstage, wie wir sie feiern.

In Frankreich werden die Geschenke vom Père Noel gebracht, während die Familie am Heiligen Abend in der Mitternachtsmesse ist. Die Kinder stellen dazu, wie hierzulande am Nikolaustag, extra ihre frisch geputzten Schuhe bereit. In den südeuropäischen Ländern wie Italien, Spanien oder Griechenland findet das Weihnachtsfest zu großen Teilen auf den Straßen statt und ist eher laut und fröhlich als still und besinnlich. In Griechenland ziehen die Kinder am 24. Dezember laut lärmend mit Glocken und Trommeln durch die Stadt und in Spanien treffen sich die Menschen nach der Mitternachtsmesse am Heiligen Abend zu einem großen Feuer auf dem Dorfplatz, wo getanzt und gesungen wird. Die Bescherung für die Kinder findet in Spanien erst am 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige statt, an diesem Tag kommt in Italien die Hexe La Befana zur Bescherung. Ganz wie der Weihnachtsmann kommt sie durch den Schornstein und lässt für die braven Kinder Süßigkeiten in den bereitgestellten Schuhen, die nicht so braven Kinder bekommen stattdessen Kohlestückchen .

So unterschiedlich die Bräuche und Traditionen zu Weihnachten auch sein mögen, wir wünschen ein frohes Fest und schöne Feiertage im Kreise der Familie oder umgeben von guten Freunden

Verrückt oder genial – so wollen Architekten die Wohnungsnot lindern

Die Überbevölkerung in den Städten führt zu einer immer größeren Wohnungsnot in den Ballungszentren, und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Die Menschen zieht es in die Städte, da auf dem Land die Arbeitsplätze fehlen, in China und Japan ebenso wie in den USA und in Europa.

Als Reaktion auf den knappen Wohnraum steigen die Mieten immer mehr und mehr an, so dass sie in den Großstädten kaum noch zu bezahlen sind. Auch in Deutschland sind die Mieten in den Großstädten stark angestiegen, in München bezahlt man bis zu 12 Euro pro Quadratmeter in einer 70qm Mietwohnung. Damit geht statistisch gesehen über ein Viertel des Einkommens für die Miete drauf, ganz zu schweigen von der Vielzahl an Menschen, die sich eine so hohe Miete gar nicht erst leisten können, denn besonders betroffen von der Wohnungsnot in den Städten sind Studenten, Rentner und einkommensschwache Familien. Längst schon schlagen daher die Mieterverbände Alarm und weisen auf die Wohnungsnot in deutschen Großstädten, Universitätsstädten und Ballungsräumen hin. Neben den Mieten steigen damit natürlich auch die Immobilienpreise an. Gerade die Preise für Eigentumswohnungen und Eigenheime in den Großstädten und Ballungsgebieten steigen seit Jahren kontinuierlich an. Zahlte man in Deutschland im Jahr 2011 noch durchschnittlich 1.520,60 € pro Quadratmeter für eine 60qm große Eigentumswohnung, so ist der Preis im Jahr 2014 auf 2.261,42 € pro Quadratmeter angestiegen. In München, dem derzeit teuersten Pflaster Deutschlands, zahlt man je nach Lage sogar bis zu 6.162,36 € pro Quadratmeter, wohingegen Berlin mit 2.495,35 € pro Quadratmeter nur etwas über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt.

Aber was kann man tun gegen diese Preisspirale, die sich immer weiter nach oben dreht?

Je geringer das Angebot, desto höher die Nachfrage, je höher die Nachfrage, desto höher der Preis. Neuer Wohnraum muss also geschaffen werden, um die Preise wieder zu senken. Einige Designer, Architekten und Wissenschaftler haben futuristische, teils waghalsige Projekte entwickelt, mit denen die steigende Wohnungsnot und damit die steigenden Immobilienpreise durch den Bau von Wohnraum bekämpft werden sollen. Für den Bau von Wohnraum braucht man in erster Linie Platz. Platz, der nahe den Ballungsgebieten und Großstädten, also dort wo die Menschen hin strömen, um Arbeit zu finden, bald nicht mehr vorhanden sein wird beziehungsweise in manchen Ländern schon jetzt nicht mehr vorhanden ist. Im extrem dicht besiedelten Japan, wo alle Großstädte förmlich aus den Nähten platzen, haben Wissenschaftler eine Art modernes Atlantis entworfen. In einer riesigen Kugel, die auf dem Wasser schwimmt und mit einer spiralförmigen Befestigung am Meeresboden am Abdriften gehindert wird, sollen bis zu 5.000 Menschen leben können. Neben Wohnraum soll es Hotels, Büros, Freizeiteinrichtungen und sogar Grünflächen geben. Temperaturdifferenzen des Meerwassers sollen zur Energiegewinnung genutzt werden und rund um die Kugel, die bei stürmischer See einfach verschlossen und untergetaucht werden soll, könnten Fischfarmen entstehen. Meerwasserentsalzungsanlagen sollen für Trinkwasser sorgen und die schwimmende Stadt damit unabhängiger vom Festland machen.

