Als Kleinanleger vom Immobilienboom profitieren

In den deutschen Großstädten klettern die Immobilienpreise immer weiter nach oben. Selbst eine eher bescheidene Wohnung ist für einen Normalverdiener kaum noch finanzierbar. Wer eine Immobilie erwirbt, muss seine gesamten Rücklagen einsetzen und sich zudem noch hoch verschulden. Per Crowdinvesting soll es nun auch Kleinanlegern möglich sein, vom Immobilienboom in den deutschen Städten zu profitieren. Entsprechende Anlagen gibt es bei mehreren Anbietern, welche Renditen von mehr als 6 Prozent jährlich versprechen. Doch taugen solche Modelle wirklich und welche Möglichkeiten bieten der Immobilienmarkt noch, ohne dabei ein unkalkulierbares finanzielles Risiko einzugehen?

Crowdinvesting verspricht hohe Gewinne
Das Angebot klingt auf den ersten Blick nicht schlecht. Eine jährliche Rendite von 6,5 Prozent bei einer geringen Mindestanlage ab 500 Euro. Geworben wird damit für eine 6,8 Millionen Euro teure Immobile mit 16 Wohnungen nahe Düsseldorf. Per Crowdinvesting sollen innerhalb von drei Monaten 750.000 Euro eingesammelt werden. Die restliche Finanzierung läuft über Eigenkapital und Bankkredite.

Bei genauerer Betrachtung sind solche Angebote jedoch eher fragwürdig. Da es sich hierbei um sogenannte Nachrangdarlehen handelt, erwirbt der Investor kein Besitzrecht an der Immobilie. Kommt es zu einer Pleite werden zunächst die Forderungen der Bank bedient, sodass Anleger am Ende leer ausgehen könnten. Verbraucherschützer sehen solche Modelle deshalb kritisch.

Anlage in geschlossene Immobilienfonds
Oftmals noch höher ist das Risiko beim Einstieg in einen geschlossenen Immobilienfonds. Hier werden Investoren tatsächlich Miteigentümer der Immobile, zumeist einem großen Gewerbeobjekt wie ein Hotel oder Bürokomplex. Ist genügend Kapital vorhanden wird der Fonds geschlossen. Offene Immobilienfonds erfordern in der Regel eine hohe Mindesteinlage von 10.000 Euro und mehr. Werden die im Fonds enthaltenen Immobilien gewinnbringend verkauft, können Anleger mit einer hohen Rendite davon profitieren. Bei einem Scheitern muss dieser jedoch mit seiner gesamten Einlage haften. Dies war in den letzten Jahren immer wieder der Fall. Zu den weiteren Nachteilen von geschlossenen Immobilienfonds gehört die geringe Flexibilität. Einmal eingezahlt muss der Anleger seine Anteile bis zum Ende der Laufzeit halten.

Offene Immobilienfonds für Kleinanleger besser geeignet
Für private Anleger sind offene Immobilienfonds zumeist die deutlich bessere Alternative. Hier ist der Einstieg bereits mit kleinen Beträgen möglich und die Risiken sind deutlich breiter gestreut. Große Fonds investieren in dutzende von Immobilien gleichzeitig. Benötigt wird hierfür lediglich ein entsprechendes Depot. Die besten Anbieter finden sich dabei mit einem BrokerVergleich.

Ein kleiner Nachteil dabei ist, dass Anleger oftmals nicht wissen, in welche Immobilien genau investiert wird. Zwar sind die einzelnen Objekte in der Regel aufgelistet, der Fondsmananger kann jedoch jederzeit kaufen und verkaufen. In den letzten Jahren sind auch einige offene Fonds in Verruf geraten, die Gesamtentwicklung verläuft jedoch überwiegend positiv. Die möglichen Renditen lagen zuletzt bei rund 2 bis 3 Prozent jährlich. Dies ist durchaus beachtlich, wenn man bedenkt, dass es für Festgeld oftmals weniger als ein Prozent gibt.

Indirektes Investment in Aktien
Neben Immobilien gibt es auch bei Aktien aktuell einen echten Boom. Wer von beiden Entwicklungen profitieren möchte, kann beispielsweise in Wertpapiere der großen Immobiliengesellschaften investieren. In Deutschland wären dies beispielsweise Deutsche Wohnen, Gagfah oder Patrizia Immobilien. Die Wertentwicklung der Aktien lag in den vergangenen Jahren über der des DAX. So hat sich beispielsweise der Wert der Patrizia Aktie seit 2010 versiebenfacht. Allerdings unterliegt der Aktienmarkt mitunter starken Schwankungen. Verläuft die Gesamtentwicklung negativ sind hiervon auch Unternehmen betroffen, welche in erstklassige Immobilien investiert haben.

Das Labyrinth der Systeme: Was Immobilienbesitzer bei Hausautomatisierung beachten sollten

Hausautomatisierung boomt. Insbesondre in den Vereinigten Staaten, aber auch in Ländern wie Brasilien, China, Südkorea ist das Modell auf dem Vormarsch. Und bis 2018 soll auch ein Viertel aller deutschen Haushalte intelligent vernetzt sein. Der Markt wächst ununterbrochen.
Für Bauherren stellt sich somit auch hierzulande die Frage nach der frühen Einplanung der Technologie in den Bauprozess, für Immobilienbesitzer wiederum die Frage nach Nachrüstung ihres Wohnobjekts. Ganz gleich, ob der Grund die Wertsteigerung der Immobilie an sich, damit verbundene höhere Mieteinkünfte oder das eigene Bedürfnis nach höherem häuslichen Komfort ist – die Nachrüstung ist nicht ohne Tücken. Das Hausbauportal www.haus-xxl.de weist auf die letzten Entwicklungen und Trends hin.

Die Entwicklung des Smart-Home Marktes

Als Mark Weiser 1991 seinen viel beachteten Aufsatz „Das Internet der Dinge“ veröffentlichte, sagte er voraus, dass Mitte oder Ende des 21. Jahrhunderts Geräte intelligent agieren würden. Er schrieb, dass sie miteinander kommunizierten und so dem Verbraucher einfache Handgriffe abnehmen und massiv entlasten würden.
Viel ist seitdem passiert. Aus großen Blöcken mit Antennen wurden kleine handliche Handys, aus den Handys wieder größere Smartphones und was Google Brille und Apple Watch versprechen, geht wieder in eine neue Richtung. Aber bereits spätestens seit 2002, als die ersten Smart Home Systeme serienreif wurden, ist Weisers Vision so nah wie nie. Die Steuerung von Heizung, Licht und Multimedia konzentriert sich mehr und mehr auf wenige Schaltstellen. Ein guter Grund für den Hausbesitzer rasch auf den Zug aufzuspringen. Oder?

Gelingt die Kombination von Betongold und smarter Gebäudesteuerung?

Im Smart Home Bereich wird ein Kontrast deutlich. Es ist ein Kontrast der Flexibilitäten: Immobilien, die unbeweglichen, soliden, meist in Stein gebauten Wertanlagen treffen hier auf eine junge, dynamische Industrie, die sich selbst noch nicht gefunden hat. Die Unternehmen, deren Altersdurchschnitt der Mitarbeiter weit unter dem anderer Sektoren liegt, hat viel ausprobiert, viel erreicht und viel verworfen.
Wohin die Reise geht ist klar: Am Ende steht das intelligente Haus, das seine Bewohner verwöhnt, entlastet und letztendlich dadurch Komfort und Freude schenkt. Welcher Weg dabei beschritten werden soll, bleibt jedoch unklar. Und genau hier liegt die Gefahr für den Haus- oder Wohnungsbesitzer: Unausgereifte Technologien sind nicht nur Anfällig, sondern deren Installation und eventuelle nachträgliche Entfernung können zusätzliche, unnötige Kosten verursachen.

Probleme der gängigen Systeme

Die gängigen Systeme von Smart Home Systemen, die bisher etwa von HomeMatic, der Telecom oder RWE angeboten wurden, werden von einem speziellen Techniker installiert. Die aus einem zentralen Verteiler bestehenden Systeme benötigen separate LAN Kabel zu den zu bedienenden Geräten, zu jedem Schalter und Sensor; oft muss das Stromnetz zusätzlich erweitert werden. Der Kauf bzw. die Nachrüstung einer Immobilie mit solch einem System belief sich in der Regel auf mehrere Tausend Euro und kann je nach Größe des Objekts in die zehntausender hineinreichen. Das ist auch der Grund, weshalb sich die Systeme nur schleppend durchsetzten und wenn, oft nur im Kleinen und nicht als Gesamtkonzept verwirklicht wurden.
Neben den Installationskosten kommen noch möglicherweise wertmindernde Eingriffe in das Wohnobjekt hinzu. Kernbohrungen, externe Kabelverläufe und ein erhöhter Stromfluss erhöhen das Risiko von Defekten, allein durch die Größe des Netzes.
Zwar haben die größten Hersteller oft über 10 Jahre Erfahrung und oft auch die passenden Ersatzteile, völlig ausgereift ist die Technologie allerdings noch nicht und nicht jedes Gerät lässt sich ohne größere Komplikationen an das System anschließen. Bei einer normalen Entwicklung wäre das kein Problem, die Kinderkrankheiten der Systeme würden sich auswachsen. Allerdings bekommen die alten Systeme seit einigen Jahren Konkurrenz: Digitalstrom bietet eine leicht modifizierte und günstigere Alternative

Von gängigen Smart Home Systemen zu Digitalstrom

Der Begriff Digitalstrom ist noch umstritten: Einige Firmen beanspruchen den Begriff als Markennamen, bieten aber nicht das an, was andere als Digitalstrom bezeichnen. Der hier vorgestellte Digitalstrom zeichnet sich grundsätzlich dadurch aus, dass das Hausinterne 230V Stromnetz genutzt wird. Die Herzstücke sind ein intelligenter Impulsgeber und ca. vier mal sechs Millimeter kleine Hochvolt-Chips, in den angesteuerten Geräten entweder schon produktionsseitig eingebaut sind oder nachgerüstet werden können. Der Impulsgeber, das Digitalstrom-Meter, verteilt wie ein Bewässerungskanal den Strom und reguliert, beispielsweise bei gewünschter Lichtdämmung, dessen Stärke. Ein Digitalstromserver ist mit dem Digitalstrom-Meter und mit dem Internet verbunden sodass auch über das Smartphone oder den Heimcomputer die Anlage gesteuert werden kann.
Aber auch hier ist der Preis noch relativ hoch. Theoretisch wären bei Massenproduktion 2-3 Euro pro Chip möglich, natürlich nur, wenn sich exakt dieses System durchsetzt. Momentan liegt der Preis noch bei ca. 60 Euro pro Chip. Gleichzeitig kommen neue Systeme auf, die komplett auf Funk basieren. Da diese (noch) sehr störanfällig – in jedem Fall anfälliger als Kabel – sind, ist die Nachfrage gering, aber auch hier ist Entwicklungspotential.

