Archiv für den Monat: September 2013

Wenn die Kinder flügge werden – wie nutzt man das alte Kinderzimmer?

Das Thema Ausziehen wird bei vielen Familien mit jungen Erwachsenen hin und wieder mal angesprochen. Wenn es dann jedoch so weit ist passiert meist alles von heute auf morgen. Gestern waren die Kinder noch da, doch spontan ergab sich das Angebot eines WG-Zimmers oder der Auszug mit Freund oder Freundin und schon ist man alleine in dem Haus.
Wenn die Kinder dann aus dem Haus sind, ist es für die meisten Eltern sehr ungewohnt. Auf einmal hört man keine laute Musik mehr und die Schmutzwäsche im Bad ist auch verschwunden. Allerdings ist die neu gewonnene Ruhe auch befremdlich.
Hat man sich erst einmal an die neue Situation gewöhnt, bleibt die Frage, was wird jetzt aus dem alten Kinderzimmer?

Den neuen Raum zu nutzen erscheint gerade am Anfang oft schwierig. Für Eltern ist es ein gravierender Schlussstrich eines Lebensabschnitts, der nicht leicht fällt. Viele lassen das Zimmer ihrer „Kleinen“ lange Zeit in seinem ursprünglichen Zustand. Schließlich kann es ja sein, dass nicht alles wie geplant klappt und der Sprössling doch noch einmal in die heimischen Gefilde zurückkommt. Auch die meist da gelassenen Möbel finden keine anderweitige Verwendung und werden dementsprechend so stehen gelassen, wie sie sind. Dabei bietet der neu gewonnen Raum zahlreiche Möglichkeiten, um sich ganz neu zu entfalten.

Den freien Raum neu gestalten

Hat sich die Situation, dass das Kind nun ein eigenes Leben führt, erst einmal gefestigt, kann man sich an die Umgestaltung des ehemaligen Kinderzimmers ranmachen.
Viele nutzen den Raum als Gästezimmer, bei dem vieles von dem alten Inventar so stehen bleiben kann. Oft wird das Zimmer auch zum Arbeitszimmer umfunktioniert. Endlich hat man Platz alle Unterlagen an einem Ort einzuordnen und aufzubewahren. Das lästige Arbeiten am Küchentisch bleibt dann erspart und man kann sich ungestört seinen Aufgaben widmen.

Natürlich lassen sich noch viele weitere Gestaltungsmöglichkeiten und offene Wünsche umsetzen. So kann es am Ende als Traum einer jeden Frau als Ankleidezimmer fungieren. Blusen und Jacken, die eng gequetscht im Kleiderschrank hängen? Diese Zeiten könnten vorbei sein, wenn das Zimmer entsprechend eingerichtet und damit genügend Stauraum für alle Kleidungsstücke geschaffen wird.
Doch auch für den Herrn Papa kann das Zimmer einen lang ersehnten Traum erfüllen. Eine coole Bar und ein Flipper-Automat? Kein Problem, solange alle Hausbewohner mit dieser Raumnutzung einverstanden sind. So kann der ein oder andere Männerabend hier verbracht werden, ohne dabei die Dame des Hauses zu stören. Unter anderem kann auch ein angrenzender Raum vergrößert werden, indem man ein Durchbruch der Wand in Angriff nimmt. Dazu muss natürlich geprüft werden, inwiefern tragende Wände vorliegen.

Die Umgestaltung des Zimmers wird in der Regel nichts an dem Wert des gesamten Hauses verändern. Jedoch bringt es einen ganz persönlichen Wert mit sich einen neuen Rückzugsort zu erhalten. Egal wie man das alte Kinderzimmer schließlich umgestaltet – der zusätzliche Platz schafft Freiraum für Vorstellungen, die aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten bislang hinten anstanden und es macht Spaß etwas neu einzurichten und zu gestalten.

So finden Sie die passende Immobilie

Der Kauf einer Immobilie, eines Grundstück oder eines bezugsfertigen Hauses bedarf vor allem eines: Zeit. Niemand sollte den Fehler machen und den Suchprozess unterschätzen. In der Regel dauert es nach Beginn der Suche mehrere Monate bis der Vertrag zum Immobilienkauf endlich unterschrieben ist. Eine gut investierte Zeit, schließlich soll die Immobilie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten der Lebensmittelpunkt für die Familie werden. Bei der Suche selbst gilt: viele Wege führen zum Ziel.