Auch China, das bevölkerungsreichste Land der Erde, plant ein Leben auf und unter dem Wasser. Ein Londoner Architekturbüro hat Pläne für eine „Floating City“, eine schwimmende Stadt entwickelt und steht eigenen Angaben zufolge in Verhandlung mit einer großen chinesischen Investment Gruppe, um eine mögliche Verwirklichung der Pläne zu prüfen. Die Floating City, konzipiert als eine 10 Quadratkilometer große Anordnung von schwimmenden, sechseckigen Strukturen, die untereinander mit einem Netzwerk aus Unterwassertunneln verbunden sind, soll möglicherweise zunächst in kleineren Dimensionen gebaut werden. Das umweltfreundliche Projekt ist als autarkes System mit einer eigenen Nahrungsproduktion, Energiegewinnung und Abfallbeseitigung geplant. Die Mobilität innerhalb der schwimmenden Stadt soll durch Elektro-Autos oder andere Fahrzeuge ohne Kohlenstoffemissionen gewährleistet werden. Ober- sowie unterhalb der Wasseroberfläche ist eine komplette Infrastruktur mit allen Angeboten einer modernen Stadt geplant. Viele Grünflächen sollen für saubere Luft und Erholung sorgen.

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Aber auch über eine Expansion nach oben denkt man im bevölkerungsreichen China nach. Das Projekt Cloud Citizen, in seiner Funktionsweise angelehnt an Stadtzentren wie London’s Canary Wharf oder Midtown Manhattan in New York, soll im Gegensatz zu diesen nur aus einem einzigen Gebäude bestehen, dessen vernetzte Strukturen bis zu 680 Meter in den Himmel ragen. Dadurch würden alle Wolkenkratzer der Welt, mit Ausnahme des 828 Meter hohen Burj Khalifa in Dubai, in den Schatten gestellt. Entstehen könnte diese Wolkenkratzer-Stadt in der Shenzhen Bay in China. Ein Team aus Architekten und Wissenschaftler aus Hongkong, China und Schweden hat die Pläne für das ehrgeizige Projekt entwickelt, das für einen Wettbewerb zur kreativen Gestaltung von Innenstädten entworfen wurde und dort den ersten Preis gewann.

Natürlich sind all diese Entwürfe, zumindest vorerst noch, Zukunftsmusik. Moderne Städteplanung hat jedoch einen großen Anteil daran, wie das Wohnen der Zukunft aussehen wird. Ein Ansatz, der bereits heute verfolgt wird, ist zum Beispiel der Gedanke der Smart City, der seit den 2000er Jahren als Sammelbegriff gilt für alles, was Städte umweltverträglicher, sozial inklusiver, technologisch fortgeschrittener und insgesamt effizienter macht. Dabei wird insbesondere auf die Nachhaltigkeit wert gelegt, also auf eine Städteplanung und –entwicklung, die die heutigen Bedürfnisse befriedigt, ohne die Bedürfnisse und Interessen kommender Generationen zu beeinträchtigen. Im Vordergrund stehen daher Themen wie die Nutzung erneuerbarer Ressourcen, regionale Kreislaufwirtschaft und eine minimale Transportintensität. Auch alternative Ideen und Ansätze zur Nahrungsmittelgewinnung, beispielsweise durch urbane Dach- oder Fassadengärten, spielen bei der lokalen Produktion und den möglichst kurzen Transportwegen von Gütern eine große Rolle. Aber es geht auch um den Menschen bei dem Konzept der Smart City. Es soll für die Bedürfnisse aller Bewohner mitgedacht werden und keine Bevölkerungsgruppe soll dabei ausgeschlossen bleiben. Die Zukunft wird zeigen, ob und welche dieser Projekte sich werden durchsetzen lassen. Vieles, was heute noch verrückt und unmöglich klingt, mag in der Zukunft durchaus Realität und Normalität werden, andere Pläne werden über das Reißbrett nie hinauskommen.