Standardisierung? Vielleicht!

Problematisch ist zusätzlich, dass sich auf dem IT Markt oft wenige, große Unternehmen durchsetzen. Google, Facebook, Microsoft, Apple sind die wohl bekanntesten Beispiele. Insbesondere, wenn es darum geht, Programme oder Geräte miteinander kompatibel zu machen tun sich diese Konzerne schwer. So ist es in Zukunft beispielsweise nicht mehr möglich, ein Windows Betriebssystem auf dem neusten Apple zu installieren. Ähnlich könnte es bei Hausautomatisierung aussehen: Viele Unternehmen könnten ihre eigene Suppe kochen und die Kombination mit Geräten eines anderen Herstellers ausschließen.
Wenn es nun eine Vielzahl an inkompatiblen Systemen gibt und so der Handel im Europäischen Binnenmarkt gefährdet wird, greift gerne die Europäische Union zur Normierung. Abgesehen also von der Frage, ob das vom Immobilienbesitzer gewählte System überhaupt Chancen auf dem freien Markt hat, muss also auch die Politik im Auge behalten werden.

Bislang kaum ausreichender Datenschutz

Das gilt ebenfalls für den Datenschutz. Da auch die Verschlüsselungstechnik noch nicht 100% ausgereift ist und die Daten genutzt werden können, um den Lebensalltag eines Nutzers exakt nachzuzeichnen, sind Datenschützer eher skeptisch. Sobald die intelligenten Wohnsysteme massenhaft verbreitet seien, würden auch Angriffe auf die Anlagen zunehmen, warnte jüngst ein Sprecher des Chaos Computer Clubs gegenüber der Wochenzeitschrift Die Zeit. Insbesondere Funknetzwerke seien hier eine ernst zu nehmende Schwachstelle. Auch hier gilt: Wenn das vom Immobilienbesitzer verwendete System nicht mögliche noch kommende gesetzliche Mindeststandards erfüllt, kommen zusätzliche Kosten auf.

Fazit – Ein Restrisiko bleibt immer

Die Nachrüstung zum intelligenten Haus bietet eindeutige Vorteile, die sich in dem Wert der Immobilie wiederspiegeln können. Eine Investition sollte jedoch nur dann erfolgen, wenn dem jeweiligen System Zukunftschancen ausgerechnet werden. Wie in einem Labyrinth der Systeme muss der Besitzer entscheiden welche Abbiegung er nimmt, selbst auf die Gefahr hin, den gesamten Weg zurück gehen zu müssen, um dann wieder eine andere Abzweigung einzuschlagen. Bei der steigenden Zahl an Hausautomatisierungen wächst gleichzeitig der Konkurrenzdruck. Diese Dynamik wird sich aber auch in Zukunft kaum vermeiden lassen: Die Verdichtung von Raum und Zeit, so die romantische Umschreibung der Globalisierung, läutet mit einer immer höheren Frequenz neue Runden der Innovation ein. Das Risiko, auf das falsche Pferd zu setzen ist dabei insbesondere für Immobilienbesitzer hoch. Aber vielleicht macht auch gerade das den Reiz an neuer Technologie aus.

Der Verzicht auf einen Makler – eine gute Investition?

In der jüngeren Vergangenheit gab es wohl kaum gesetzliche Änderungen im Mietrecht, die heißer diskutiert wurden als die anstehende Mietpreisbremse und das Bestellerprinzip. Am 1. Juni diesen Jahres ist es soweit: Das Bestellerprinzip tritt in Kraft.

So sehr die Politik auch versucht, diesen Vorstoß zu mehr sozialer Gleichheit bei der Wohnungssuche positiv darzustellen, so sehr zeichnet sich bereits jetzt ab, dass insbesondere das Bestellerprinzip voraussichtlich nur Verlierer mit sich bringen wird. Auf den ersten Blick sind natürlich die Makler und Eigentümer betroffen. Während die Vermieter bereits einen Kassensturz machen und überlegen, ob sich die Beauftragung eines professionellen Vermittlers dann noch für sie lohnt, bangen die Makler um Auftragseinbußen. Die Mieter dürften sich zwar jetzt die Hände reiben, da ihnen eine große finanzielle Last abgenommen wird, aber auch sie werden mit Einbußen zu rechnen haben.

Selbstverständlich wird sich der ein oder andere Eigentümer bereits darüber geärgert haben, dass er nun nicht mehr kostenlos in den Genuss eines Maklers kommt. Vor den Kosten werden darum erst einmal viele zurückschrecken, schließlich will man mit der Vermietung eine Rendite erwirtschaften und nicht draufzahlen. Da liegt der Schluss nahe, die Vermietung kurzerhand selbst in die Hand zu nehmen. Was macht ein Makler denn schon? Eine Wohnungsanzeige zu schalten sowie die Tür aufzuschließen, bekommt man ja auch mit relativ wenig Aufwand selbst in den Griff. Oder etwa nicht? Nur diese beiden Aspekte des Maklerberufes zu bedenken, greift wesentlich zu kurz.

Aufgaben, die ein Makler dem Vermieter abnimmt

Professionelle Makler sind in erster Linie Immoexperten, die den gesamten Prozess der Vermietung übernehmen – von der Ausschreibung der Wohnungsanzeige über die Organisation der Besichtigungstermine bis zur Wohnungsübergabe. Zwar macht das Schalten der Wohnungsanzeigen auf unerfahrene Vermieter wenig Eindruck, wer jedoch selbst schon einmal die Anzeigen eingestellt hat, weiß, wie viel Zeitaufwand damit einhergeht und dass danach mitunter nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden. Denn an erster Stelle stehen die Auswahl der entsprechenden Portale sowie die Aufbereitung der Anzeige. Man sollte sich Gedanken darüber machen, wen man in die Wohnung holen will und wie sich diese Zielgruppe letztlich am besten erreichen lässt. Eine ungünstige Bildauswahl im falschen Medium kann zur Folge haben, dass potenzielle Mieter sich nicht angesprochen fühlen und dementsprechend gar nicht erst auf die Anzeige eingehen. Dadurch reduziert sich die Auswahl der Mietinteressenten wesentlich, sodass sich der Vermieter, wenn er auf die Einnahmen aus der Vermietung angewiesen ist, gezwungen fühlt, einfach den Erstbesten einziehen zu lassen. Ein Makler nimmt dem Vermieter auch die Bonitätsprüfung ab, die ihn vor einem Mieter bewahrt, der aufgrund seiner finanziellen Möglichkeiten unter Umständen nicht in der Lage ist, den Mietzins regelmäßig zu zahlen. Apropos Mietzins: Selbstverständlich gibt der Mietpreisspiegel Vermietern einen Richtwert über die regional angemessene Miete, aber ist das auch wirklich der Preis, den er für seine Immobilie verlangen kann oder wären nicht vielleicht sogar ein paar Euro mehr drin? Vermittler beraten Eigentümer in dieser Hinsicht und vermeiden dadurch unangemessene Preise.

Auch wenn es nicht den Anschein macht, so entfällt viel Zeit eines Maklers darauf, die Termine für Wohnungsbesichtigungen zu koordinieren. Nach dem Schalten der Anzeige müssen zahlreiche Anrufe entgegengenommen und E-Mails beantwortet sowie eine Vorauswahl getroffen werden. Nicht selten sagen Wohnungssuchende Besichtigungen kurzfristig ab, sodass der Makler das Nachsehen hat, da seine Fahrt zum Objekt umsonst war. Wer auf den Makler verzichtet, wird sehen, wie aufwändig dieser Prozess ist.

Sind diese Vorarbeiten abgeschlossen und ist ein solventer Mieter gefunden, geht es an das Aufsetzen des Mietvertrages. Das Mietrecht gehört zu den Rechtsbereichen, die einem kontinuierlichen Wandel unterworfen sind – Neuerungen und Änderungen sind an der Tagesordnung. Vermittler weisen auf derartige Neuerungen hin und beugen so rechtlichen Auseinandersetzungen mit dem Neumieter vor.

Das Bestellerprinzip: Frustration auf allen Seiten

Wer die Vermietung ab sofort in Eigenregie übernehmen will, sieht sich mit einer Menge Herausforderungen konfrontiert, die ihn im ungünstigsten Fall weitaus teurer zu stehen kommen, als hätte er Geld in einen Makler investiert. Es ist davon auszugehen, dass die Qualität der Wohnungsanzeigen deutlich abnehmen wird. Dies führt nicht nur zu vermehrten Anfragen seitens der Mieter, sondern auch dazu, dass die Anfragen deutlich abnehmen werden. Eine frustrierenden Situation für Mieter und Vermieter gleichermaßen. Beide Parteien müssen länger suchen, um die richtige Wohnung beziehungsweise den richtigen Bewerber gefunden zu haben. Den Makler stehen – zumindest in der Anfangszeit –sinkende Einnahmen bevor. Um dennoch weiterhin auf der Erfolgswelle zu schwimmen, wird es erforderlich sein, sich voll und ganz auf seine Serviceleistungen zu konzentrieren, die Mietern oder Vermietern echte Mehrwerte bieten und die Beauftragung eines Maklers unumgänglich machen.