Die passende Immobilie finden – Prioritäten setzen und die Suche dokumentieren
Eine Immobilie ist alles andere als ein kühnes Rechenmodell, um Mietsteigerungen auszuweichen und im Alter mietfrei zu wohnen. Vielmehr ist es ein hochemotionales Vorhaben, welches das allgemeine Wohlempfinden eines Menschen und damit seine Lebensqualität direkt beeinflusst. Wichtig ist es daher, eine möglichst genaue Vorstellung darüber zu entwickeln, wie die Immobilie beschaffen sein soll. Eine Liste mit Prioritäten schafft nicht nur innerhalb der Lebensgemeinschaft Klarheit, sondern dient auch als Referenz, welche die verschiedenen Angebote während der Suche anhand eines Kriterienkatalogs vergleichbar macht.

Hat man als Paar oder Familie eine gemeinsame Idee von der Lage, der Immobilienart und unverzichtbaren Merkmalen entwickelt, sind Immobilienportale im Internet ideal, um sich einerseits einen Überblick zu verschaffen und sich andererseits gleich nach potenziellen Baufirmen umzuschauen. Um attraktive Angebote später leicht wiederzufinden, lautet der zweite Tipp, sich frühzeitig eine Datei oder einen Aktenordner anzulegen, um alle Kontakte, Termine, Ausschreibungen und Angebote zu sammeln und zu ordnen. Portale wie Haus-XXL unterstützen nicht nur bei der Immobiliensuche, sondern liefern außerdem Planungshilfen, Checklisten und ein persönliches Bauherrenprofil, um Angebote und Baupartner komfortabel zu verwalten.

Immobiliensuche: Alle Mittel und Wege ausschöpfen
Sicher ist, dass die Traumimmobilie nicht „vom Himmel fällt“. Daher lautet ein weiterer Tipp, die Suche auf möglichst breiter Front anzugehen. Das heißt, sich sowohl im persönlichen Umfeld als auch vor Ort in der Wunschregion umzuschauen, wo beispielsweise neues Bauland ausgeschrieben ist oder wo Häuser zum Verkauf stehen. Weitere Informationsquellen sind Anzeigen in Tageszeitungen sowie in deren Immobilienbeilagen. Dort kann man sich einen Überblick über die allgemeine Marktlage und preisliche Größenordnungen verschaffen.

Neben den bereits angesprochenen Immobilienportalen, kann auch ein Makler die Immobiliensuche unterstützen. Vor allem dann, wenn den Suchenden selbst wenig Zeit bleibt, sich nach passenden Immobilien umzusehen. Aber auch in diesen Fällen ist es ratsam, sich selbst das ein oder andere Objekt anzuschauen, um ein Gefühl für die aktuellen Preise zu entwickeln und Immobilien besser vergleichen zu können.

Tipps für die Immobiliensuche

  1. Zeit nehmen: Kündigen Sie Ihre Wohnung erst, wenn die neue Immobilie fest steht. Nehmen Sie im Zweifel Kosten wie z.B. weiter laufende Mietzahlungen in Kauf, da übereilt getroffene Entscheidungen oftmals noch viel höhere Kosten nach sich ziehen.
  2. Prioritäten setzen: Schärft den Blick auf die wesentlichen Anforderungen und hilft beim Vergleich von Immobilienangeboten.
  3. Suchradius erweitern: Alle verfügbaren Informationsquellen nutzen, vom Spaziergang durch das Wunschgebiet über die Verkaufsangebote von Banken bis hin zu Online-Portalen und Immobilienmaklern.
  4. Dokumentieren: Anbieter, Baupartner und andere Kontakte vermerken sowie Details zu besichtigten Objekten notieren, um stets den Überblick zu behalten.