Fakt ist jedoch, dass die Antwort auf die Frage, wie das Problem der Wohnungsnot jetzt gelöst werden kann, recht simpel ist: Durch den Bau von erschwinglichen Immobilien, die in einem guten Preis-Leistungsverhältnis stehen und die die Menschen sich leisten können. Dazu braucht es aber keine bombastischen futuristischen Bauten.

Mollig warm im Winter – so heizt man richtig

Jeder freut sich im Winter, wenn es draußen richtig kalt ist, über eine behaglich warme Wohnung, doch der Gedanke an die nächste Heizkostenabrechnung kann einem einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Die Frage, die sich stellt ist, wie kann man seine Heizkosten senken und trotzdem dafür sorgen, dass es im Haus mollig warm bleibt? Da gibt es ein paar einfache Tricks.

Heizen nach Bedarf

Die Räume sollten immer nach Bedarf geheizt werden. Wenn man beispielsweise tagsüber auf der Arbeit ist, muss nicht das ganze Haus auf kuschelige 22° geheizt sein. Allerdings sollten die Temperaturen nicht unter 15° fallen, da sonst mehr Energie verbraucht wird, um die Räume wieder aufzuheizen, als durch die Absenkung eingespart wurde. Das gilt ebenso für Räume, die nicht oder nur wenig genutzt werden. Allerdings muss man dann darauf achten, die Türen zwischen geheizten und weniger geheizten Räumen geschlossen zu halten.

Räume nicht überheizen

Im Wohnzimmer ist meist eine Temperatur von 20° ausreichend, für das Schlafzimmer reichen 17° bis 18°. Im Badezimmer dürfen es dagegen auch 22° sein. Wichtig: Kinderzimmer von kleinen Kindern sollte man nicht unter 16° abkühlen lassen. Die Raumtemperaturen sollte man mittels eines Thermostats einstellen oder mit einem Thermometer überprüfen, denn immerhin werden pro eingespartem Grad Raumtemperatur ungefähr 6 % Heizkosten eingespart. Deshalb im Winter auch lieber in der Wohnung den Pulli anlassen oder zur kuscheligen Wolldecke greifen, als sich im T-Shirt aufs Sofa zu setzen.

Nachtabsenkung der Heizung

Nachts sollten auf jeden Fall die Temperaturen gedrosselt werden. Durch eine Temperaturabsenkung auf 16-18° lassen sich ca. 20-30 % Heizenergie sparen. Die Nachtabsenkung kann man an den meisten Heizungsanlagen direkt einstellen. Wer tagsüber regelmäßig außer Haus ist, kann die Nachtabsenkung auch tagsüber nutzen.

Heizung regelmäßig warten und kontrollieren

Vor Beginn der Heizperiode empfiehlt es sich, die Heizungsanlage warten zu lassen. In regelmäßigen Abständen sollte kontrolliert werden, ob genug Wasser und keine Luft im Heizkreislauf ist. Auch die Heizkörper selbst müssen hin und wieder entlüftet werden. Spätestens wenn die Heizung beginnt zu gluckern, sollte entlüftet werden. Wenn es im Heizungsraum oder –keller immer schön warm ist, sollte man die Heizungsrohre isolieren, da sonst zu viel Wärme auf dem Weg zu den Heizkörpern verloren geht.

Wände hinter den Heizkörpern dämmen

Die Wände direkt hinter den Heizkörpern sollten mit einer Isolationsschicht gedämmt werden. Das vermindert den Wärmeverlust über die Außenwand. Das nötige Material, das aus Styropor mit einer Aluminiumbeschichtung besteht, ist im Baumarkt erhältlich und lässt sich leicht selbst anbringen. Diese zusätzliche Dämmung kann über 10 % Wärmebedarf einsparen.

Wärmestau vor den Heizkörpern verhindern

Die Heizkörper sollten nicht durch Möbel oder schwere Vorhänge oder Verkleidungen verdeckt werden. Dadurch entsteht ein Wärmestau und die aufgeheizte Luft kann nicht mehr frei im Raum zirkulieren. Heizungen daher immer frei lassen, nicht mit Möbeln zu stellen und Vorhänge gegebenenfalls kürzen.