Als Kleinanleger vom Immobilienboom profitieren

In den deutschen Großstädten klettern die Immobilienpreise immer weiter nach oben. Selbst eine eher bescheidene Wohnung ist für einen Normalverdiener kaum noch finanzierbar. Wer eine Immobilie erwirbt, muss seine gesamten Rücklagen einsetzen und sich zudem noch hoch verschulden. Per Crowdinvesting soll es nun auch Kleinanlegern möglich sein, vom Immobilienboom in den deutschen Städten zu profitieren. Entsprechende Anlagen gibt es bei mehreren Anbietern, welche Renditen von mehr als 6 Prozent jährlich versprechen. Doch taugen solche Modelle wirklich und welche Möglichkeiten bieten der Immobilienmarkt noch, ohne dabei ein unkalkulierbares finanzielles Risiko einzugehen?

Crowdinvesting verspricht hohe Gewinne

Das Angebot klingt auf den ersten Blick nicht schlecht. Eine jährliche Rendite von 6,5 Prozent bei einer geringen Mindestanlage ab 500 Euro. Geworben wird damit für eine 6,8 Millionen Euro teure Immobile mit 16 Wohnungen nahe Düsseldorf. Per Crowdinvesting sollen innerhalb von drei Monaten 750.000 Euro eingesammelt werden. Die restliche Finanzierung läuft über Eigenkapital und Bankkredite. Bei genauerer Betrachtung sind solche Angebote jedoch eher fragwürdig. Da es sich hierbei um sogenannte Nachrangdarlehen handelt, erwirbt der Investor kein Besitzrecht an der Immobilie. Kommt es zu einer Pleite werden zunächst die Forderungen der Bank bedient, sodass Anleger am Ende leer ausgehen könnten. Verbraucherschützer sehen solche Modelle deshalb kritisch.

Anlage in geschlossene Immobilienfonds

Oftmals noch höher ist das Risiko beim Einstieg in einen geschlossenen Immobilienfonds. Hier werden Investoren tatsächlich Miteigentümer der Immobile, zumeist einem großen Gewerbeobjekt wie ein Hotel oder Bürokomplex. Ist genügend Kapital vorhanden wird der Fonds geschlossen. Offene Immobilienfonds erfordern in der Regel eine hohe Mindesteinlage von 10.000 Euro und mehr. Werden die im Fonds enthaltenen Immobilien gewinnbringend verkauft, können Anleger mit einer hohen Rendite davon profitieren. Bei einem Scheitern muss dieser jedoch mit seiner gesamten Einlage haften. Dies war in den letzten Jahren immer wieder der Fall. Zu den weiteren Nachteilen von geschlossenen Immobilienfonds gehört die geringe Flexibilität. Einmal eingezahlt muss der Anleger seine Anteile bis zum Ende der Laufzeit halten.

Offene Immobilienfonds für Kleinanleger besser geeignet

Für private Anleger sind offene Immobilienfonds zumeist die deutlich bessere Alternative. Hier ist der Einstieg bereits mit kleinen Beträgen möglich und die Risiken sind deutlich breiter gestreut. Große Fonds investieren in dutzende von Immobilien gleichzeitig. Benötigt wird hierfür lediglich ein entsprechendes Depot. Die besten Anbieter finden sich dabei mit einem BrokerVergleich.

Ein kleiner Nachteil dabei ist, dass Anleger oftmals nicht wissen, in welche Immobilien genau investiert wird. Zwar sind die einzelnen Objekte in der Regel aufgelistet, der Fondsmananger kann jedoch jederzeit kaufen und verkaufen. In den letzten Jahren sind auch einige offene Fonds in Verruf geraten, die Gesamtentwicklung verläuft jedoch überwiegend positiv. Die möglichen Renditen lagen zuletzt bei rund 2 bis 3 Prozent jährlich. Dies ist durchaus beachtlich, wenn man bedenkt, dass es für Festgeld oftmals weniger als ein Prozent gibt.

Indirektes Investment in Aktien

Neben Immobilien gibt es auch bei Aktien aktuell einen echten Boom. Wer von beiden Entwicklungen profitieren möchte, kann beispielsweise in Wertpapiere der großen Immobiliengesellschaften investieren. In Deutschland wären dies beispielsweise Deutsche Wohnen, Gagfah oder Patrizia Immobilien. Die Wertentwicklung der Aktien lag in den vergangenen Jahren über der des DAX. So hat sich beispielsweise der Wert der Patrizia Aktie seit 2010 versiebenfacht. Allerdings unterliegt der Aktienmarkt mitunter starken Schwankungen. Verläuft die Gesamtentwicklung negativ sind hiervon auch Unternehmen betroffen, welche in erstklassige Immobilien investiert haben.

Das Haus der Zukunft von innen

Technik und Computer sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Und auch im Inneren unserer Häuser werden wir in der Zukunft immer mehr technische Erneuerungen finden. Das intelligente Haus der Zukunft denkt für seinen Bewohner mit, schaltet zum Beispiel die Waschmaschine dann ein, wenn der Strompreis niedrig ist oder verdunkelt automatisch die Fenster, wenn die Sonne blendet – mit welchen innovativen Technik-Trends Sie in der Zukunft rechnen können, zeigen wir Ihnen hier.

Das Schlafzimmer der Zukunft

Bereits im Jahr 2007 stellte Microsoft-Gründer Bill Gates auf der jährlich stattfindenden Consumer Electronics Show in Las Vegas ein „digitales Schlafzimmer“ mit riesigen Bildschirmwänden vor, an die PCs, Spielekonsolen, Musikplayer und mehr angeschlossen werden können. Doch auch praktische und zeitsparende Neuerungen gibt es auf dem Markt, wie zum Beispiel das Bett einer spanischen Firma, das Ihnen das Bettenmachen erspart – indem es sich einfach selbst macht.
Aber auch ganz ohne technische Erneuerungen lässt sich im Schlafzimmer ein neuer Trend beobachten, weg von einem reinen Ort zum Schlafen, in dem man die meiste Zeit mit geschlossenen Augen verbringt hin zu einem Wohlfühl- und Rückzugsort mit Wellnessfaktor. Vor allem Boxspringbetten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie werden auch amerikanische oder Continental-Betten genannt und sind breiter und höher als europäische Betten und haben statt eines Lattenrostes ein Sprungfedersystem. Dadurch sind sie nicht nur bequem, sondern auch gesund und gut für den Rücken und sorgen dafür, dass die Wirbelsäule immer anatomisch optimal gestützt wird.

Das Badezimmer der Zukunft

Dieser Trend zur Wellness- und Wohlfühloase in den eigenen vier Wänden setzt sich im Badezimmer fort. Längst schon ist das Badezimmer mehr als nur die Nasszelle zum Duschen. Ein Bildschirm im Badezimmerspiegel informiert bereits morgens über die Verkehrslage auf dem Weg zur Arbeit, ein Lautsprecher erinnert ans Zähneputzen und Rasieren und die Dusche merkt sich die bevorzugte Wassertemperatur.
Auch Toiletten mit einem integrierten Geruchsfilter und Modelle mit Nachtlicht zur besseren Orientierung sind auf dem Markt erhältlich. Die Technik-Trends im Badezimmer berücksichtigen aber auch den demographischen Wandel in der Gesellschaft. So muss man sich nicht mehr über die Wanne beugen, um den Wasserhahn aufzudrehen, der Toilettensitz hebt und senkt sich automatisch, ein Computer erinnert per Lautsprecher an die Medikamenteneinnahme und spezielle Sensoren unter den Fliesen lösen einen Alarm aus, wenn jemand stürzt. So können gerade ältere Leute länger mehr Selbstständigkeit im wohl intimsten und privatesten Raum des Hauses genießen.

Die Küche der Zukunft

Kein Raum bietet sich so für innovative Technik an wie die Küche. So haben Forscher am Max Rubner-Institut in Karlsruhe beispielsweise einen Lichtschrank entwickelt, in dem Lebensmittel länger frisch bleiben. Sie haben mit verschiedenen Lichtfarben experimentiert und fanden heraus, dass blaues Licht das Wachstum von Schimmelpilzen hemmt und zu ihrem Absterben führt. Bei dem Licht handelt es sich nicht um schädliche UV-Strahlung, sondern um einfache blaue LEDs mit einer Wellenlänge von 450 Nanometern. Lebensmittel wie Brot, Obst und Gemüse bleiben in diesem Licht deutlich länger frisch, da bis zu 80 % der Pilzsporen allein durch das Licht zerstört werden. Noch ist der Lichtschrank nicht in der Serienreife angekommen, aber wenn er sich in der Praxis bewährt, wird er einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen das Verderben von Lebensmitteln leisten.
Auch ein Backofen, der automatisch den richtigen Garpunkt erkennt und so keine Pizza mehr anbrennen lässt, ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Alles was der Mensch noch machen muss, ist an einem Bedienfeld die Art des Garguts auszuwählen, zum Beispiel Pizza, Kuchen oder Braten und der Backofen erfasst mit einem Sensor, was sich in seinem Inneren befindet und stellt Temperatur und Garzeit darauf ein. Am Ende des Garvorgangs schaltet er sich selbstständig aus. Die intelligenten Backöfen sind bereits auf dem Markt erhältlich.
Forscher am Heinrich-Hertz-Institut in Berlin arbeiten an einer sogenannten berührungslosen Küche, die sich komplett über einen zentralen Bildschirm steuern lässt. Infrarot-Sensoren über dem Bildschirm erkennen die Handbewegungen und so lässt sich beispielsweise ein Mauszeiger bewegen, Licht und Ofen lassen sich einschalten oder ein Kochbuch kann aufgerufen und mit Handbewegungen vor dem Bildschirm umgeblättert werden. Die berührungslose Küche gibt es zur Zeit nur einmal auf der Welt und sie befindet sich noch im Versuchsstadium. Die Serienreife dürfte noch auf sich warten lassen.

