Archiv für den Monat: November 2014

My Old Lady – Leibrente statt Immobilie

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Quelle: Ascot Elite Filmverleih

Im neuen Film „My Old Lady” (Kinostart am 20.11.2014) erbt der Lebemann Mathias Gold überraschend von seinem Vater eine große Wohnung im Herzen Paris. Allerdings hat diese Erbschaft so ihren Haken.

Madame Girard, gespielt von Maggie Smith, wird von Gold (Kevin Kline) aufgeweckt, als dieser sein neues Erbstück besichtigt. Die rüstige „Old Lady” klärt ihn auf, dass sie dort so lange wohnen darf, wie sie lebt. Zu allem Überdruss muss er ihr eine monatliche Leibrente zahlen. Mit einem von Dominique Pinon gespielten Immobilienmakler versucht er, einen geeigneten Käufer für das Haus zu finden. Girards Tochter Chloé kämpft mit ihren eigenen Waffen und will das Haus so gut es geht in der Familie behalten und den Geld witternden Erben von ihrer Mutter fernhalten. Nach und nach muss jedoch Gold begreifen, dass er die Wohnung nicht so einfach verkaufen kann und dass Madame Girard eine wichtige Rolle in seinem Leben spielt. Bei uns können Sie Freikarten für den Film „My Old Lady” gewinnen!

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Quelle: Ascot Elite Filmverleih

 

„My Old Lady” von Israel Horovitz beleuchtet die rechtlichen Tücken einer Immobilienerbschaft mit einer Prise schwarzen Humor auf charmante Art und Weise. Insbesondere bezieht sich der Film auf eine französische Variante des Nießbrauchrechts, die mit einer Leibrente verknüpft ist, der sogenannten „rente viagère”. Sie ist in Deutschland ebenfalls möglich ist und erfreut sich bei Eigentümern einer wachsenden Beliebtheit. Hier erfahren Sie, wie das funktioniert, was man als beachten sollte und wie sich diese Situation auf den Immobilienwert auswirkt.

Immobilienverkauf auf Basis einer Leibrente

Zunächst muss man die Begriffe Nießbrauch und Leibrente erläutern. Unter Nießbrauch versteht man das unveräußerliche und unvererbliche absolute Recht, die Nutzungen einer fremden Sache, eines fremden Rechts oder fremden Vermögens zu ziehen. So berechtigt der Nießbrauch im Wohnrecht eine Person eine fremde Wohnung oder ein fremdes Haus auf entweder bestimme oder unbestimmte Zeit zu nutzen. So kann es sein, sollte ein unbekannter Onkel einem ein Haus vererben, dass man plötzlich eine ältere Dame darin vorfindet, die ein solches Nießbrauchrecht besitzt. Dieses Nießbrauchrecht ist unabhängig von eventuellen Zahlungen, die der Rechteinhaber vom Eigentümer erhält beziehungsweise leisten muss.

Eine Leibrente ist eine Rentenzahlung an eine Person, üblicherweise bis zu deren Lebensende. Eine solche Vereinbarung kann privat aus diversen Gründen getroffen werden. So kann zum Beispiel eine Immobilie im Tausch gegen eine Leibrente übergeben werden. Genauso gut, kann ein Haus gegen Zahlung einer Leibrente verkauft werden.

Zwischen dem Verkäufer und Käufer kann also vereinbart werden, dass der Käufer die Immobilie erwirbt. Im Gegenzug leistet er dafür eine Rentenzahlung an den Verkäufer und gewährt ihm ein lebenslanges Wohnrecht (das Nießbrauch).

Wann sich ein Verkauf mit Leibrente lohnt

Nun fragt man sich, warum jemand sich auf so ein Geschäft einlässt. Für den Verkäufer ist das Modell ziemlich attraktiv: Der Verkäufer hat ein Dach über dem Kopf und ein regelmäßiges Einkommen. Es schützt ihn vor Altersarmut.

Der Käufer pokert darauf, dass der Inhaber des Wohnrechts irgendwann verstirbt und teurer weiterverkaufen darf. Allerdings kann der Käufer erhebliche Probleme haben, das Haus zum marktüblichen Kaufpreis zu veräußern, solange das Nießbrauch und die Vereinbarung zur Leibrente gilt. Die finanziellen Belastung verringert den Wert des Hauses enorm. So ist es nicht verwunderlich, dass Banken häufig als Käufer auftreten und eine Leibrente zahlen, da sie das Risiko berechnen und im Ernstfall aushalten können.

Woran erkenne ich, ob eine Immobilie belastet ist?

Wenn man nicht wie Kevin Kline so einfach die Immobilie besichtigen kann, empfiehlt es sich in den Grundbuchauszug der Immobilie zu blicken. Hier wird in Abteilung II die Vereinbarung zum Nießbrauch und zur Leibrente festgehalten. Und ganz wichtig: Es gilt nur das, was hier beschrieben wird. Mündliche Nebenabreden gibt es nicht! Wenn Ihnen eine alte Dame erzählt, dass sie in der Wohnung leben darf, sollten sie lieber noch einmal zur Kontrolle ins Grundbuch schauen. Den Grundbuchauszug erhalten Sie beim zuständigen Grundbuchamt, in dem die Immobilie liegt.

