Archiv für den Monat: Februar 2014

Jurte – ein tolles Ökohaus

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Quelle: Kirgisische Botschaft

Im Zuge der Weiterentwicklung des Menschen haben sich im Laufe der Jahre auch immer neuere und modernere Bau- und Lebensformen gebildet, die hauptsächlich auf zunehmenden Luxus ausgerichtet sind. Das führte jedoch zwangsläufig dazu, dass sich der Mensch immer mehr von der Natur entfremdet hat und auch die Qualität unserer Gesundheit und Umwelt immer weiter in den Hintergrund rückt. Je mehr kompliziertere und künstliche Baustoffe im Leben des Menschen verwendet werden, desto mehr wird auch der körperliche und seelische Zustand der Bewohner beeinträchtigt. Oftmals wird vergessen, dass gerade die Nähe zur Natur das Leben gesünder macht.

Der Natur ganz nah

Ein besonderes Beispiel für ein gesundes Leben inmitten des idyllischen Grün ist das Naturhaus der Nomaden, auch Jurte genannt. Sie ist die traditionelle Behausung der Nomaden Zentralasiens und besonders das kirgisische Volk bleibt fest in seinen Traditionen verwurzelt. Kirgisien gehört zu den schönsten Staaten Zentralasiens und ist besonders stolz auf seine jahrtausendealte orientalische Kultur inmitten der traumhaften Natur. Besonders durch das einfach aufzustellende Filzzelt konnte das Volk an dem Nomadentum festhalten und auch heute ist die Jurte bei den „Chaban“, den kirgisischen Schäfern, sehr beliebt für die Übernachtung mit den Herden auf weiten Bergwiesen. Die Tradition und Philosophie dieser Nomaden spiegelt sich besonders in ihren Handarbeiten wieder und lässt die Jurten somit nicht nur praktisch wirken, sondern auch einzigartig aussehen. Nach den besonderen Übernachtungen in Tipis und Iglus geht nun auch in Europa der Trend zu den Behausungen des Ostens über und immer mehr Menschen lernen die Vorteile des Lebens nahe der Natur zu schätzen.

Das bewährte Heim der Nomaden Zentralasien

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Quelle: Kirgisische Botschaft

Die kirgisische Jurte ist ein reines Naturprodukt, das in Handarbeit aus Öko-Naturbaustoffen wie Holz und Bauteilen aus Filz gefertigt wird. Das Gerüst dagegen besteht aus verschiedenen Holzteilen wie etwa Wandsegmenten, Dachstangen und Kronen. Die Wand- und Dachfilze sorgen für eine natürliches Raumklima und das Wohlbefinden der Bewohner und die runde Form des Raumes steht den eckigen Räumen unserer Häuser gegenüber und sorgt für Ruhe und Geborgenheit, wobei sie zudem optimalen Windwiderstand bietet. Ein integrales Bestandteil der Jurten sind Ornamente und Schmuck, die der Behausung eine einzigartige Schönheit verleihen. Schon die Nomaden haben die Naturzelte so praktisch und komfortabel wie möglich gestaltet und der Unterkunft einige praktische Eigenschaften verpasst. Denn was kaum zu glauben ist: die Jurte hält die Temperatur konstant und angenehm. So haben es die Bewohner sogar bei -50 °C warm und selbst im Sommer, wenn die Temperatur außen die 40 °C Marke erreicht hat, ist es im Inneren der Behausung angenehm kühl.

Die Traditionen des kirgisischen Volkes

Die Kirgisen haben einige Traditionen rund um die großen Zelte. So sollte der Eingang immer gegen Süden oder Südosten blicken und das innere in funktionelle Zonen eingeteilt werden. Gegenüber dem Eingang befindet sich eine Truhe mit den wertvollsten Gegenständen der Bewohner sowie einigen Decken zum Warmhalten. In der Mitte sorgen eine Feuerstelle und ein niedriger Tisch für Gemütlichkeit. Traditionell ist die Jurte so eingeteilt, dass sich rechts die Frauenseite mit Haushaltsgegenständen und Kindersachen befindet und die linke Seite den Männern für Sättel, Zaumzeug und andere Gegenständen zur Verfügung steht.