Das Wohnzimmer der Zukunft

Der technische Fortschritt macht natürlich auch vor dem Wohnzimmer nicht Halt. Vor allem die Unterhaltungselektronik ist im Wohnzimmer auf dem Vormarsch. An erster Stelle steht hier die Vernetzung. Verschiedene Geräte wie CD und DVD Player und Datenträger werden schon bald nicht mehr nötig sein, stattdessen werden alle Inhalte in einer Cloud gespeichert und per Smartphone, Laptop oder Computer angesteuert und neue Codierungsverfahren und Dateiformate sorgen dafür, dass die Inhalte, egal ob Musik oder Filme oder Bilder auf einem Abspielgerät drahtlos wiedergegeben werden können. Die neue Audiocodierung HD-AAC bietet optimale Klangqualität bei drahtloser Wiedergabe und auch im Videobereich wird sich mit 180° Darstellungen einiges verändern. Auch das Fernehen wird sich verändern – zum Smart TV. Der Fernsehen von morgen bietet Internetzugang, Apps, Video- und Musikstreaming und das drahtlose Abspielen von Inhalten, die sich auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop befinden.

Das intelligente Haus

Das intelligente Haus bringt all diese Technik-Innovationen und mehr zusammen. Per Smartphone lassen sich von überall Lichter an und aus schalten, Jalousien können geschlossen und geöffnet werden. Der Kühlschrank ordert selbstständig die Milch nach, wenn sie alle ist und nicht nur das, im Notfall denkt das intelligente Haus selbst mit und greift ein, indem es beispielsweise den vergessenen Herd ausschaltet. Aber das intelligente Haus ist weit mehr als nur technische Spielerei. Heizung, Beleuchtung und Belüftung sind untereinander vernetzt und kommunizieren miteinander und bieten so eine energieeffiziente Nutzung, die bei manueller Schaltung nicht möglich wäre. Lässt man beispielsweise aus Versehen ein Fenster offen stehen, regelt sich automatisch die Heizung herunter. Auch erkennt es, wer sich gerade im Haus befindet und stellt die Heizung selbständig auf die gewünschte „Wohlfühltemperatur“.
Vieles was heute noch nach Zukunftsmusik klingt, wird künftig normaler Alltag sein, so wie es heute Smartphones, Tablet Computer und das Internet sind, die man sich in den 1980er Jahren kaum im Alltag vorstellen konnte. Einiges wird sich durchsetzen, anderes nicht, aber so oder so: Die Zukunft bleibt spannend.

Altes Haus kaufen – So geht’s ohne Probleme

Nicht jeder möchte bauen oder einen Neubau kaufen, oftmals ist es auch gerade der Charme eines alten Hauses, der einen verzaubert und dazu bewegt, gerade dieses Haus zu seinem neuen Zuhause zu machen. Oder man möchte sich den Traum vom Leben auf dem Land ermöglichen und einen alten Hof kaufen. Ein altes Haus kann oft mit seiner Architektur und seiner Geschichte begeistern, doch es gibt einige Dinge, die es zu beachten gilt, wenn man ein altes Haus kauft.

Ein altes Haus muss beim Kauf anders beurteilt werden als ein neues, die Bauweise muss beachtet werden, der Umfang der nötigen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten muss kalkuliert werden und vieles mehr.
Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt.

Wie alt ist eigentlich alt?

Ab wann ist ein Haus überhaupt ein altes Haus? Natürlich ist nicht jede Second Hand Immobilie gleich ein altes Haus, allerdings ist ein 10 Jahre altes Haus auch kein Neubau mehr und ein Haus aus den 1980er Jahren könnte man durchaus schon als alt bezeichnen. Der Übergang zwischen einem gebrauchten Haus und einem alten Haus ist also fließend und nicht durch einen bestimmten Stichtag festgelegt , doch bei allen Häusern, die 50 Jahre oder älter sind, kann man definitiv von einem alten Haus sprechen. Daher kann ein altes Haus ein Haus sein, das in den 1960er oder 1970er Jahren gebaut wurde oder eines, das aus dem 18. Jahrhundert stammt oder sogar noch älter ist.
Die Bauweise eines alten Hauses unterscheidet sich natürlich erheblich von der heutigen Bauweise, ist aber auch bei alten Häusern nicht einheitlich. Ein Fachwerkhaus, das schon einige hundert Jahre auf den Buckel hat, ist in einer völlig anderen Bauweise gebaut als eine Stadtvilla aus dem frühen 20. Jahrhundert oder ein Bungalow aus den 1950er Jahren. Je nach Epoche und Baujahr sollte man die spezifische Bauweise berücksichtigen und das Haus auf die für diese Bauweise bekannten Mängel und Risiken untersuchen.

Mit Gutachter auf Nummer sicher

Das macht man am besten nicht allein, sondern mit einem erfahrenen Gutachter, der bei jeder Bauepoche weiß, worauf er zu achten hat. Dazu muss man gerade bei Häusern, die in den 1960er Jahren oder später gebaut wurden, unbedingt auf Asbest achten. Asbest wurde damals als eine Art universale Wunderfaser als Allzweckwaffe am Bau verwendet, es ist in Farben und Spachtelmasse ebenso zu finden wie in Dämmstoffen und Klebstoffen. Die hochgradig krebserregende Substanz wurde erst im Jahr 1993 verboten und ist daher in alten Häusern allgegenwärtig. Vor allem Heimwerker können bei Renovierungsmaßnahmen mit dem Asbest in Berührung kommen und schwerwiegende gesundheitliche Schäden davontragen.
Auch die Dämmung eines alten Hauses ist ein wichtiges Thema. Ein altes Haus ist nicht nach den neuen Standards wärmegedämmt und wenn sie noch nicht ausgetauscht wurden, finden sich sogar noch einfach verglaste Fenster in der Immobilie. Bei den heutigen Energiekosten ist ein unzureichend gedämmtes Haus kaum zu unterhalten, daher sollte auf die Dämmung und die Verglasung der Fenster unbedingt ein besonderes Augenmerk gelegt werden.
Wichtig ist es auch, wenn man ein altes Haus kaufen möchte, darauf zu achten, ob es bereits schon einmal saniert wurde und was bei einer eventuellen Sanierung gemacht wurde. Auch hier arbeitet man am besten mit einem Gutachter, der einschätzen kann, was wann an dem Gebäude verändert wurde.
Was man gerade beim Kauf eines alten Hauses nie vergessen darf, ist dass es keine gesetzliche Gewährleistung beim Hauskauf gibt, es gilt üblicherweise gekauft wie gesehen und wenn der Verkäufer nicht erwiesenermaßen Mängel arglistig verschwiegen hat, so bleibt man auf den Kosten für zu spät entdeckte Mängel hängen. Deswegen muss man gerade beim Kauf eines älteren Hauses dreimal hinschauen.

Wie saniert man richtig?

Hat man mit Hilfe eines Gutachters eine Bestandsaufnahme der Mängel des alten Hauses gemacht, muss man auf jeden Fall die Sanierung kalkulieren, denn die Kosten dafür kommen schließlich zu dem Kaufpreis dazu. Erst wenn der Preis nach Hinzurechnen der Sanierungskosten immer noch stimmt, sollte man ernsthaft über den Kauf nachdenken. Nicht vergessen darf man dabei, die Sanierungskosten eher großzügig zu kalkulieren, denn im Laufe der Arbeiten können immer noch Dinge hinzukommen, die vorher nicht abzusehen waren.
Dabei sollte man sich auf gar keinen Fall auf das eigene Heimwerkerwissen verlassen, sondern einen Experten zu Rate ziehen. Im Zweifel kann es um mehrere Zehntausend Euro und mehr gehen und im schlimmsten Fall steht man hinterher mit einem unbewohnbaren Haus und unzureichenden finanziellen Mitteln da. Unbedingt sollte man sich auch noch mit der Bank oder einem Steuerberater beraten, denn manche Sanierungsmaßnahmen werden auf Antrag auch vom Staat gefördert.
Muss man nun aber gleich das ganze Haus auf einmal sanieren? Nein, manche Dinge sind natürlich dringlicher als andere, was das im Einzelfall ist, kommt auch auf die persönlichen Umstände an. Einem alleinstehenden Erwachsenen fällt es leichter, eine Weile auf einer Baustelle zu leben, als einer Familie mit Kindern.
Was bei einer Sanierung auf jeden Fall beseitigt werden muss, sind statisch-konstruktive Mängel. Dazu gehören Mängel an den tragenden Wänden, dem Dachgebälk oder dem Fundament. Bestehen dort Risse, Feuchtigkeit oder sonstige Mängel, sollte man sich vorab unbedingt einen möglichst genauen Kostenvoranschlag eines Architekten machen lassen, um sicherzustellen, dass die Sanierungskosten nicht bei weitem den Wert des alten Hauses übersteigen, denn gerade solche Reparaturen können sehr kostenaufwändig werden. Ebenfalls muss bedacht werden, dass die Raumaufteilung in alten Häusern oft nicht den heutigen Ansprüchen entspricht, die Räume sind oft klein mit vielen Durchgangszimmern, so dass unter Umständen Wände entfernt werden müssen, um eine sinnvolle Nutzung des Hauses zu ermöglichen. Dabei gilt natürlich zu beachten, welche Wände tragend sind und ob die Wunschaufteilung erzielt werden kann. Diese Arbeiten sollten auf jeden Fall vor dem Einzug erledigt werden.
Auch die Elektrik und die Wasserleitungen müssen überprüft und gegebenenfalls im Rahmen der Sanierung erneuert werden. In alten Häusern finden sich oft noch gesundheitsschädliche Wasserleitungen aus Blei und neben der Asbestproblematik sollte auch unbedingt auf giftige Holzschutzmittel geachtet werden, die bei alten Häusern oft verwendet wurden.
Zusätzlich zu der bereits angesprochen Wärmedämmung ist in alten Häusern auch die Schalldämmung oft ein Problem, auch darauf sollte man also achten.
Je nachdem wie umfangreich der Sanierungsbedarf ist, müssen einige dieser Arbeiten erst ausgeführt werden, bevor man einziehen kann. Vieles kann aber auch erledigt werden, wenn man schon in dem Haus wohnt und wer nicht gerade zwei linke Hände hat, kann einiges selbst machen oder bei komplizierteren Sachen den Profis zur Hand gehen. Dadurch lässt sich bei der Sanierung viel Geld sparen.
Für viele versierte Heimwerker besteht der Reiz eines alten Hauses überhaupt erst drin, es mit eigener Arbeit zu sanieren und zu einem gemütlichen Nest für die Familie zu machen. Allerdings sollte man auch bedenken, dass man, wenn man ein altes Haus kauft und vieles selbst machen möchte, unter Umständen lange Zeit auf einer halbfertigen Baustelle wohnt. Das kann auf Dauer an den Nerven zerren und es sollte gut durchdacht werden, ob und inwieweit dieser Traum den eigenen Lebensgewohnheiten anzupassen ist. Wer beispielsweise 40 Stunden die Woche arbeitet und nur am Wochenende Zuhause Hand anlegen kann und kleine Kinder hat, sollte auf jeden Fall dafür sorgen, dass Heizung, Küche und Sanitäranlagen vor dem Einzug funktionieren, sonst kann der romantische Traum vom Leben in dem selbst sanierten Haus schnell zum Albtraum und zu einer echten Belastung für das Familienleben werden. Für alle Sanierungsmaßnahmen, die vor dem Einzug erledigt werden müssen, muss unbedingt genügend Zeit eingeplant werden, egal ob man es selber macht oder den Auftrag vergibt.