Falls Ihnen wie Kevin Kline ein Haus mit Nießbrauchrecht und Leibrente untergejubelt wird, sollten Sie unbedingt den Werteinfluss von einem Gutachter überprüfen lassen. Denn er berechnet den entsprechenden Marktwert anhand der im Grundbuch Abteilung II eingetragenen Informationen. Dies lässt sich bei Sprengnetter24 bereits mit einer Immobilien-Prüfung verbunden mit der Überprüfung von Rechten und Lasten ermitteln.

Gewinnspiel: Freikarten für „My Old Lady”

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Quelle: Ascot Elite Filmverleih

In Zusammenarbeit mit Ascot Elite Filmverleih verlosen wir 2 x 2 Freikarten für den Film „My Old Lady”. Schreiben Sie bis zum 25.11.2014, 24 Uhr unter diesen Artikel eine Antwort. Die glücklichen Gewinner werden von uns schriftlich benachrichtigt.

Erdwärme – die schlaue Art zu heizen?

Erdwärme (oder: Geothermie) hat als Energielieferant den wohl besten Ruf. Sie ist unbegrenzt und jederzeit verfügbar. Doch steigert Sie auch den Wert einer Immobilie?

Denn Erdwärme ist nicht nur umweltfreundlich und überall verfügbar, sondern sie kann auch für viele Hausbesitzer eine kostengünstige Alternative zu konventionellen Heizungssystemen sein.

Erdwärme, die aus dem Innern unseres Planeten kommt, ist ein Geschenk der Natur. Sie ist nicht nur emissionsfrei, ständig unbegrenzt und überall verfügbar, sondern sie ist vor allem eines: fast kostenlos. Jedoch nur fast, denn die Nutzung der Erdwärme muss durch technische Aufwendungen erreicht werden, die Kosten verursachen. Dazu zählen die Installation und der Betrieb einer Erdwärmeanlage zum Beheizen für das eigene Heim.

Die Kosten für eine solche Sole-Wasser-Wärmepumpe etwa setzen sich aus der Erschließung der Wärmequelle, der Wärmepumpe selbst, dem Einbau, dem Zubehör und den laufenden Stromkosten zusammen. Bei der Nutzung der Erdwärme muss zunächst eine Entscheidung zwischen einer Erdwärmesonde und Erdwärmekollektoren gefällt werden. Diese sogennanten Sonden bohren von 50 bis zu 100 Meter tief in die Erde. Dabei fallen Kosten von 6.000 bis 12.000 Euro an. Je nach geographischer Beschaffenheit des Bodens kann es auch teurer werden.

Erdwärme-Kosten unterschiedlich

Die Preise für die Kollektoren-Variante liegen etwa bei der Hälfte. Sie benötigen keine fachmännische Bohrung, sondern können auch in Eigenregie ausgehoben werden. Dafür sind die Stromkosten höher, weil die Temperatur geringer ist. Die Erdwärmepumpe an sich kostet zwischen 6.000 und 11.000 Euro.

Auch fallen teilweise sehr unterschiedliche Kosten für den Einbau dieser Erdwärmeanlagen an. Anfallende Kosten für Zubehör liegen zwischen 500 und 1.500 Euro. Während des Betriebes der Erdwärmeanlage entstehen auch Stromkosten. Zusätzlich zum normalen Zähler für den Haushaltsstrom braucht man einen Zähler für die Erdwärmepumpe, da es für diese oft günstigere Tarife gibt.

Die Anschaffung einer Erdwärmeanlage inklusive einer Erdwärmeheizung ist momentan noch teurer als der Kauf einer Öl- oder Gasheizung. Die Betriebskosten sind aber viel geringer (50 bis 70 Prozent). So sollte man es sich gut überlegen, ob einem diese Anschaffung Wert ist. Man kann durchaus sagen, dass dies auf jeden Fall eine sehr positive Auswirkung auf die Umwelt hat. Und wer für die Zukunft plant kann durchaus auch wieder Geld sparen.

Erdwärme-Kosten unterschiedlich

Natürlich stellt sich die Frage, ob eine Erdwärmeanlage den Immobilienwert steigert. Das ist nicht so leicht zu beantworten. Wer ein Haus mit einer Erdwärmeanlage kauft, legt vielleicht dafür etwas mehr auf dem Tisch. Andererseits muss er auch die Kosten für die Instandhaltung tragen, wodurch wiederum der Wert der Immobilie nach unten gesenkt wird. Unbestritten ist jedoch, dass durch eine Erdwärmeanlage Bedarf an zusätzlichen Energiequellen sinkt. Das Haus wird dadurch besonders energieeffizient.