Fenster und Türen abdichten

Kleine Ritze, große Wirkung: durch Ritzen und Spalten in Tür- und Fensterdichtungen kann ein großer Teil an Wärme entweichen. Spalten und Ritzen sollten daher mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen aus dem Baumarkt geschlossen werden.

Rollos und Vorhänge nachts schließen

Fenster sind keine Wände, sie sind weitaus wärmedurchlässiger und speichern keine Wärme. Nachts sollten Rollos, Jalousien und Vorhänge daher immer geschlossen sein, um das Fenster zusätzlich zu isolieren. Der Wärmeverlust durch das geschlossene Fenster kann so um bis zu 20 % reduziert werden.

Richtig lüften

Richtiges Lüften im Winter ist das A und O, wenn es darum geht Schimmel zu vermeiden und keine Heizenergie zu verschwenden. Auf keinen Fall sollten Fenster bei eingeschalteter Heizung auf Kipp stehen gelassen werden. So heizt man eher den Garten, als dass man die Wohnung lüftet. Stattdessen sollte mehrmals am Tag per Stoßlüften die alte verbrauchte Luft gegen neue frische Luft ausgetauscht werden. Dabei ist es wichtig, die Fenster ganz aufzumachen, damit möglichst große Mengen an Luft ausgetauscht werden können. Am effektivsten ist das Querlüften: hier öffnet man zwei gegenüberliegende Fenster gleichzeitig. Je größer der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur ist, umso schneller geht das Lüften. In den Wintermonaten sind daher 5 Minuten völlig ausreichend. Die Heizkörper sollten während dieser Zeit ausgeschaltet werden.

Warmwasserverbrauch

Auch die Warmwasserbereitung kann viel zu einer hohen Heizkostenabrechnung beitragen. Hier kann man sparen, indem man zunächst an der Heizung selbst die Temperatur für das warme Wasser auf 60° begrenzt. Auch sollte man möglichst eher duschen als baden und zum Händewaschen reicht beispielsweise fast immer auch kaltes Wasser. Beherzigt man all diese einfachen Tipps, wird man mit einem wesentlich geringeren Energieverbrauch durch den Winter kommen, was sich auch auf der nächsten Heizkostenabrechnung bemerkbar machen wird. Aber nicht nur dort, auch die Umwelt freut sich über bewussteres Heizen, denn durch weniger Energieverbrauch wird weniger schädliches CO2 ausgestoßen.

Zum Schluss ein Hinweis für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, eine neue Wohnimmobilie zu kaufen oder auch zu verkaufen: Vergessen Sie den Energieausweis nicht! Seit dem 1. Mai 2014 sind die Verkäufer von Wohnimmobilien dazu verpflichtet, dem Interessenten einen Energieausweis vorzulegen, aus dem die Energieeffizienzklasse und der Energieverbrauch des Hauses oder der Wohnung hervor geht. Diesen Energieausweis gibt es in zwei Variationen, als Verbrauchsausweis und als Bedarfsausweis. Der in der Ausstellung etwas günstigere Verbrauchsausweis gibt den Energieverbrauch der Immobilie an Hand der tatsächlich verbrauchten Energiemenge der letzten drei Jahre wieder. Aufgrund dieser Daten wird die Immobilie in eine Energieeffizienzklasse von A bis H eingeordnet. Der etwas teurere, aber auch aussagekräftigere Bedarfsausweis zeigt den zu erwartenden Energiebedarf der Immobilie an. Um diesen Wert zu bestimmen, werden die Heizung, die Fenster, die Dämmung und andere energetische Werte der Immobilie gemessen. Der so ermittelte

Energiebedarf ist objektiver als der im Verbrauchsausweis angegebene Energieverbrauch, da dieser von sehr subjektiven Werten wie zum Beispiel dem Heizverhalten der Bewohner abhängig ist. Auch wenn der Energieausweis nicht voraussagen kann, wie viel Geld man tatsächlich fürs Heizen ausgeben wird, so bekommt man doch einen wichtigen Einblick in die Energieeffizienz des Gebäudes und darüber, ob das Geld, das man in die Heizung steckt auch in der Wohnung bleibt oder zum Fenster herausgeblasen wird. Das gilt übrigens für Mieter ebenso wie für Käufer. Auf Immobilienbesitzer, die dem Interessenten keinen Energieausweis vorlegen können, können empfindliche Geldstrafen zukommen. Wenn man sich für eine Wohnung oder ein Haus interessiert, sollte man also auf jeden Fall darauf bestehen, einen Energieausweis vorgelegt zu bekommen.