Im Grundbuch lauern Tücken

Wichtig beim Kauf eines alten Hauses ist auch ein Blick ins Grundbuch. Dort sollte man sich zunächst einmal vergewissern, dass das Haus frei von Ansprüchen Dritter ist oder ob finanzielle Belastungen auf dem Haus liegen. Auch die Beschreibung des Hauses sollte man sich ganz genau durchlesen, gibt es Anbauten oder Gebäudeteile, die nicht im Grundbuch stehen, so ist Vorsicht geboten. Für illegale Anbauten, die vom Vorbesitzer ohne Genehmigung errichtet wurden, kann man auch als neuer Eigentümer zur Verantwortung gezogen werden.
Eine ganz besondere Situation ergibt sich, wenn man ein altes Haus kauft, das unter Denkmalschutz steht. Das ist oft bei alten Bauernhäusern, Fachwerkhäusern oder besonderen Immobilien der Fall. Ein Haus, das unter Denkmalschutz steht, darf oft nur in gewissen Maße und unter Beachtung vieler Auflagen saniert werden. So müssen unter Umständen die Fassade oder andere besonders schützenswerte Elemente originalgetreu erhalten bleiben, was eine sehr teure Angelegenheit werden kann.
Ob ein Haus unter Denkmalschutz steht und welche Auflagen sich daraus in Sachen Sanierung ergeben, erfährt man bei der zuständigen Gemeinde.
Außerdem sollte beim Kauf eines alten Hauses natürlich auf die selben Dinge geachtet werden wie beim Kauf eines Neubaus oder eines neueren Hauses. Entspricht die Lage meinen Wünschen und Bedürfnissen, passt die Infrastruktur zu meinem Leben, wie ist die Nachbarschaft und will oder kann ich auch in 10 oder 15 Jahren noch in diesem Haus leben? Diese Fragen sollte man sich immer stellen und ehrlich beantworten, ganz gleich wie alt die Immobilie ist, die man erwerben möchte.
Lohnt es sich denn nun überhaupt, ein altes Haus zu kaufen und herzurichten, ist das im Alltag praktikabel oder ist das nur eine teure Spielerei für Liebhaber alter Gebäude?
Die Frage kann man mit einem klaren „Das kommt darauf an“ beantworten.
Wenn das ganze Drumherum passt, die Lage die richtige ist, das Grundstück und das Haus die passende Größe haben, die Bausubstanz in Ordnung ist und nach einem gründlichen Check und Kostenvoranschlägen vom Profi Kaufpreis plus Sanierungskosten im Budget liegen und dem Marktwert entsprechen, kann der Kauf eines alten Hauses durchaus sinnvoll sein. Mit Eigenleistung lässt sich einiges an Geld sparen und auch das Gefühl einerseits selbst mit Hand angelegt zu haben, um das Haus zu dem machen, was es einmal sein wird und auch das Bewusstsein, in einem geschichtsträchtigen Haus zu leben, dass schon viel gesehen und miterlebt hat, ist für manche mehr wert als die schnurgeraden Wände eines Neubaus.
Allerdings muss man sich immer klar machen, dass die Sanierung eines alten Hauses Zeit, Geld und Nerven kostet und viel Arbeit und Schmutz und auch unvorhergesehene Ereignisse mit sich bringen kann.

Der Kauf will gründlich überlegt sein

Von einem alten Haus mit maroder Bausubstanz, dessen Sanierung ein vielfaches des Marktwerts kostet, sollte man dagegen lieber die Finger lassen und auch auf seine eigenen Fähigkeiten als Handwerker sollte man sich nicht blind verlassen, wenn man nicht wirklich vom Fach ist. Je mehr man selber machen kann, um so mehr Geld kann man sparen, aber man sollte das alte Haus vor dem Kauf immer gründlich von einem Immobiliengutachter untersuchen lassen und sich für die wichtigsten Mängel einen Kostenvoranschlag vom Fachmann geben lassen, damit man weiß, worauf man sich schlimmstenfalls einlässt.
Auch im Kaufvertrag sollten alle festgestellten Mängel so detailliert wie möglich festgehalten werden, um spätere Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.
Hat man sich nun entschieden, sich nach einem alten Haus umzuschauen, stellt sich nur noch die Frage, wo man die passende Immobilie findet.
Natürlich haben Immobilienmakler immer auch alte Häuser im Angebot und in den einschlägigen Internetportalen und Tageszeitungen findet man auch viele Angebote von Maklern oder privat. Es gibt auch ganze Zeitschriften, die entweder bundesweite und regionale Immobilienanzeigen veröffentlichen. Auch wenn man unterwegs ist, sollte man immer die Augen aufhalten, da viele Häuser ein „Zu verkaufen“ Schild des Maklers oder des Eigentümers im Garten stehen haben.
Wenn man von Anfang an vernünftig plant, die Immobilie vom Fachmann auf Herz und Nieren prüfen lässt und alle Kosten im Blick behält, ist auch der Kauf eines alten Hauses kein unkalkulierbares Abenteuer mehr, sondern kann gerade durch Eigenleistung zum Schnäppchen werden, vorausgesetzt man ist sich im Klaren, dass eine Haussanierung kein Spaziergang ist und überschätzt seine eigenen Fähigkeiten nicht.

Unsere Tipps zum Kauf eines alten Hauses noch einmal in der Übersicht:

  • Das Haus unbedingt von einem Fachmann begutachten lassen und sich ein ausführliches Gutachten ausstellen lassen
  • Die Bausubstanz prüfen lassen, Mängel an tragenden Wänden oder Balken lassen sich nur schwer und kostenintensiv beseitigen
  • Unbedingt die Bauweise und die bekannten Mängel aus der Bauzeit beachten (zum Beispiel auf Asbest oder Trinkwasserleitungen aus Blei)
  • Die Raumaufteilung muss beachtet werdenn
  • Möglichst genaue Kostenvoranschläge vom Profi einholen
  • Die zu erwartenden Sanierungskosten großzügig kalkulieren, bei einem alten Haus kann immer etwas Unvorhergesehenes dazwischen kommen
  • Kaufpreis plus Sanierungskosten müssen noch immer einen realistischen Gesamtpreis ergeben
  • Das Grundbuch einsehen und sicherstellen, dass das Haus frei von Ansprüchen Dritter ist und dass keine illegalen Anbauten existieren
  • Eine gute Zeitplanung, genug Zeit für die Sanierung einplanen, nicht alles kann gemacht werden, während man schon im Objekt wohnt.

Hält man sich an diese Regeln, ist auch der Kauf eines alten Hauses kein Problem.

 

 

Checkliste Eigentumswohnung kaufen: Die Checkliste, die jeder Eigentümer braucht

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Wer eine Eigentumswohnung kaufen möchte, sollte einige wichtige Dinge auf jeden Fall beachten. Damit nichts übersehen oder vergessen wird, sollte man sich unbedingt eine „Checkliste Eigentumswohnung kaufen“ machen, auf der man die wichtigsten Punkte festhält. Was genau ist zu beachten beim Kauf einer Eigentumswohnung und was gehört auf die „Checkliste Eigentumswohnung kaufen“, das möchten wir Ihnen in diesem Artikel erläutern. Zunächst einmal muss man die passende Eigentumswohnung finden, doch wie sucht man richtig danach? Und wo?

So suchen Sie richtig im Internet

Immobilienanzeigen findet man auf Immobilienportalen im Internet, in Tageszeitungen, Zeitschriften oder beim Makler. Wichtig ist, dass man sich bereits bei der Suche darüber klar ist, was man sucht, denn wer nicht weiß, was er sucht, wird niemals das Richtige finden. An erster Stelle steht, wie so oft, das liebe Geld. Denn was nützt die perfekte Wohnung, wenn Sie sie sich nicht leisten können? Machen Sie also einen Kassensturz und legen Sie ihre Kaufpreis-Obergrenze fest. Dabei dürfen Sie auch die Nebenkosten, die beim Kauf einer Immobilie entstehen, nicht außer Acht lassen. Rechnen Sie jeweils etwa 5 % des Kaufpreises für Steuern und Gebühren sowie für den Makler auf den Kaufpreis auf, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Wenn Sie wissen, in welchem preislichen Rahmen Sie sich bewegen, sollten Sie sich Gedanken darum machen, wo Sie wohnen möchten und wie Sie wohnen möchten. Eine Immobilie ist immer eine langfristige Investition, denken Sie also mindestens zehn oder besser 20 Jahre voraus: Sind noch Kinder geplant? Würden Sie in 10 oder 20 Jahren vielleicht lieber ebenerdig und barrierefrei leben? Daher müssen Sie auch das gewünschte Wohnumfeld in Ihre Überlegung mit einbeziehen. Welche Art Infrastruktur brauchen sie? Jetzt und in den nächsten Jahren? Möchten Sie auf dem Land leben oder in der Stadt? Ist die Familienplanung noch nicht abgeschlossen, werden Kindergärten und Schulen in erreichbarer Nähe in Zukunft wichtig sein, sind Sie schon etwas älter, könnte es wichtig sein, eine ärztliche Versorgung in der Nähe zu wissen. Haben Sie diese Fragen beantwortet, können Sie gezielt anfangen, nach Ihrer Wunschimmobilie zu suchen.