Über den Autor:

Manas Kadyrbaev, geboren und aufgewachsen in Osh, im Süden Kirgisiens. Seit 2007 lebt und studiert er in Berlin. 2013 hat er sein Bachelor-Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Recht im Studiengang International Business Management erfolgreich abgeschlossen. Zurzeit unterstützt er die Online-Marketing Abteilung bei Sprengnetter24.

Fußbodenheizung vs. Heizkörper – der Vergleich

Obwohl sich das seltsam anhören mag, so hat die Fußbodenheizung eine wesentlich ältere Geschichte als die Heizkörpersysteme. Schon vor Christi Geburt ließen römische Architekten in den Villen ihrer Auftraggeber Rohre aus Ton, die unter dem Fußboden verlegt wurden, mit heißem Dampf oder auch Rauch befüllen und sorgten so für Wärme in den Räumen. Gerade in Norditalien kann es zur Winterzeit genau so kalt werden wie etwa in Köln oder München. In der Neuzeit waren es dann Heizkörper, die überwiegend die Erwärmung von Wohnungen und Häusern übernahmen und heute hat ein Bauherr oder eine Bauherrin die Qual der Wahl zwischen Heizkörper und Fußbodenheizung.

Die Vor- und Nachteile einer Fußbodenheizung

Mit einer Fußbodenheizung wird im Raum eine gleichmäßige, von unten abstrahlende und flächige Wärme erzeugt. Die Menschen, die sich im Raum aufhalten, werden idealerweise zuerst an den Füssen erwärmt und sie behalten einen kühlen Kopf, im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Fußbodenheizung hat noch heute mit Vorurteilen zu kämpfen, benötigt aufgrund der Flächenverteilung aber tatsächlich nur wenig Energie.
Die Nachteile einer Fußbodenheizung liegen in den Investitionskosten, die relativ hoch sind, und im Falle eines Schadens kann die Reparatur sehr aufwendig werden. Ein weiterer Nachteil ist die sehr trockene Raumluft durch die Flächenbeheizung.

+ Gleichmäßige Wärme
+ Gleichmäßig verteilte, aufsteigende Wärme
+ Niedrige Betriebskosten
– Hohe Investitionen
– Hohe Reparaturkosten
– Trockene Raumluft

Die Vor- und Nachteile von Heizkörpern

Ein Heizkörper wird in einem Raum üblicherweise unter dem größten vorhandenen Fenster montiert. Die vom Heizkörper aufsteigende Wärme beheizt die Frischluft und lässt diese im Raum zirkulieren. Idealerweise wandert dabei die Warmluft durch den oberen Bereich des Raumes und sinkt auf der gegenüberliegenden Seite wieder ab. Solange diese Zirkulation nicht durch zu viele oder falsch positionierte Möbel unterbrochen wird, ergibt sich ein angenehmes Raumklima mit ausreichender Luftfeuchtigkeit. Heizkörper benötigen relativ wenige Investitionskosten aufgrund des geringen Montageaufwands.
Die Nachteile des Heizkörpers liegen in der punktuellen Wärmeabgabe. Gerade bei sehr gut isolierten Fenstern ist die Frischluftzufuhr nur gering und die Zirkulation erfolgt mit bereits verbrauchter Luft. Zudem reagiert ein Heizkörper nur sehr träge auf Temperaturveränderungen, da ein kälter oder wärmer werdender Heizkörper immer nur von seinem Standpunkt aus reagieren kann, der im Verhältnis zum Raumvolumen gering ist.

+ Gutes Raumklima bei idealen Bedingungen
+ Geringe Investitionskosten
+ Geringe Reparaturkosten
– Punktuelle Wärmeabgabe
– Schlechte Energiebilanz bei hoher Wärmedämmung
– Unflexibel bei Temperaturänderung

Für welches System sich Bauherrin oder Bauherr entscheidet, sollte vom Bauvorhaben abhängig gemacht werden und welche Heizung die Passende dazu ist, kann auf unidomo.eu nachgesehen werden.