Home Staging- die Kosmetikbehandlung für Immobilien

Eine wichtige Maßnahme beim Verkauf einer Immobilie ist die Erstellung eines ansprechenden Exposés mit schönen Fotos der Räumlichkeiten. Doch die geschmackvollsten Bilder bringen nichts, wenn der erste Eindruck bei der Besichtigung einer Immobilie nicht stimmt. Ist das Haus oder die Eigentumswohnung noch bewohnt, können verstreute Turnschuhe im Flur, Kleinkram auf dem Fensterbrett oder die Zahnbürsten der Bewohner im Bad sehr abschreckend auf potenzielle Käufer wirken. Der Geschmack des Vorbesitzers ist allgegenwertig und macht es schwer sich sein eigenes Inventar in der Immobilie vorzustellen. Die Folge ist, dass oftmals ansprechende Objekte lange nicht verkauft werden und Käufer auf sich warten lassen. Durch das sogenannte Home Staging kann eine Immobilie subjektiv verschönert werden, sodass sie interessanter auf Käufer wirkt. Der Wert der Immobilie bleibt jedoch unverändert.

Verkaufsförderung durch Home Staging

Home Staging dient dazu, die Immobilie optimal zu präsentieren. Bei dieser verkaufsfördernden Maßnahme wird die Immobilie für die Käufer ins rechte Licht gerückt und wie der Name schon sagt, in Szene gesetzt. Durch den gezielten Einsatz von Möbeln, Licht, Farbe und Fußbodengestaltung soll eine angenehme Atmosphäre geschaffen werden, um den Verkauf zu fördern.

Ursprünglich aus den USA stammend findet diese Form der Immobilien Präsentation auch immer mehr Verwendung in Deutschland. Seit 2006 gibt es die ersten Home Staging Agenturen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben die eigenen vier Wände ansprechend zu repräsentieren.
Bei der Gestaltung einer noch bewohnten Immobilie findet dabei eine sogenannte Entpersonalisierung statt. In einer Atmosphäre, die in allen Details auf den Stil des Vorbewohners hinweist, fällt es schwer sich selbst wiederzufinden. Deshalb werden persönliche Gegenstände wie z.B. Familienfotos entfernt und ein neutraler schlichter Stil gestaltet. Bestehende Möbel werden teilweise umgestellt und mit kleinen Accessoires ergänzt. Der „Home Stager“ will damit einen Wohnstil gestalten, der möglichst den Geschmack von vielen potenziellen Käufern anspricht, es einfacher macht sich die persönliche Einrichtung vorzustellen und dem Objekt das Flair einer Verkaufsimmobilie gibt.

Durch Home Staging Leben in leere Räume bringen

Nicht nur für bewohnte Immobilien ist das Home Staging interessant. Ebenso kann es bei leer stehenden Räumlichkeiten helfen die Vorstellungskraft der Käufer anzuregen und eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Die Käufer bekommen einen Eindruck dafür, wie ein Zimmer gestaltet werden und die Wohnfläche genutzt werden kann. Dabei bieten die meisten Home Staging Agenturen Leihmöbel für die Zeit der Verkaufspräsentation an. Mit einer Vielzahl an Inventarstücken aus ihrem eigenen Lager und durch Kooperationen mit Möbelhäusern besteht eine große Auswahl an passenden Gegenständen um jeden Raum eine eigene Note zu geben. Diese gut durchdachte Gestaltung gefällt vielen Käufern dabei so gut, dass sie die Einrichtung gleich mit übernehmen möchten.

Auch die Verkaufszahlen sprechen für den Erfolg des Home Staging. Oftmals sind Immobilien die lange Zeit unverkauft blieben nach einem Home Staging schnell vergeben. Experten der Branche belegen immer wieder, dass der Verkaufszeitraum sich bis um die Hälfte verkürzen lässt und Käufer durchaus dazu bereit sind, mehr zu bezahlen.* Allerdings bietet die Home Staging Technik nur eine subjektive Verbesserung der Immobilie. Im Klartext: Home Staging erhöht nicht den Wert der Immobilie, sondern nur den gefühlten Kaufpreis und die Kaufbereitschaft. Als Verkäufer kann man sich diese Technik zunutze machen, um Interessenten ein Haus oder eine Wohnung zu zeigen. Als möglicher Käufer sollte man sich jedoch nicht von dem verglasten Esstisch, der schönen Deckenleuchte oder dem edlen Ledersofa ablenken lassen, denn diese Möbel verlassen die Immobilie schnell, wenn der Kaufvertrag unterschrieben ist.

* Quelle: CNN Money [Stand vom 16.09.2013]