Das muss im Exposé stehen

Einige Ihrer Kriterien werden Sie gleich im Expose der Wohnung finden, achten Sie also darauf, dass Ihre Vorgaben auch erfüllt werden und lassen Sie sich nicht von schönen Bildern leiten, wenn das Umfeld und die Lage der Wohnung überhaupt nicht zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt. Ebenso wichtig ist der Zustand der Immobilie, wenn Sie nicht eine Menge zusätzliches Geld investieren können oder handwerklich sehr begabt sind, sollten Sie stark renovierungs- oder gar sanierungsbedürftige Objekte von der Liste streichen. Auch die Energieeffizienzklasse der Wohnung sollten Sie beachten, denn sie kann Aufschlüsse über die zu erwartenden Heizkosten geben. Haben Sie nun eine geeignete Immobilie gefunden, geht es an die erste Besichtigung. Diese wird viele Punkte zu Ihrer „Checkliste Eigentumswohnung kaufen“ hinzufügen. Als erstes gilt: Vereinbaren Sie einen Termin bei Tageslicht und nehmen Sie eine Begleitperson mit. Spielen Sie niemals mit dem Gedanken, eine Immobilie zu kaufen, die Sie nicht selbst eingehend besichtigt haben, egal was Ihnen die Anzeige, der Prospekt oder der Verkäufer versprechen. Stehen Sie nun in Ihrer Wunschimmobilie, schauen Sie sich den Zustand der Wohnung genau an. Achten Sie auf Schimmelflecken oder feuchte Stellen, überprüfen Sie den Zustand der Türen und Fenster und der Steckdosen. Auch das Treppenhaus, den Garten, Keller und Dachboden sollten Sie unter die Lupe nehmen. Öffnen Sie in der Wohnung auch einmal die Fenster und lassen Sie die Außengeräusche und etwaigen Straßenlärm auf sich wirken. Nicht unerheblich ist auch die Hausgemeinschaft. Als junge Familie mit Kindern wird man in einem Haus, das vorwiegend von Rentnern bewohnt wird, vielleicht nicht unbedingt glücklich und umgekehrt. Auch im Umfeld der Wohnung sollten Sie sich gut umschauen, machen Sie am besten einen kleinen Spaziergang durch das Viertel. Was gibt es an Infrastruktur und wie deckt es sich mit Ihren Bedürfnissen? Ist die erste Besichtigung zu Ihrer Zufriedenheit ausgefallen, sollten Sie unbedingt noch einen zweiten Termin ausmachen, diesmal mit einem Wohnungsgutachter.

Mit einem Gutachter sind Sie sicher

Der Wohnungsgutachter kann Ihnen nicht nur sagen, ob der Preis der Immobilie realistisch und gerechtfertigt ist und dem gängigen Marktwert entspricht, er kann mit seiner Erfahrung auch verdeckte Mängel und Schäden aufdecken, die dem Laien auf den ersten Blick gar nicht als solche auffallen. Auch in Punkto Reparaturen, Instandsetzungen und Renovierung kann der Wohnungsgutachter  viele Tipps und einen guten Überblick über die Kosten geben, die zusätzlich zum Kaufpreis noch auf Sie zukommen können. Und natürlich ist der Wohnungsgutachter objektiv, er beurteilt die Wohnung rein sachlich und mit viel Erfahrung und hat so schon manchen potentiellen Käufer vor teuren Konsequenzen beim Kauf einer vermeintlichen Schnäppchen-Immobilie bewahrt.

Finanzierung richtig finden

Gibt nun auch der Gutachter grünes Licht, geht es an die Finanzierung. Hier kommt es erst einmal darauf an, wie viel Eigenkapital vorhanden ist und wie viel finanziert werden muss. In den allermeisten Fällen ist der Kauf einer Immobilie ohne Finanzierung nicht möglich und üblicherweise dauert es mindestens 10, eher 20 Jahre, bis die Immobilie vollständig abbezahlt ist. Daher will die Finanzierung gut überlegt sein und es ist wichtig, auch in 10 oder 15 Jahren noch von günstigen Konditionen profitieren zu können. Generell gilt natürlich, je mehr Eigenkapital, desto besser und das Minimum sollte bei etwa einem Drittel des Kaufpreises liegen. Eine Finanzierung zu 100 % ist eine riskante und auch teure Angelegenheit, denn je höher der Beleihungswert ist, desto höher sind die Zinsen. Auch sollten Sie bei der Finanzierung niemals an Ihre finanziellen Grenzen gehen. Aber wo soll man nun das Darlehen aufnehmen? Wer bietet die besten Konditionen? Die Bank, eine Versicherung oder eine Kreditvermittlung? Die wichtigen Faktoren, die bei gleicher Darlehenshöhe verglichen werden müssen, um das günstigste Finanzierungsangebot zu finden, sind der Effektivzins, die Tilgungshöhe und die Laufzeit. Mit diesen Daten können Sie anhand der Restschuld ganz einfach das günstigste Angebot herausfiltern. Lassen Sie sich am besten jedes Angebot mit Zins- und Tilgungsplan schriftlich aushändigen, um es in Ruhe vergleichen zu können. Natürlich spielen auch die Zinsen eine große Rolle. Liegen sie niedrig, kann man für eine Monatsrate von beispielsweise 700,- Euro mehr Geld aufnehmen als bei einem höheren Zinssatz. Doch anstatt im Zinstief für eine gewisse monatliche Belastung mehr Geld aufzunehmen, ist es sicherer, die prozentuale monatliche Tilgung zu erhöhen, auch wenn manche Banken schon mit einer Tilgung von nur einem Prozent locken. So sinkt die Restschuld und die Immobilie ist schneller abbezahlt. Auch freiwillige Sondertilgungen sollte das Finanzierungsangebot beinhalten. Über die Laufzeit des Darlehens sichern Sie sich den Zinssatz bei Vertragsabschluss über viele Jahre, daher sollten Sie bei einem niedrigen Zinssatz eine möglichst lange Laufzeit von 10, 15 oder 20 Jahren wählen. Die Bank ist während der gesamten Laufzeit an den Vertrag gebunden. Als Kreditnehmer können Sie jedoch nach 10 Jahren aussteigen und die Restschuld tilgen oder sich einen günstigeren Kreditvertrag suchen.

Aufgepasst beim Kaufvertrag

Steht nun auch die Finanzierung auf sicheren Füßen, geht es an den Kaufvertrag. Ganz gleich, ob Sie die Wohnung von Privat kaufen oder von einer Wohnungsgesellschaft, ohne einen ordentlichen Vertrag und einen Notar geht nichts. Die Faustformel lautet „Gekauft wie besehen“, daher muss vor Abschluss des Kaufvertrages besonders auf mögliche Mängel geachtet werden, denn stellen sich diese erst im Nachhinein heraus, bleibt der Käufer auf den Kosten sitzen. Auch aus diesem Grund ist die erneute Wohnungsbesichtigung mit dem Wohnungsgutachter so wichtig. Da der Kauf einer Immobile rechtlich kompliziert ist, kann er nur mit Hilfe eines Notars durchgeführt werden. Der Notar arbeitet den Vertrag aus und legt ihn dann beiden Parteien zur Unterzeichnung vor. Im Vorfeld wird der Notar Käufer und Verkäufer zu einem Termin einladen, um die Vertragsmodalitäten auszuhandeln. Da geht es beispielsweise um den genauen Kaufpreis, um den Übergabetermin, um bestehende Mietverhältnisse oder Grundbuchlasten. Dazu sollte dem Notar bereits bei dem Vorgespräch der Grundbuchauszug vorliegen. All diese Fragen müssen geklärt werden und fließen in den Kaufvertrag mit ein. Haben Sie Fragen, dürfen Sie an dieser Stelle nicht zögern, den Notar zu bitten, alles ganz genau zu erklären, denn schließlich müssen Sie ganz genau wissen, was Sie später beim alles entscheidenden Notartermin unterschreiben. Nach diesem Termin, wenn der Kaufvertrag unterschrieben ist, gibt es kein Zurück mehr, denn das Gesetz sieht beim Kauf einer Immobilie kein Widerrufsrecht vor. Daher ist es sinnvoll, sich den Vertragsentwurf rechtzeitig vor dem Notartermin aushändigen zu lassen und ihn von dem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Ihr Kreditgeber wird zu seiner Sicherheit eine Grundschuld ins Grundbuch eintragen lassen, bevor er den Darlehensbetrag auszahlt. Diese Eintragung muss ebenso wie der Kaufvertrag notariell beurkundet werden und üblicherweise finden diese beiden Schritte in einem Termin statt. Daher sollten dem Notar beim abschliessenden Termin auch alle für die Grundschuld relevanten Unterlagen des Kreditgebers vorliegen. Der Notar verliest während des abschließenden Termins den Vertrag und beantwortet noch einmal eventuell aufkommende Fragen. Sind alle Fragen geklärt, wird der Vertrag unterzeichnet und beglaubigt und Sie sind stolzer Eigentümer einer Immobilie. Im Kaufvertrag wird auch geklärt, wann es zur Schlüsselübergbe kommt. In manchen Fällen geschieht das direkt während des Notartermins, üblicherweise jedoch erst, wenn der Kaufpreis auf dem Konto des Verkäufers eingegangen ist und das kann noch einige Wochen bis Monate dauern. Nach etwa zwei Monaten sollte der Notar jedoch alles soweit geregelt haben.

Umzug richtig planen

Wenn jetzt keine umfangreichen Renovierungsarbeiten mehr nötig sind, kann es direkt an den Umzug gehen. Doch auch dabei gibt es einiges zu beachten. Einen Umzug zu organisieren, setzt eine gute Planung voraus, damit man nicht vollkommen im Chaos versinkt. Drei Monate vor dem feststehenden Umzugstermin sollten Sie Ihre Wohnung kündigen. Planen Sie dabei aber nicht zu eng, denn im schlimmsten Fall stehen Sie sonst einige Wochen ohne Bleibe da. Der Termin für den Umzug muss festgesetzt werden, je nachdem mit wessen Hilfe Sie umziehen wollen, müssen Sie einen Termin mit dem Umzugsunternehmen aushandeln oder Freunde und Verwandte bitten, sich den Termin freizuhalten. Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie sich spätestens jetzt um Schul- und Kindergartenplätze kümmern. Auch ein Telefonanschluss für die neue Wohnung muss beantragt werden, der alte muss abgemeldet werden. Bei der Post sollten Sie ab Ihrem Auszugstermin aus der alten Wohnung einen Nachsendeantrag stellen. Planen Sie genügend Zeit ein, um die alte Wohnung zu renovieren und um zu packen, oft kann es auch notwendig sein, für die Zeit des Umzugs Urlaub zu beantragen. Wichtig ist auch, sicherzustellen, dass alle Versicherungen für die neue Wohnung laufen, vereinbaren Sie also zwischen Vertragsunterzeichnung und Umzug besser noch einen Termin mit Ihrem Versicherungsmakler. Organisieren Sie eine Betreuung für Kinder und Haustiere am Umzugstag und halten Sie Getränke und Verpflegung für die Umzugshelfer bereit. Und vor allem: bewahren Sie die Nerven! Umzüge sind stressig und nur selten gehen sie ohne Chaos vonstatten, aber sie gehen vorbei und wenn Sie nach getaner Arbeit in Ihren eigenen vier Wänden sitzen, wird der Stress schnell vergessen sein.

Sagen Sie der Stadt bescheid

Nach dem Umzug dürfen Sie auf keinen Fall vergessen, sich umzumelden. Das geschieht beim Einwohnermeldeamt an Ihrem neuen Wohnsitz und Sie haben dazu sieben Tage Zeit, danach können Bußgelder drohen. Zum Ummelden benötigen Sie einen gültigen Personalausweis, auf dem dann auch Ihre neue Adresse vermerkt wird. Die Abmeldung vom alten Wohnort erfolgt automatisch mit der Ummeldung, Sie brauchen sich also nicht extra darum zu kümmen. Es gibt viel zu beachten beim Kauf einer Eigentumswohnung, aber wenn Sie alle oben angesprochenen Punkte beachten und in Ihre persönliche „Checkliste Eigentumswohnung kaufen“ übertragen, steht dem Abenteuer Immobilienkauf nichts mehr im Wege. Als kleine Hilfe haben wir die wichtigsten Punkte noch einmal für Sie zusammengefasst. Laden Sie sich einfach unsere kostenlose Checkliste herunter und der Wohnungskauf kann starten.

Wo wohnen wir, wenn der Platz ausgeht? Kreative Wohnideen der Zukunft

Die Bevölkerung in den Städten wächst und wächst, vorbei scheint der Traum vom Leben auf dem Land, die Menschen wollen in Städten leben. Aber in den Städten ist der Wohnraum knapp, die Preise steigen und in den Innenstädten fehlt oft der Platz, um neue Wohnungen zu bauen. Andererseits gibt es gerade in den Innenstädten viel Leerstand: in alten Büro- und Verwaltungsgebäuden oder auch in Parkhäusern. Dieser Umstand führt zu so mancher kreativer Wohnidee, von denen vielleicht die ein oder andere zu einem Trend der Zukunft werden könnte.

Das Haushüter-Modell

Gerade in Universitätsstädten fehlt Wohnraum und wenn zu Studienbeginn die Erstsemester in die Städte strömen, finden sie oft keinen Platz zum Wohnen.
In Düsseldorf gründete das Studentenwerk das Projekt „Kellerkinder“ und stellt für 20 Studenten zwei Räume mit Toilette, Dusche und Küche im Souterrain eines Studentenwohnheims zur Verfügung, wo sie mit Schlafsack und Isomatte ihr Quartier aufschlagen können.
In Münster ertönt jedes Jahr auf’s Neue der Aufruf „Deine Couch für Erstis“, in dem dazu aufgerufen wird, den Erstsemestern, die zum Beginn des Studiums noch keine Wohnung gefunden haben, die Wohnzimmercouch zur Verfügung zu stellen.
Aber die Stadt Münster zeigt auch, wie es anders gehen kann. Im ehemaligen Finanzamt der Stadt haben sich Studenten in den Konferenzzimmern, in den Büros und im Amtszimmer des Behördenchefs häuslich eingerichtet. Das Finanzamt ist längst umgezogen, das Gebäude stand leer und durch dieses sogenannte Haushüter-Modell, dass sich in Großbritannien und den Niederlanden längst etabliert hat, schlägt die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie schafft dringend benötigten Wohnraum und schützt durch die Haushüter gleichzeitig leerstehende Gebäude vor dem Verfall und Vandalismus, denn die Bewohner übernehmen an ihrem ungewöhnlichen Wohnort auch gewisse Verpflichtungen. Dazu gehört zum Beispiel das Rasenmähen und Unkrautzupfen sowie Absprachen wer wann in den Urlaub fährt, denn schließlich soll das Gebäude nicht leer stehen. Dieser Trend ist auch in anderen Städten zu beobachten, die Stadt Bremen stellt Räume in feudalen Herrenhäusern zur Verfügung, in Frankfurt am Main leben Studenten im ehemaligen Polizeirevier, in Kassel hüten sie ein ehemaliges Elektrizitätwerk, dass zu diesem Zweck umgebaut wurde und in Osnabrück wird sogar ein kleines Fachwerktürmchen in der Stadtmauer an einen Haushüter vermietet.
Vor allem in Berlin hat sich das Haushüter-Modell mit dem Motto Bewachung durch Bewohnung durchgesetzt und das längst nicht nur bei Studenten. Die niederländische Firma Camelot, über die auch die haushütenden Studenten im Münsteraner Finanzamt vermittelt wurden, vermittelt hier unter anderem Haushüter in eine leerstehende Schule und ein ehemaliges US-Militärhospital. Überall zahlen die Mieter eine geringe Monatspauschale und kümmern sich dafür um das Objekt. Der Nachteil an der Sache: in den meisten Fällen dauert das Mietverhältnis nur so lange, bis ein Käufer für das Gebäude gefunden wurde und die Kündigungsfristen sind mit nur vier Wochen äußerst kurz. Dennoch hat das Immobilien-Hopping durchaus Chancen, sich zu einem Trend zu entwickeln.

Vom Büro zur Wohnung

Bundesweit herrscht Wohnraummangel in den Innenstädten und gleichzeitig gibt es einen gewaltigen Leerstand: der Bestand an ungenutzten Bürobauten in Deutschland beläuft sich auf knapp acht Millionen Quadratmeter. Oft liegen die ehemaligen Büro- und Verwaltungsgebäude in bester Innenstadtlage, was also liegt näher, als sie zu Wohnraum umzubauen? Diese Alternative zum Abriss und Neubau nennt sich Redevelopment. In der Frankfurter Bürostadt Niederrad entstanden in einem jahrelang leerstehenden Büroturm fast 100 Wohnungen auf 17 Etagen. Zu bedenken ist bei der Idee des Redevelopments neben dem Bedarf an Wohnraum auch die Tatsache, dass auch Leerstand Geld kostet. Der ehemalige Frankfurter Büroturm, der heute Kaltmieten von 13 Euro pro Quadratmeter einbringt, hat vorher bis zu 150.000 Euro pro Jahr vernichtet.
Allein in Frankfurt entstanden in den letzten fünf Jahren über 2.000 Wohnungen aus ehemaligem Büroraum und der Trend hält an, auch in anderen deutschen Großstädten, wo die Projekte teilweise in Millionenhöhe bezuschusst werden.

Wohnen im Parkhaus

Aber nicht nur alte Büro- und Verwaltungsgebäude stehen in den Innenstädten leer, auch die früher oft bis zum Bersten gefüllten Parkhäuser sind heute nur noch selten ausgelastet. Dabei nehmen die wuchtigen Betonklötze viel Platz in begehrten Innenstadtlagen weg, der optimal als Wohnraum genutzt werden könnte. Im Hamburger Stadtteil Harvestehude wurde bereits 2005 ein Park- und Bürohaus aus den 1970ern zu einem Wohnhaus mit insgesamt 15 Wohnungen umgebaut und auch in der Innenstadt von Münster wurde ein Parkhaus in ein Wohn- und Geschäftshaus umgewandelt.
In Köln laufen Planungen, in den beiden oberen Etagen eines vierstöckigen Parkhauses 30 Wohnungen, darunter vier bis fünf exklusive Penthouse-Wohnungen, zu errichten. Gerade diese Doppelnutzung, im unteren Teil die Parkflächen zu erhalten und im oberen Teil in Top-Innenstadtlage Wohnraum zu errichten, wird sicherlich ein Trend der Zukunft werden, da die Parkhäuser als Relikte aus den autofreundlichen Sechziger und Siebziger Jahren in Zukunft nicht mehr in dieser Anzahl gebraucht werden.

Wohnen im Untergrund

Wagt man einen Blick in andere Großstädte der Welt, stößt man auf ganze andere Trends. In Peking leben zum Beispiel rund zwei Millionen Menschen unter der Erde, manche in Zimmern, die nur zwei Quadratmeter groß sind. Dabei handelt es sich meist um Keller und frühere Luftschutzbunker, die zu günstigem Wohnraum in ansonsten unbezahlbaren Wohnlagen umgebaut wurden. Zwar erschließt sich hier für Städtebauer eine Möglichkeit, bezahlbaren Wohnraum in den Innenstädten zu schaffen, jedoch sind die Lebensbedingungen unter der Erde zumindest im Moment noch eher unattraktiv. Die Vorteile liegen in den zentralen Wohnlagen und kurzen Wegen zum Arbeitsplatz, dafür herrscht aber in den unterirdischen Quartieren eine hohe Luftfeuchtigkeit, schlechte Belüftung und oft ungenügende Sicherheitsstandards gegen Feuer oder Überflutungen.
Gerade in Asien werden in manchen Städten auch riesige Einkaufszentren im Untergrund gebaut, so dass der Trend zum Wohnen im Untergrund nur noch eine Frage der Zeit war. Statt in die Höhe wird nun auch in die Tiefe expandiert. In Deutschland ist davon aber noch nichts zu spüren.

Wohnraumbeschaffung auf eigene Faust

Manch einer möchte auf der Suche nach günstigem Wohnraum nicht auf Trends, Entwicklungen und Taten der Städteplaner warten und nimmt sein Schicksal selbst in die Hand.
Da wird beispielsweise das Wohnhaus für die Kinder samt Familie freigemacht und Opa wohnt in der umgebauten und zum Wohnraum verwandelten Garage. So kann mit Eigeninitiative Wohnraum entstehen, ganz ohne Städteplanung.
Auch Campingplätze ziehen in Zeiten von Wohnungsnot immer mehr Dauerbewohner an. Bauarbeiter und Monteure, die nur eine Unterkunft für ein paar Wochen suchen kommen hier genauso unter wie die die sogenannten Dauercamper, die das ganze Jahr über in ihrem Wohnwagen leben. Was in den USA in den sogenannten Trailer-Parks gang und gäbe ist, wird hierzulande jedoch nicht gerne gesehen. Der westfälischen Stadt Lohmar sind die Dauercamper seit Jahren ein Dorn im Auge. Mit selbst errichteten Anbauten rund um den Wohnwagen herum, mit komplettem Bad mit Wanne und Waschmaschine, haben viele der Domizile auf dem Campingplatz mehr Ähnlichkeit mit einem Eigenheim als mit einer Campingunterkunft. Das geht der Stadt zu weit, denn ein Campingplatz sei kein Wohngebiet und auch in Sachen Brandschutz und Rettungswege würde den Anforderungen nicht entsprochen. Seit einem Brand, bei dem zwei Menschen zu Tode kamen,  setzt die Stadt alles daran, die Dauercamper loszuwerden.
Leben im Wohnwagen, wie in den Trailerparks in den USA, wo das Wohnen im Mobile Home längst zum Alltag gehört hat sich in Deutschland also noch nicht durchgesetzt.

Smartes Kautionshandling: Von der Mietkautionsbürgschaft profitieren Mieter und Vermieter

Die Suche nach einer neuen Wohnung ist für Wohnungssuchende insbesondere in Regionen mit einem aufgeheizten Mietmarkt eine langwierige Angelegenheit. Aber auch für Vermieter ist eine Menge Zeitaufwand damit verbunden. Insbesondere mit dem 2015 in Kraft tretenden Besteller-Prinzip werden Eigentümer zunehmend davon absehen, professionelle Makler zu beauftragen und das Thema Vermietung selbst in die Hand nehmen. Es müssen Besichtigungstermine organisiert, Unterlagen gesichtet und ein Vertrag aufgesetzt werden. Da ist es im beiderseitigen Interesse, dass, wenn der Traummieter seine Traumwohnung gefunden hat, die Unterzeichnung des Vertrages nicht an der Mietkaution scheitert.

Sicherheitsleistung für den einen, notwendiges Übel für den anderen

Für Vermieter stellt die Mietkaution eine Sicherheitsleistung dar, die sie vor dem Abwohnen der Immobilie sowie vor hohen Renovierungskosten und nachzuzahlenden Nebenkosten schützt. Für den Mieter ist sie vielmehr ein notwendiges Übel. Denn er muss in einer äußerst kostenintensiven Zeit, wie dem Umzug, noch einen Großteil seines Budgets beim Vermieter hinterlegen, ohne selbst einen Nutzen davon zu haben. Vermietern wird eine maximale Mietkaution in Höhe von drei Nettokaltmieten eingeräumt. Bei einer Miete von 500 Euro – ohne Nebenkosten – beläuft sich die zu leistende Sicherheitssumme dann auf 1.500 Euro. Damit nimmt die Mietkaution einen Löwenanteil des Umzugsbudgets ein. Viel Geld, auf das man so ohne weiteres nur äußerst ungern verzichtet. Ganz im Gegenteil: Um genügend Bares für Möbel oder andere Einrichtungsgegenstände übrig zu haben, wird häufig der Dispokredit strapaziert – bei einer Verzinsung von rund 13 Prozent eine teure Angelegenheit. Um sich aus den roten Zahlen wieder herauszuarbeiten, kann es Wochen oder sogar Monate dauern. Da erstaunt es nicht, dass Mieter sich immer mehr nach einer Alternative zur Barkaution umschauen.

Die Mietkautionsbürgschaft: Urkunde statt Geld

Mietern bietet die Mietkautionsbürgschaft eine spürbare Entlastung ihres Umzugsbudgets. Dank dieser können sie sich schon mal überlegen, wofür sie das gedanklich für die Mietkaution zurückgelegte Geld lieber ausgeben wollen. Denn anstatt einer großen Summe, bezahlen Mieter hierbei lediglich einen geringen jährlichen Beitrag und erhalten dafür im Gegenzug eine Bürgschaftsurkunde, die sie dem Vermieter zu seiner Absicherung aushändigen müssen. Sobald das Mietverhältnis beendet ist, gibt der Eigentümer die Urkunde einfach an seinen ehemaligen Mieter zurück. Der große Vorteil dabei ist, dass der Mieter nach seinem Auszug nicht erst lange auf die Rückzahlung der hinterlegten Summe zuzüglich Zins und Zinseszins warten muss. Da Vermieter das hinterlegte Geld nach Vertragsende sechs Monate und darüber hinaus behalten dürfen, führt dieser Aspekt nicht selten zu langwierigen und nervenaufreibenden Auseinandersetzungen der beiden Parteien.

Ohne Papierkrieg entspannt vermieten

Vermieter profitieren darüber hinaus von einer Reihe weiterer Vorzüge: Um bei der Auswahl des Mieters nach dem Abschluss des Mietvertrages kein blaues Wunder zu erleben, nehmen die Anbieter einen kostenlosen Bonitätscheck vor. Erweist sich der Interessent als nicht liquide, kommt eine Inanspruchnahme der Mietkautionsbürgschaft gar nicht erst infrage und der Vermieter weiß, wie es um die Zahlungsmoral des Wohnungssuchenden bestellt ist. Zudem erfordert die Barkaution von Vermietern über das Jahr weitere Zusatzaktivitäten. Neben der Einrichtung eines gesonderten Kautionskontos kommen Berechnungen zur Kapitalertrags- und Kirchensteuer sowie zum Solidaritätszuschlag auf ihn zu, über die der Mieter regelmäßig auf dem Laufenden gehalten werden will. Mit der Mietkautionsbürgschaft spart er sich diesen Zusatzaufwand und das Porto für den Versand der Benachrichtigungen. Das finanzielle Einsparpotenzial beläuft sich für den Vermieter mit der Mietkautionsbürgschaft, infolge des reduzierten Verwaltungsaufwandes, auf mindestens zehn Prozent.

Die wesentlichen Vorteile für Mieter in Kürze:
•    Mehr Geld für die persönliche finanzielle Freiheit
•    Es fallen keine unnötigen Gebühren an
•    Keine Auseinandersetzungen beim Zurückholen der Mietkaution

Die wesentlichen Vorteile für Vermieter in Kürze:
•    Mehr Zeit durch Einsparung des Verwaltungsaufwandes
•    Mehr Effizienz, da die Mietabschlüsse schneller erfolgen
•    Vollumfänglicher Vermieterschutz durch maximale Mietsicherheit

Über viele Jahre hat sich die Barkaution aufgrund mangelnder echter Alternativen als Sicherheitsleistung der Wahl bei den Vermietern etabliert. Dementsprechend haben ca. 50 Millionen Mieter in 22 Millionen Mietverhältnissen in Deutschland ihre Mietkaution, bis auf wenige Ausnahmen, an ihren Vermieter in bar gezahlt oder auf einem Mietkautionskonto blockiert. Multipliziert mit der durchschnittlichen Kautionssumme ergibt sich eine Summe von 33 Milliarden Euro, die ein nahezu unverzinstes Dasein auf deutschen Mietkautionskonten fristen. Mit dem Angebot der Mietkautionsbürgschaft sind jedoch mittlerweile Hunderttausende Mieter vertraut und sehr zufrieden, wie objektive Kundenfeedbacks bestätigen. Auch die Akzeptanz bei Vermietern und Hausverwaltern ist bis heute deutlich gestiegen, sodass sich dieser Trend in Deutschland mittlerweile als festes Modell für die Mietsicherheit etabliert hat. Schließlich bietet die Mietkautionsbürgschaft eine Win-Win-Situation, von der sowohl smarte Mieter als auch professionelle Vermieter profitieren.

Mietkaution sparen – für private und gewerbliche Mieter

Die alternative Mietsicherheit ist nicht nur auf private Mietverhältnisse beschränkt. Auch Gewerbetreibenden kommt diese Art der Mietsicherheit zugute, denn im Gegensatz zur gesetzlich fest geregelten privaten Mietkaution, gibt es bei der Gewerbemietkaution keine rechtlichen Regelungen. So belaufen sich die zu erbringenden Sicherheitsleistungen nicht selten auf bis zu sechs Nettokalt- bzw. Bruttowarmmieten, da diese Höhe nicht zu beanstanden ist (OLG Düsseldorf GE 2009, 1043 – Quelle: Ratgeber Gewerbemietkaution). Insbesondere jungen Unternehmen kann eine solch große Summe das Genick brechen, da Geld fest angelegt ist, welches nicht für den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg genutzt werden kann. Existenzgründer und Jungunternehmer können mit einer Gewerbemietkautionsbürgschaft ihren Investitionsrahmen für die Geschäftsgründung deutlich erweitern.

Ein interessantes und sehr ausführliches Interview hierzu gibt es auf BusinessOn: Zum Artikel